Steckt die Neustadt in der Krise?
Fragt die BILD und wir Euch!
Ist das eine Krise oder ein Gesundschrumpfen oder einfach nur ein Wandel, wenn – das kann man nicht von der Hand weisen – gefühlt auffällig viele Läden schließen. Unser Wirtschaftssystem ist auf Wachstum ausgerichtet! Wie (womit und wohin) hätte die Wirtschaft in der Neustadt weiter wachsen können? Brauchen Gastronomen und Händler Unterstützung der Stadt und ein Stadtteil-Management, wie Torsten Wiesener von der Werbegemeinschaft gegenüber der BILD fordert? Wird der aktuelle Boom der Innenstadt nicht mittelfristig den Händlern und Gastronomen der Neustadt sogar wieder nutzen, da eine lebendige Innenstadt mehr Touristen anzieht als ein lebendiges „Szeneviertel“?
Als Bewohner bedauert man sicher den einen Verlust mehr als den anderen, aber am Ende sind die meisten „wahren“ Neustädter Kneipen und Läden doch schon längst dicht, mussten neuen Konzepten weichen und konnten die Miete nicht mehr zahlen. Damals hieß es: „Das ist eben der Markt!“ Jetzt heißt es: „Stadt hilf“.
Und vergisst der Artikel nicht auch die gleichzeitigen und erfolgreichen Neueröffnungen der letzten Jahre? Bar Holda oder Ostpol zum Beispiel? Oder die Belebung der Kamenzer? Und wo sind verlässliche Zahlen (Schließungen, Umsätze, Neueröffnungen)?
Es ist sicher richtung und sehr wichtig, rechtzeitig zu hinterfragen und zu reagieren, aber irgendwie fehlen mir valide Daten, die eine Krise der Neustadt belegen!
Was denkt Ihr?


Darüber sollte man ernsthaft diskutieren. Möglich ist das bereits am Sonnabend, den 30. Oktober, 10 Uhr im Stadtteilhaus Äußere Neustadt.
Das Herbert-Wehner-Bildungswerk lädt ein zu “Mein Stadtteil 2020 – Die Neustadt”:
Wie soll die Dresdner Neustadt im Jahre 2020 aussehen? Welche Bauvorhaben sind bereits geplant? Was wird aus dem DVB Hochhaus? Welche Projekte wären dringend notwendig? Welche Probleme, welche Perspektiven sind in den nächsten zehn Jahren zu erwarten?
Nach Impulsreferaten durch Repräsentanten von Verwaltung und Politik können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und mit den Referenten diskutieren.
Weitere Informationen unter http://www.wehnerwerk.de/Dokumente/Veranstaltungen.html?Kategorie=Kurzveranstaltung#V10077
Herzliche Grüße,
Ingo
Wenn sich eine Region in Schwierigkeiten befindet, wird immer gleich nach der höheren Instanz bzw. Staat gerufen.
Ich denke, dass die Äüßere Neustadt unter gewissen Voraussetzungen sich selbst helfen könnte. Dazu gehören Dialoge,Vertrauen, gemeinsames Handeln und etwas Zeit mit allen, ob Bewohner, Gastronom und Vermieter.
Arroganz und Ignoranz sind jetzt falsch am Platz. Soweit ich es in Erinnerung habe, war die Neustadt immer ein Zentrum eigener Ideen. Bitte diese wieder aufgreifen und sich selbst motivieren, sich wirtschaftlich bunt zu stärken.
Ich bin dabei.
Hä? Was ist daran neu? In meinen vier Jahren in der Neustadt hat alle paar Wochen ein Laden dichtgemacht und ein neuer kam rein. Steht jetzt jede Menge leer?
Gruß aus Berlin,
Stefen
Häh? Die Bewegung ist doch gerade das, was die Neustadt ausmacht. Mir gab’s eher zu wenige Wechsel in letzter Zeit – früher 2 Wochen im Urlaub auf Mykonos und nach Rückkehr 3 neue Läden ums Eck und 3 andere gab’s nicht mehr.
Und bei den BILD-Niedergangs-Beispielen gibt’s auch klare Gründe:
Surpreme: Hatten mal einige Klamotten-Labels exklusiv, jetzt nicht mehr und E-Commerce.
CupCino: Franchise-Problematika. Vorgeschriebenes Essen war mies, sonst alles gut. Schade.
Showbarr: keine Ahnung
Alaun-Schneiderei: Zieht einfach 3 Häuser weiter in die Räume von Surpreme
Bäckerei Claudius: Service und Produkte echt mies und dankenswerterweise jetzt genug nahe Alternativen
Der Werbeverein will sich doch bloß seine Arbeit von der Stadt bezahlen lassen.
[...] Dresden schrieb vor 2 Tagen die Dresdner Neustadt in die Krise. Das Neustadt-Geflüster und Die Neustadt fragten sich, ob dies stimmt und wie Auswege aussehen [...]
[...] der Zeitung über den angeblichen Niedergang der Dresdner Neustadt, der im Netz für kritische Kommentare gesorgt hatte. Nun durfte Frintert für die Zeitung am Samstag seine Sicht der Dinge [...]
Wieso gehjt die Neustadt zugrunde, wenn ein Laden schließt. Die Neustadt ist wohl mehr als ein paar Einkaufsmöglichkeiten. Mögen die Yuppies mit ihren Vermarktungskonzepten anders sehen. Mal ein kleiner Tipp an die Nasen: Seit Jahren wundere ich mich darüber, dass Dresden nicht seine Lage an der Bahnstrecke zwischen Berlin und Prag nutzt. Hier ließe sich ein junges, kulturinteressiertes Publikum “abschöpfen”…
bist du schon mal die strecke berlin-dresden mit dem zug gefahren? das spricht leider eher dafür, dass dresden von der bahn auf das abstellgleis gestellt wurde. ich mache auch die beobachtung, dass seid einiger zeit immer weniger touristen, mit dem zug auf dem weg nach prag, in dresden halt machen.
Puh, die „Krise“ ist überstanden – Bäckerei Claudius in der Görlitzer hat (mit neuer Verkäuferin) wieder geöffnet ;-)
Heute ist Kuchentag, 3 Stück für einsneunzig (aber unbedingt viel Kaffee dazu trinken).
Cool. Aber clevere Kunden der Bäckerei Claudius waren in den vergangenen Tagen auf das Hauptgeschäft in der Kamenzer ausgewichen.
[...] Wenn die Menschen sich in den Häusern verkriechen, sind die Wände die Letzten und die Ersten, die vom Sommer träumen. Welches Café, welche Typen standen hier Modell? Und: wird der Maler sein Werk jemals vollenden? Oder soll es uns erinnern, dass die Neustadt ein Ort in-the-making ist, ständigem Wandel unterworfen? Dann wäre es ja der ideale Meta-Kommentar zur jüngsten Neustadt-Debatte. [...]
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