OBSERVATION No.2 – „Sunny Afternoon“ (2011)

© Wieland Schmidt
Das Herz in die Hose gerutscht war heute früh Superintendent Albrecht Nollau. Zumindest sah es so aus, als er auf dem Martin-Lutherplatz am Stand von Sukuma ein Pläuschchen hielt. Anlaß war der 1. Dresdner Bio-Fair-Wochenmarkt, der hier jetzt regelmäßig stattfinden soll.
Inwiefern spielt der Kirchentag für die Neustädter eine Rolle? Seid Ihr dem Aufruf gefolgt, Betten zu stellen? Werdet Ihr selbst am Programm des Kirchentags teilnehmen?
Das Gebiet zwischen der Post und der Schauburg hat ja immer so etwas von einem Hinterland; wenn von der Neustadt die Rede ist, wird jedenfalls oft eine Art imaginärer Grenze (mit der Königsbrücker Straße als Demarkationslinie) gezogen. Dabei gibt es hier durchaus interessante Entdeckungen zu machen.
Die Ecke Schwepnitzer Straße/Schönbrunnstraße fällt durch das ungewöhnliche, retrohafte Ladenschild mit der Aufschrift „Tachometerdienst“ auf. Manchmal machen es sich auf dem Eckbalkon darüber auch Leute gemütlich. Gestern fiel mir aber das zum ehemaligen Laden gehörige Schaufenster auf, in dem der Künstler Thomas Bachler eine Mini-Ausstellung zum Thema Pouva-Kameras eingerichtet hat:
Seit kurzem hängt an meinem Haus, auf Überkopfhöhe, diese Fliese.
Ich frage mich: Ist das Street Art? Oder ein Zinken von fahrendem Volk, dass man hier mildtätig empfangen wird? In dem Fall stünde ja zu befürchten, dass das Rotwelsch auch schon von Anglizismen durchwandert ist. Sachdienliche Hinweise bitte in die Kommentare.