Im Herbert- Wehner- Bildungswerk in der Kamenzer Straße 12 ist heute abend Prof. Dr. Udo Becker, Verkehrsökologe der TU Dresden zu Gast.
Er spricht über „Bäume oder Beton? Aktuelle Verkehrspolitik in Dresden“ – im besonderen Fokus der Veranstaltung stehen die Streitfragen der Bautzner (auch Thema in der heutigen Stadtratssitzung) und Königsbrücker Straße.
Beginn ist 18.00 Uhr, die Veranstaltung ist kostenfrei.
Nach einem erfolgreichen ersten Auftakt-Festival im vergangenen September findet vom 27.05. bis zum 05.06. das zweite Umundu-Festival statt.
Schwerpunkt ist das (ausserordentlich aktuelle) Thema „Nachhaltige Geldwirtschaft“.
Experten, wie Katharina Beck vom Institute for Social Banking (ISB), werden aufzeigen, wie wir mit der Wahl unserer Geldanlagen und der Form der Bankgeschäfte einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Wandel des Bankensystems leisten und persönlich profitieren können. (Dr. Patrick Ribeiro, Mitbegründer des Festivals)
Filme, Vorträge und Stadtführungen zu den Themen Ernährung, Mobilität, Energie und Textilien umfasst das Programm – detailliert nachzulesen unter folgendem Link.
Für Samstag, den 05.06. ist ab 13 Uhr ein OpenAir-Abschlussfest auf dem Martin-Luther-Platz geplant. Dort wollen sich Dresdner Vereine und Händler vorstellen und der Öffentlichkeit Möglichkeiten des nachhaltigen Konsums aufzeigen.
Ab dem 26.06. findet dann (wie vor einiger Zeit angekündigt) wöchentlich Samstags von 10-16 Uhr ein Wochenmarkt mit Produkten aus der regionalen Biolandwirtschaft und fairem Handel statt.
Ich habe vor kurzem eine Mail von der Initiative „Farbenfrohes Dresden“ erhalten, die mich um die Veröffentlichung und Verbreitung ihrer durchaus interessanten Idee gebeten haben – was hiermit geschehen soll:
Bunt mit Verantwortung
Wer viel druckt, sei es dienstlich oder privat, hat einen hohen Verbrauch an Druckerpatronen. Dass diese auch umweltbewusst recycelt werden können, wissen jedoch die wenigsten. Das weltweite IT-Unternehmen Hewlett Peckard (HP) bietet, um seinen Umweltauftrag zu erfüllen, seit einiger Zeit einen kostenfreien Abholservice für leere Druckerpatronen an. Obwohl die nötige Infrastruktur vorhanden und dieser Service für den Verbraucher komplett kostenlos ist, werden bisher nur vier Prozent aller HP-Druckerpatronen ordnungsgemäß, also umweltfreundlich entsorgt.
weiterlesen…
wär ich zehn jahr jünger, zöge ich nach friedrichstadt
Die Grün- und Freiflächen rund um den Kugelbrunnen am Martin-Luther-Platz sollen repariert und aufgewertet werden. Diesen Wunsch äußerten Bewohner und Grundstückseigentümer in einer Bürgerwerkstatt. Ob die Umgestaltung möglich ist, wird von Mitte März bis Mitte April im Auftrag des Stadtplanungsamtes geprüft. Geplant ist, in den Jahren 2011/2012 den Martin-Luther-Platz und die dazugehörigen Straßenzüge umzugestalten. Die Grün- und Freiflächen am Brunnen sollen zur gleichen Zeit umgestaltet werden, wenn dafür Städtebaufördermittel fließen.
Auch in der Nähe des Brunnens wird es übrigens bald wieder “fließen”. Das Gewerkel im ehemaligen Ma Cherie (vormals auch Lutherklause) ist dem geneigten Passanten kaum entgangen. Wir werden euch nicht auf dem Laufenden halten oder darüber berichten, welche coolen Typen dort demnächst welches Selbstgebraute verkaufen, da wir Angst um unseren bereits reservierten Stammplatz am Tresen haben.
Teil 4 unserer Reihe „Neustädter Vereinskultur stellt sich vor“.
Text: Sascha Kornek
Der Neustädter Verein Sukuma arts e.V. setzt sich seit 2007 für die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ein, z.B. für die Halbierung der weltweiten Armut. Sukuma will informieren und aufzeigen, was jeder in seinem Alltag für die Erreichung dieser Ziele bewegen kann. Um dabei neue, kreative Wege zu gehen und viele Menschen zu erreichen, schreibt der ehrenamtliche Verein z.B. den europaweiten Filmpreis „Sukuma Millennium Award“ aus, bei dem JEDER medienwirksam seine Idee für einen Werbespot – auf einer einfachen DINA4-Seite beschreiben – rund um die globalen Entwicklungsziele einreichen und mit prominenten Künstlern realisieren kann. Die besten Ideen von Teilnehmern aus ganz Europa wurden bisher u.a. mit künstlerischer Unterstützung von Gentleman (D), MIA (D) und Moby (USA) für die Kinos verwirklicht. Die Dreharbeiten zum aktuellen Siegerspot fanden an Originalschauplätzen in indischen Slums statt.
weiterlesen…
Wer oder was ist die Neustadt? Diese Frage stand am gestrigen Abend im Herbert-Wehner-Bildunsgwerk zu Anfang der Ausführungen Andreas Wurffs, des scheidenden Leiters des Stadtplanungsamtes. So mancher mag sich schon für besonders weltoffen halten, weil er weiß, daß sich das Gebiet in eine Äußere und Innere Neustadt gliedert. Doch die Projekte, die Wurff unter dem Titel „Visionen“ rekapitulierte, machten unmißverständlich klar: die Neustadt, das betrifft nicht nur ein paar Inseln der Glückseligen. Neustadt ist auch Jägerpark, ist auch Hafen-City, und vieles mehr, was man gemeinhin nicht mitdenkt beim Bild, welches das Wort „Neustadt“ evoziert.
Doch der Reihe nach. Der Abend begann mit einem Kurzfilm von Manfred Lauffer, der die Neustadt anno 1989 festgehalten hatte. (Angesichts der maroden Häuser kam ich nicht umhin, mich über die Formulierung eines „totsanierten“ Stadtteils zu wundern: die nur noch von massiven Stützbalken notdürftig zusammengehaltenen Häuser mit ihren wie Bienenstöcke an den Fassaden klebenden Außenklos und scheunentorgroßen Löchern in den Dächern zeigten einen Stadtteil kurz vor dem Kollaps.) Unterlegt mit einem psychedelischen Soundtrack, wurden die Bilder bisweilen von zeitgenössischen O-Tönen Walter Ulbrichts und Erich Honeckers sowie stalinistisch-leninistischen Partei-Hymnen konterkariert. So weiß ich nun, daß „‚Heimkommen‘ im Sozialismus eben nicht bedeutet, daß man vorgewärmte Filzpantoffeln vorfindet!”
Insgesamt eine authentische Dokumentation, die ins Bewußtsein rief, welchen Weg die Neustadt in den letzten zwanzig Jahren zurückgelegt hat – und die darauf einstimmte, daß in den nächsten zehn Jahren kein Stillstand zu erwarten ist. weiterlesen…
Hallo!
Zum Jahresende veranstalten wir noch einmal einen spannenden Vortrag zusammen mit der TUUWI mit dem Schwerpunkt Umwelt und Menschenrechte in Chiapas. Der Autor Klaus Pedersen wird für uns über die Schattenseiten des Naturschutzes in Mexiko berichten, die nicht selten die Vertreibung von Indigenen aus ihren Gebieten zur Folge haben – oder dienen die Ökoprojekte der lokalen Regierung dazu, lästige Kritiker loszuwerden? Helfen renommierte Umweltorganisationen unfreiwillig bei groß angelegten Menschenrechtsverbrechen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es am
8. Dezember 2009
19:00
im Hörsaalzentrum (HSZ) der TU Dresden
So schnell kann es gehen.
In einer Presseerklärung informiert die Stadt Dresden, das Frau OB Helma Orosz das Planfeststellungsverfahren, im Rahmen dessen interessierte Bürger ab kommenden Montag Einsicht in die Pläne hätten nehmen können, heute gestoppt hat.
Um ein aussichtsloses Planfeststellungsverfahren zu verhindern, hatte die OB in der sogenannten „Dresden Konferenz” mit SMWA und Landesdirektion festgelegt, dass erst die Prognosezahlen für 2025 ausgewertet werden müssen.
Die komplette Erklärung ist hier nachzulesen.
Update: Wie Konrad Gähler im Kommentar bemerkt, läuft das Planfeststellungsverfahren weiter (leider hat die Presseabteilung der Stadt vergessen, dies mitzuteilen).
Einzelheiten dazu stehen auch hier.
Konrad Gähler hatte es gestern abend bereits kommentiert, der Trouble um den Ausbau der Königsbrücker Straße geht in die nächste Runde.
Man hätte es ja eigentlich wissen müssen.
Laut SZ von heute will der Freistaat Sachsen, dessen Fördermittel zwingend notwendig sind für den Ausbau, erneut die Förderung verweigern. Verantwortlich dafür ist das Wirschaftsministerium, bisher SPD-, jetzt FDP geführt.
Begründung: „Eine zweispurige Lösung verbessert die Verkehrssituation nicht ausreichend und ist damit nicht förderfähig.“
So einfach geht das; fast. Angeblich wartet man noch auf die Verkehrsprognose im nächsten Mai, die dann die Zahlen von 2025 bringen, für die man erwartet (!), das das Verkehrsaufkommen auf der Königsbrücker zukünftig steigen wird (?).
Also wieder zurück auf Null, laut werden, mit Fahrraddemos zur Primetime die Königbrücker blockieren, informieren und Einspruch erheben?
Weitere Vorschläge, Ideen?
Dem aktuellen Amtsblatt (.pdf, Seite 13) ist zu entnehmen, das das Planfestellungs- vorhaben für den Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee beantrag wurde.
Vom kommenden Montag (09. November) bis zum 09. Dezember kann jeder interessierte Bürger die Planunterlagen beim Straßen- und Tiefbauamt der Stadt in der St. Petersburger Straße 9, 01069 Dresden, Zimmer K 315, Mo / Mi / Fr 9-12 Uhr und Di / Do 9 – 18 Uhr einsehen und bis zum 23. Dezember seine Einwendungen geltend machen.
Während die SZ in der letzten Woche noch erfolglos in der Stadtverwaltung nachfragte, welche der beiden Varianten, die zwei- oder die vierspurige, eingereicht würden, kann sie heute mitteilen, das die Königsbrücker zweispurig ausgebaut werden wird.
Dies bestätigte der Baubürgermeister Jörn Marx (CDU).
weiterlesen…
… das wäre eine Reihe für sich. Wie oft entdecke ich ein Hinterhofkarrée, das die Bewohner zu ihrem ganz eigenen Stückchen Paradies gestalteten. Für die schönsten Blüten braucht es nicht viel Raum, wie gestern ein Blick vom Blumenau Curry & Co. aus offenbarte …
Es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist. Was die Möglichkeiten seiner Schönheit betrifft, so ist seine Ausdehnung so gleichgültig, wie es gleichgültig ist, ob ein Bild groß oder klein, ob ein Gedicht zehn oder hundert Zeilen lang ist.
~ Hugo von Hofmannsthal
