
“Poetry Slam – Dead or Alive” ist ein Dichterwettkampf der besonderen Art: Vier der populärsten Slam-Poeten Deutschlands treten am 30. März im Kleinen Haus mit ihren besten Texten gegen verstorbene Dichter an, die von Schauspielern des Dresdner Staatsschauspiels verkörpert werden. Die quicklebendigen Dichter sind der Performance-Poet Harald Kienzler aus Tübingen, die poetische Nachwuchshoffnung Josefine Berkholz (Foto) aus Berlin, die Kölner Autorin Anke Fuchs und das Berliner Slam-Urgestein Felix Römer. Die Schauspieler in den Rollen der toten Dichtergrößen sind Cathleen Baumann, Benjamin Höppner, Antje Trautmann und Sebastian Wendelin. Wie immer beim Poetry Slam entscheidet am Ende allein der Applaus des Publikums darüber, welcher lebendige oder tote Poet sich am Ende als Sieger den Lorbeerkranz aufsetzen darf. Durch den Abend führen Michael Bittner und Stefan Seyfarth, die Moderatoren des LivelyriX Poetry Slams in der Scheune.
Poetry Slam – Dead or Alive | 30. März | Freitag | 20 Uhr | Kleines Haus | ermäßigt 6,50 Euro / normal 18 Euro | Karten beim Staatsschauspiel online oder an den Theaterkassen erhältlich
Nino Haratischwili wurde 1983 in Georgien geboren. Dort begann sie 2000 auch mit ihrem Studium der Filmregie und nahm 2003 ein Studium für Theaterregie an der Theaterakademie Hamburg auf, welches sie 2007 erfolgreich abschloss. Neben Theaterstücken schreibt die Georgierin auch Prosa, ihr Roman „Mein sanfter Zwilling“ wurde 2011 mit dem Hotlist-Preis der Independent-Verlage
ausgezeichnet. Aus diesem Werk wird die Autorin an diesem Abend im Literaturhaus Villa Augustin lesen.
Der Roman handelt von einer Liebe zwischen zwei Menschen, die sich wegen des
Schicksalsschlages, der sie zusammengeschweißt hat, unmöglich lieben können.
„Mein sanfter Zwilling“ erzählt die Geschichte großer Gefühle und fataler Leidenschaft
und enthüllt dabei ein vielschichtiges Familiendrama. Moderation: Michael G. Fritz.
Datum: 29.03.2012
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Literaturhaus Villa Augustin, Antonstr. 1, 01097 Dresden
Eintritt: 4 €, ermäßigt 2,50

Das Slam-Poetry-Team Mikrokosmos besteht aus Daniel Hoth und Sarah Bosetti. Auf der Bühne sind sie ein Lyriker und eine Prosarierin. Man mag meinen, das passe nicht zusammen. Aber man mag ja so einiges. Außerdem mögen sie einander in geradezu unverschämtem Maße, was ja auch schön ist. Sarah Bosetti und Daniel Hoth sind Slam-Poeten aus Berlin und die Gewinner sämtlicher Bühnen- und Literaturpreise von morgen. Wer das zu bestreiten gedenkt, der beweise zuerst das Gegenteil. In der Groovestation präsentieren sie ihr neues Programm „Wir haben Angst vor euch“. Es gibt Gedichte und Geschichten über die Notwendigkeit unnützer Phobien, die Schönheit dicker Decken, den Marktwert geklauter Toupets und über einen ominösen Hamster.
Los geht es 20 Uhr in der GrooveStation.
Die Dresdner Autoren Jenny Salice, Steffen Heidrich, Marit Heuß und Cosmo von der Beerenburg erschaffen gemeinsam mit dem Trompeter Markus Kliesch Räume aus Klang und Wort.
Die Autorengruppe „Dichte Töne“ gestaltet bereits zum siebten Mal eine Text-Klang-Collage aus neuester Dichtung der vier Dresdner Autoren und den Klängen der Trompete von Markus Kliesch. Dabei ist die Musik nicht nur bloßes Zwischenspiel sondern wesentlicher Bestandteil dieser Symbiose aus Text und Ton. Sie interpretiert, kommentiert, ergänzt und widerspricht der Sprache mit ihren eigenen Mitteln. Die so entstehende Klanglesung zeigt ganz neue Perspektiven von Sprache, Dichtung und Literatur auf.
Eine Veranstaltung der Autorengruppe „Dichte Töne“
Datum: 22.03.2012
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Literaturhaus Villa Augustin, Antonstr. 1, 01097 Dresden
Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €
1933 kam es in Dresden zu den ersten Bücherverbrennungen. SA-Leute verbrannten am 8. März im Beisein großer Menschenmengen die ihnen verhassten Bücher publikumswirksam auf dem Wettiner Platz. Die Bücherverbrennungen waren ein symbolischer Akt der nationalsozialistischen Bewegung und Gesinnung. Viele weitere sollten deutschlandweit folgen.
Die „Unabhängige Schriftsteller Assoziation Dresden e.V.“ veranstaltet anlässlich dieses
wichtigen geschichtlichen Tages eine Lesung im Literaturhaus Villa Augustin. Uta Hauthal
und Ju Sobing lesen Texte von Nelly Sachs und Rudolf Braune. Norbert Weiß hält die Einführung.
Ort: Literaturhaus Villa Augustin
Datum: 15.03.2012
Beginn: 19.00
Eintritt: frei

Frank Schulz flüstert & brüllt … rapt & niest … imitiert Vogelstimmen & spielt Lufttischtennis … kurzum: liest aus seinem neuen Roman Onno Viets und der Irre vom Kiez. Es gibt Italo Svevos Zeno Cosini, es gibt Ingvar Ambjörnsens Elling, es gibt Sven Regeners Herrn Lehmann, es gibt Eckhard Henscheids Herrn Jackopp – und ab sofort gibt es auch noch Onno Viehs.
Was passiert, wenn einer wie Onno zum ersten Mal in seinem Leben eine richtig gute Idee hat?
Mitte 50, Hartz-IV-Empfänger, leicht phobisch und Noppensockenträger, bekennender Nichtschwitzer und doch ungeschlagener Meister einer Hamburg-Eppendorfschen Ping-Pong-Runde – das ist Onno. Und pleite. Zudem hat er das Finanzamt im Nacken, und es »droht« der runde Geburtstag seiner Frau Edda. Rettung verspricht eine Eingebung aus dem Fernsehen: Er wird Privatdetektiv!
Seine geplagten Sportsfreunde ahnen Ungutes. Aus langjähriger Erfahrung. Einer von ihnen verhilft ihm dennoch zum ersten Fall: Der Popmagnat und Juror einer Porno-Castingshow argwöhnt Untreue seiner aktuellen Flamme, der Burlesque-Tänzerin Fiona Popo. Onno soll ein Beweisfoto von ihr und dem Liebhaber liefern. Schon bald bekommt Onno Nick Dolans Nebenbuhler zu Gesicht. Der Kerl mit dem Spitznamen »Händchen« ist zwei Meter groß, 130 Kilo schwer und die gefürchtete rechte Hand eines Hamburger Kiezoligarchen…
Was passiert, wenn ein Autor wie Frank Schulz zum ersten Mal im Leben seine wild wuchernde Phantasie und Sprachlust mit der spannungsgeladenen Handlung eines Thrillers kombiniert? – Schafft der Leser nicht, das Buch rechtzeitig zuzuschlagen, wird er hineingerissen in einen Strudel aus Verrat und aberwitzigen Dialogen, abgründigen Milieustudien und unvergesslichen Figuren, Hochspannung und Situationskomik.
Hört mehr von Onno Viets und der Irre vom Kiez am 14.03.2012, 20.30 Uhr im Thalia Kino. VVK 8 Euro zzgl. Geb.
1933 kam es in Dresden zu den ersten Bücherverbrennungen. SA-Leute verbrannten am 8. März im Beisein großer Menschenmengen die ihnen verhassten Bücher publikumswirksam auf dem Wettiner Platz. Die Bücherverbrennungen waren ein symbolischer Akt der nationalsozialistischen Bewegung und Gesinnung. Viele weitere sollten deutschlandweit folgen.
Die „Unabhängige Schriftsteller Assoziation Dresden e.V.“ veranstaltet anlässlich dieses
wichtigen geschichtlichen Tages eine Lesung für Schulklassen.
Uta Hauthal und Ju Sobing lesen Texte von Nelly Sachs und Rudolf Braune. Norbert Weiß
hält die Einführung.

Ort: Literaturhaus Villa Augustin
Datum: 13.03.2012
Beginn: 10.00
Die fünf Autoren der Lesebühne Sax Royal laden wie immer am zweiten Donnerstag des Monats zur literarischen Leistungschau in die Scheune ein. Michael Bittner ist Spezialist für politische Satiren. Julius Fischer treibt in seinen philosophischen Alltagsbetrachtungen gerne die Kunst der Abschweifung auf die Spitze. Roman Israels Gedichte und Geschichten sezieren mit finsterem Witz die groteske Realität. Max Rademann zaubert aus dem Alltag des Lebenskünstlers wunderbar selbstironische Miniaturen. Und Stefan Seyfarth klaubt mitreißende Lyrik frisch vom Asphalt der Großstadt. Wie immer dürfen sich die Fans außerdem auf eine besondere Zugabe freuen. Diesmal stellt Roman Israel sein neuestes Projekt, ein brandneues Bändchen mit heiteren Geschichten, vor.
Sax Royal – Dresdner Lesebühne | 08. März | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune | VVK 5 Euro AK 7 Euro, erm. 5 Euro

Wann ist denn nur alles so kompliziert geworden?
Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so. Quarterlife Crisis: Darf man die zahllosen Möglichkeiten des Lebens einfach ignorieren und wie ungebetene Gäste vor der Tür stehen lassen? Wie kann man der Liebe vertrauen, wenn man nicht mal sich selbst vertraut? Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Und was fangen wir mit den nächsten zwei Dritteln des Lebens an?
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»Eine Frau spürt so was nicht« sind Geschichten wie ein Großstadtleben: Da ist das Mädchen, das sich über die Welt wundert, denn ihre Eltern behaupten zwar,sie lieben sie, schicken sie aber dennoch in die Schule. Da ist die Frau, die auf eindrückliche Weise lernt, warum es Beziehung heißt und nicht »Beliebung« oder die, die sich wünscht, der Ex solle sich fortpflanzen – ganz weit fort. Und dann die »Pärchenpest« mit ihrem Liebesgesäusel, das sogar Spinnen dazu bringen kann, sich im eigenen Netz zu erhängen. Schließlich die Mutter, die Zwillinge bekommt, die zu echten »Flegelfällen« werden – Kirsten Fuchs’ Alter Ego bleibt nichts erspart.
Kirsten Fuchs wurde in Karl-Marx-Stadt geboren und ist in Berlin aufgewachsen. 2003 gewann sie den renommierten Literaturwettbewerb »Open Mike«. Kirsten Fuchs war Mitglied verschiedener Berliner Lesebühnen, seit 2008 liest sie bei der Chaussee der Enthusiasten. Von 2003 bis 2005 war sie Kolumnistin für die taz. Seit 2007 schreibt sie für Das Magazin. Zuletzt erschienen: »Die Titanic und Herr Berg«, »Zieh dir das mal an!«, »Heile, heile“ und »Nicht der Süden« (zusammen mit Volker Strübing).
Kirsten Fuchs ist am 07.03.2012 im Thalia Kino. Los geht es 20.30 Uhr. VVK 6 Euro zzgl. Geb.
+++ZUSATZTERMIN: Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es am 27.04.2012 einen Zusatztermin für Kirsten Fuchs. Karten sind ab sofort im Thalia oder online erhältlich. Mehr dazu auch auf Facebook.+++
Immerhin drei Jahre gab es die Buchbar im Sonnenhof. Kürzlich vermeldete das hauseigene Blog das Ende des Ladens und Lesecafés. Stattdessen soll dort demnächst eine Lederschneiderei mit Schauwerkstatt einziehen, die von Thomas „Schmuddl“ Templin betrieben wird. Ein Name steht noch nicht fest, vielleicht wird dieser sich aber an die Tradition des Ortes halten und „machbar“ lauten.
Übrigens: die Räumlichkeiten sollen weiterhin für Veranstaltungen genutzt und vermietet werden. Bei Interesse kann man sich gerne an den Laden wenden.
In der Reihe “LivelyriX Poetry unlimited” gastieren die amtierenden deutschsprachigen Poetry-Slam-Champions, das Team Totale Zerstörung, bestehend aus Julius Fischer und André Herrmann, am 22. Februar in der Groovestation. Das Duo setzte sich mit ihren witzigen, mitreißenden und geistreichen Texten 2011 im Finale der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften gegen die gesamte Konkurrenz durch. In ihrer brandneuen Show gibts die besten Teamstücke und Solotexte der beiden und allerlei sonstige Überraschungen.
Julius Fischer ist auch Autor der Dresdner Lesebühne “Sax Royal”, der Leipziger Lesebühne “Schkeuditzer Kreuz” und der Berliner Lesebühne “Lesedüne”. Zusammen mit Christian Meyer bildet er zudem die bestens bekannte komische Band “The Fuck Hornisschen Orchestra”. André Herrmann liest monatlich bei der Lesebühne “Schkeuditzer Kreuz”, betätigt sich als Blogger, gewinnt Poetry Slams in der ganzen Republik und ist Träger des Michael-Lindner-Preises 2009. In Planung befinden sich mehrere nerven- und buchmarkterschütternde Romane, ein Progressive-Rock-Album und die Anschaffung einer Katze.
LivelyriX Poetry unlimited: Team Totale Zerstörung (Julius Fischer + André Herrmann) | 22. Februar | Mittwoch | 20 Uhr | Groovestation | VVK 5 Euro AK 7 Euro