REIHE
Cie. FREAKS UND FREMDE
HORCH & GUCK – LIVE-HÖRSPIELE
HEUTE: WBS 70 – Schön ist die Jugendzeit
WBS 70 – Schön ist die Jugendzeit
Wie sind wir zu denen geworden, die wir heute sind? Ein Junge im ostdeutschen Plattenbau sucht nach dem Sinn des Lebens. Er steht zwischen seinen Eltern, die sich trennen und balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Kindheitsträumen und einem brüchigen Alltag.
WBS 70 – Schön ist die Jugendzeit ist eine Erzählung, die eine Kindheit und ein Erwachsenwerden in einer ostdeutschen Kleinstadt unter die Lupe nimmt. – Wir haben über Sonnenallee gelacht, haben Claudia Rusch und Thomas Brussig gelesen. Was gäbe es über die Jugendzeit in der ehemaligen DDR noch Neues zu berichten?
Unser Projekt schildert einerseits ein Leben im Plattenbau aus der rückblickenden Perspektive eines damals acht- bis zwölfjährigen, andererseits verfolgt es Traumfäden des Aufwachsenden, die in die griechische Mythologie reichen, in amerikanische Filme der achtziger Jahre und in zeitlich schwer zu definierende Erinnerungen hineinragen.
Frieder Zimmermann und Heiki Ikkola haben aus dieser Erzählung, die sie bereits auch als Theaterfassung präsentiert haben, ein Live-Hörstück gemacht, das sich weder vor Intimität noch vor Pathos scheut.
Lachen und Weinen mit Frieder Zimmermann und Heiki Ikkola
Stimme, Geräusche Heiki Ikkola / Live-Musik Frieder Zimmermann
Wir danken Sabine Köhler, Anne Klein, Janny Fuchs, Kerstin Behrens und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Vorstellungen: Dienstag 14.2. 20.00 Uhr

Mit The Organ Hearts veröffentlichten Arms And Sleepers im Mai 2011 ihr drittes Album, das erneut unter der Mitarbeit von Ben Shepard (Uzi & Ari, Own Records) und Philip Jamieson (Caspian) entstand. Anders als auf dem Vorgängeralbum Matador rücken die Gitarren auf The Organ Hearts wieder weit in den Hintergrund und machen elektronik- und drumlastigen Strukturen Platz.
Pulsierende Beats und treibende Synthies, prägnante und eindringliche Songstrukturen und Melodien sowie die Intensität und die Vielschichtigkeit der Stücke geben dieser Musik ihren einzigartigen Charakter. Weich programmierte Electronica und surrende Synthesizer werden bei Live-Shows mit zugehörigen Visuals von organischen Post-Rock-Gitarrenspuren, Jazz-Trompeten und Perkussion-Sprengseln umspült: polarnahe Melancholie.
The Organ Hearts untermalt in drei Kapiteln die sich täglich ändernden, jahreszeitlich bedingten, Gemütszustände in uns, stellt eine filmartige Reflektion der damit einhergehenden Gefühle und Emotionen dar und vertont damit die Widersprüchlichkeit, die unser tägliches Leben umspannt: Freude und Leid, Klarheit und Verwirrung, Befriedigung und Sehnsucht.
Nichts ist sicher, aber auch nicht alles ist verloren. Der poetische Untertitel des Albums fasst es ganz schlicht zusammen: »The Things That Make Me Feel Weak And Strange Get Engineered Away.«
Donnerstag, 16.02.2012, erlebt ihr Arms and Sleepers im Thalia Kino. VVK: 10 Euro zzgl. Geb.

Sportsfreunde! Nach einem turbulenten Jahresauftakt geht es im Februar rasant weiter! Harry Bushh!! veröffentlichen ihre EP und PopGymnastik soll sie heißen. Natürlich wird so ein Anlass freizügig gefeiert. Am 11.02. laden die Jungs zu einem musikalischem Spitzenspiel. Erwärmen könnt ihr euch bei ihren Freunden von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi. Dass das nicht die einzige Überraschung bleibt, ist hoffentlich allen klar. Einlass nur mit Handtuch!
„Harry Bushh!! Live RAP mit BÄND “Durch die bunten Gassen der Dresdner Neustadt schlendern 6 neue Frisuren!”Nach dem Gewinn des „Sound of Dresden Band Slam 2011“ und dem „Sachsen Rockt Bandcontest“ joggen Harry Bushh!! selbstbewusst ihrem Ziel entgegen. In weißen Feinrips finden die Dresdner super 6 ihren Weg durch den Irrgarten der Stile, ohne wirklich treu zu klingen. Musiker, die ihr Handwerk verstehen und MCs – sportlich wie einst Turnvater Jahn mischen unterwegs köstlich fetten HipHop mit fetzigem Funk. Um sich deutlich vom Gangster-Image zu distanzieren, unterstreichen die Rapper Krause & Jazsi seit 4 Jahren mit deutschen Texten die positiven Aspekte des Alltags und unterhalten lebensbejahend.
„Weg vom Band – hin zur BÄND“, sagten sich die beiden Wortakrobaten Mitte 2009. In Andreas Müller (Rhodes/Synthesizer), Johannes Hautop (Gitarre,Produktion), Florian Salewski (Bass) und Jochen Benckert (Schlagzeug) fanden die Rapper neben Musikern mit Bühnenerfahrung und Charakter, Freunde die eine Leidenschaft teilen. Emotionsgeladen präsentiert das ActionRap-Kollektiv eine energetische Show voll Abenteuerlust und Grenzenlosigkeit.“
Wann? Samstag, 11.02.2012, ab 22 Uhr in der Groove station.

Bereits 2008 wurde Dominique Dillon de Byington alias Dillon als nächstes großes Indie-Ding vorausgesagt. Der Spiegel schrieb »Sie ist die 19-Jährige, deren Stimme man nicht mehr vergisst, wenn man sie einmal gehört hat. “Dillon” flüstert man sich in der Underground-Pop-Szene in Deutschland im Moment hinter der Hand zu. Ihre paar Songs empfiehlt man denen, die man wirklich mag.« und DJ Koze orakelte »Sie singt angenehm unperfekt und wahrhaftig. Sie hat Charakter. Ich finde sie gut. Sie hat eine schöne Zukunft vor sich.«
Mit Keyboard und Megaphon unter dem Arm reiste Dillon daraufhin kreuz und quer durch die deutsche Republik, begeisterte auf dem Melt! Festival und spielte im Vorprogramm von Tocotronic. Mit ihrer knappen, manchmal unfertigen, aber dennoch charmant auf den Punkt gebrachten Performance fand sie nicht nur überall neue Freunde, sondern auch mehr und mehr zu sich selbst und ihrem Songwriting.
Und nun endlich, mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums »This Silence Kills« (18.11.2011, BPitch Control), scheint die vorausgesagte schöne Zukunft der schönen Brasilianerin angebrochen zu sein.
Ihre Songs – hinreißend leise Lieder, die unbedingt ganz laut gehört werden sollten – verweilen irgendwo zwischen Chanson, Pop, Techno und digitalem Zirpen, ohne sich jemals wirklich für eine Heimat zu entscheiden. In ihrer Mitte schwebt Dillons variantenreiche Stimme und erzählt Geschichten von zurückgelassenen Zahnbürsten, Robotern auf der Suche nach Kristall, Berliner Bahnhofsarchitektur und Beinen die zu Spaghetti werden.
»Wenn das hier überhaupt noch Independent-Musik und nicht schon Liedkunst ist, dann vielleicht am ehesten Indie-Operette. Beschwingt und doch lakonisch, melodiös und gleichzeitig zäh wirken die Stücke, die zum Teil auch von Joanna Newsom am Klavier stammen könnten.« intro
»This Silence Kills ist viel unanstrengender als das aktuelle Björk-Album, vielschichtiger als das letzte von Feist und ebenbürtig mit allem, was Miss Li bisher gemacht hat.« musikexpress
Freitag, 17.02.2012 könnt ihr Dillon 22 Uhr in der Scheune erleben. VVK: 11 Euro zzgl. Geb.

Am Freitag ab 20 Uhr wird im Kunsthaus Raskolnikow zur Vernissage geladen. Im Rahmen eines Künstleraustauschprogramms Dresden – Rotterdam stellen Guido Reddersen und Esmé Valk aus. Grußworte werden von Frau Dr. Barbara Honrath, Goethe-Institut Niederlande, und Herr Martin Chidiac, Amt für Kultur und Denkmalschutz LH Dresden, gesprochen.
Frank Hohl
DEUTSCHLAND ERFINDET SICH NEU
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund inszenieren ein “Migrationstraining für Deutsche”
Jedenfalls jeden Mittwochabend im Kulturtreff Johannstadt in Dresden. Dort spielen zwölf Wahldresdner aus sechs Nationen durch, was es heißt, in Deutschland miteinander zu leben.
Für das Projekt „Deutschland erfindet sich neu!“, das unmittelbar anknüpft an das Buch von Hilal Sezgin „Manifest der Vielen: Deutschland erfindet sich neu“ hat der Theaterpädagoge Frank Hohl in Dresden seit Sommer 2011 theaterbegeisterte junge Ausländer und Deutsche gesucht. Lust auf Shakespeare sollten sie haben, denn „die größte Liebesgeschichte der Welt“, Shakespeares „Romeo und Julia“, sollte zum Spiegelbild für gegenwärtige Lebenserfahrungen und Lebensprobleme werden.
Die jungen Leute waren schnell gefunden. Nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Kennenlernens und erster gemeinsamer Improvisationen war allen klar: Eine eigene „tragische“ Liebesgeschichte hat jeder schon erlebt. Aber Shakespeares Drama birgt Fragen, die über das Persönliche hinausgehen. Fragen zum Beispiel nach Geschlechterrollen in verschiedenen Kulturen, nach sozialen Verhaltensmustern und nach Chancen für den Einzelnen, beiden zu widerstehen.
Während die elf jungen Leute mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sich darüber miteinander zu verständigen versuchen und dabei szenisch die unterschiedlichsten Haltungen durchspielen, schaffen sie eine Szenenfolge, die später Zuschauer an ihren Auseinandersetzungen teilhaben lassen soll.
Beteiligt sind: Ana Deassis, Anastazja Zydor, Beate Herrmann, Dani Böhme, Djoudi Benhacine, Jörg Landgraf , Katrin Wiedemann, Peter Wöckel, Sarah Osman, Margit Grunwald, und Yasemin.
Dramaturgie: Kerstin Behrens / Ausstattung: Rita Richter
Die interkulturelle Debatte wird unvermittelt Theater, das am 7. und 8. 2. 2012 um 20:00 im Kulturtreff Johannstadt und am 10. und 11. 2. 2012 um 20:00 im Projekttheater Dresden zu erleben sein wird.
Ein Projekt des Ausländerrat Dresden e.V. und dem Theaterpädagogischen Zentrum Dresden e.V. unterstützt von der Kulturstiftung Sachsen, Landeshauptstadt Dresden Amt für Kultur und Denkmalschutz und Lokalen Handlungsprogramm Dresden.
www.freier-theaterpaedagoge.de
Vorstellungen:
Freitag 10.2. 21 Uhr
Samstag 11.2. 21 Uhr
zum kosmopoli.TANZ

Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit (Friedrich Schiller)
Bum Tschack Disko – Alles wird schavi Dresdilla (frei nach Hugo Ball)
Die Party der Kunst- und Kulturszene für eine weltoffene Metropole der Kunst, Dresden.
Mit
RUDE HI-FI / BARRIOBEAT (Barcelona/Bologna/Dresden/World)
Urban Around the world Crossover–Jungle/Latin/Reggae
Macando Express (Dresden)
Cumbia meets Dub, Flamenco,Ragga, Latinoska
Herr Lehmann und sein Hund
Tangolounge in Kuhnts Clara: DJane Mara
Pflichttermin: Samstag, 11.02.2012, ab 22:00 Uhr Piranha Beat Klub – Theaterparty im Kleinen Haus!
Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth – das sind die fünf höchst unterschiedlichen Stimmen der Dresdner Lesebühne Sax Royal. Wie jeden Monat, so gibts auch im Februar in der Scheune einen bunten Strauß neuer Geschichten, Gedichte und Lieder in allen Farben: von tiefschwarzem Humor über Erzählungen aus blauen Nächten bis hin zu blutroten Revolutionshymnen. Auf eine Überraschung als Zugabe können sich die Zuschauer wie immer in der Bonusrunde freuen. Literatur in ungewungener Atmosphäre, für Herz und Hirn und alle Alters- und Einkommensklassen.
Sax Royal – Dresdner Lesebühne | 09. Februar | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune | VVK 5 Euro AK 7 Euro, erm. 5 Euro

Nora Gomringer schreibt klangvolle, sprachverliebte Gedichte, die nicht hermetisch sein wollen und oft viel Humor besitzen. Mit „Mein Gedicht fragt nicht lange“ werden die Einflüsse und die Entwicklung einer der wichtigsten jungen zeitgenössischen Lyrikerinnen deutscher Sprache sicht- und nachvollziehbar: Performance Lyrik, Poetry Slam, Rap, amerikanische Lyrik von Dorothy Parker oder Mark Strand, moderne Klassiker wie Ernst Jandl und Erich Kästner oder zeitgenössische Vorbilder wie Friederike Mayröcker.
Nora Gomringer, geboren 1980, ist Schweizerin und Deutsche. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, Auszeichnungen und Stipendien. Zuletzt veröffentlichte sie die Gedichtbände „Sag doch mal was zur Nacht“, „Klimaforschung“ und „Nachrichten aus der Luft“ bei Voland & Quist. Seit 2010 leitet sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Im Herbst 2011 erhält sie den Jacob-Grimm-Preis, der Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache ist.
Nora Gomringer ist am 08.02.2012 20.30 Uhr im Thalia Kino. VVK 6 Euro zzgl. Geb.

Bloodgroup haben sich 2006 während eines reichlich öden Wintertages an der Ostküste Islands erfunden, um Zeit totzuschlagen. Nachdem der Winter vorbei war, stand die Band beim Iceland Airwaves Festival das erste Mal auf einer Bühne. Zum elektronischen Dance Pop dieser Combo tanzten dann beim Roskilde Festival ein paar mehr Begeisterte mehr.
Ihr 2009 in Island erschienenes, zweites Album “Dry Land” wurde mit guten Rezensionen nur so überhäuft. Nun wird “Dry Land” erneut auf dem Label AdP-Records veröffentlicht und ist damit bereit, auch den deutschen Markt zu erobern.
Eingängiger Elektropop mit tanzbaren Beats und einer sympathischen Frauenstimme: ein bewährtes Rezept, das gut gemacht viel wert ist. Bloodgroup haben sich die Großen der Szene zum Vorbild genommen und gelten dabei selbst bereits als “one of the best live acts in Icelandic music.”
Das Konzert erlebt ihr am 11.02.2012 22 Uhr in der Scheune. VVK: 10 Euro zzgl. Geb.
Freitag 03.02.2012, 20:00 Uhr
Roter Salon – Leselounge, neue Musik, schräge Töne und Theater: Jolanda Querbeet – Suleika, die Prächtige

Orientalische Frauenmärchen.
Märchen von listenreichen, lustvollen, lachenden und lasterhaften Frauen aus den geheimnisvollen Gemächern des Serails der Tausend Schleier, spannend erzählt von Jolanda Querbeet
Eintritt 6/ 4 €
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Matthias Hübner / Alessandra Ameno
CELLO & TANZ
Konzert für Auge und Ohr
Der Cellist und Komponist Matthias Hübner studierte an den Musikhochschulen in Rostock und Dresden. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe und tourt durch Deutschland und Europa. Im Programm Cello & Tanz spielt er Klassische Stücke ( Ravel, J.S. Bach ) und Eigenkompositionen. Seine Musik lebt von abwechslungsreichen Klängen, effektreichen Loops und imposanten Sounds. Auch humorvolle “Geräusche” kommen dabei zum Einsatz. Seine Texte sind voller prickelnder Erotik, stimmen manchmal nachdenklich und laden zum Träumen ein.
Alessandra Ameno tanzt verschiedene Stilrichtungen. In ihrem unverkennbaren Tanzstil kombiniert sie die Sprache des Ausdruckstanzes mit Tanzstilen aus aller Welt. Sie trat bei verschiedenen Tanzfestivals auf und erarbeitet als Choreografin immer wieder neue Projekte.
Musik und Tanz verschmelzen zu einem kontrastreichen Programm mit lauten und leisen Tönen, Leidenschaft und getanzter Poesie zum Genießen und Träumen.
Cello/Gesang/Texte: Matthias Hübner- Cellomusik von Klassik bis Rock / Tanz: Alessandra Ameno
Veranstaltung: Mittwoch 08.2. 21.00 Uhr