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Viertel.Dollar – Die bargeldlose Neustadt-Mark unterstützt Handel und Kreativwirtschaft

von SalvadorDD am 17 Oktober 2011 9 Kommentare

Vor gut zwei Monaten saß in der Planwirtschaft eine bunte Runde zusammen und diskutierte Ideen für Projekte, die dem Handel, der Kreativwirtschaft und den Bewohnern der Neustadt gleichermaßen Vorteile bringen können. Mit dabei waren unter anderem Kreative wie Daniel Scholz und Christine Robock, Vertreter von der Werbegemeinschaft Dresden Neustadt aber auch nicht angeschlossene Händler sowie Onliner und Marketing-Menschen (zu denen ich mich jetzt mal zähle). Eingeladen hatte der Geschäftsführer der auf bargeldlosen Zahlungsverkehr spezialisierten Secupay AG, Hans-Peter Weber, auch er ein Langzeit-Neustädter.
Im Zentrum der Überlegungen stand die bei Secupay immer wieder diskutierte Idee, den Gedanken der früheren Neustadt-Mark ins bargeldlose Zeitalter zu hieven.

Die Neustadt Mark von 1990

Herausgekommen ist an jenem Abend das Grundgerüst für das Projekt “Viertel.Dollar” und tatsächlich steht es kurz vor seiner Umsetzung.

Was ist VIERTEL.DOLLAR?

VIERTEL.DOLLAR ist – trocken gesagt – ein bargeldloses Zahlungssystem für die Äußere Neustadt, das zunächst auf Basis von EC-Karten-mäßigen Gutscheinkarten funktioniert, die bei allen teilnehmenden Händlern und Kneipen gekauft, aufgeladen und eingesetzt werden können. Leute, die bevorzugt ohne Bargeld unterwegs sind (dazu zähle zum Beispiel ich), können mit der Gutscheinkarte den Friseurbesuch, das letzte Bier oder die Frühstücksbrötchen bezahlen. Ich hoffe jedenfalls schwer, die Bäcker machen mit, denn wer nimmt schon gerne Münzgeld mit zum Joggen? Außerdem ist die Karte natürlich ein ideales Geschenk für alle Dresdner! Wer ist schon 100%ig darüber im Bilde, ob der Kumpel seine Klamotten aktuell lieber bei Tragbar, Hugo Boss oder Louisen-Kombinaht kauft oder welcher Plattenladen die neue Beastie Boys als erstes auf Vinyl reinkriegt?

Die Gutscheine werden im Geldkartenformat produziert und es wird diverse Motive von Neustädter Kreativen geben (Fotografen, Maler, Designer). Außerdem fließt mit jeder Bezahlung ein Teil (1,5%) in gemeinnützige oder kreative Projekte im Viertel. Vom Kinderspielplatz über einen Sportverein bis zur Kunst-Aktion ist alles denkbar. Bisher sehen die Planung vor, dass mit einer Zahlung jeweils eins von drei vorgeschlagenen Projekte unterstützt werden können, die sich quartalsweise ändern. Bis zu 12 Projekte werden so im Jahr finanziell unterstützt.

Wir wollen Kunden von außerhalb für Händler und Gastronomen gewinnen und gleichzeitig etwas für kreative und gemeinnützige Projekte tun. Es gibt immer noch ein ganz besonderes Wir-Gefühl innerhalb des Viertels, darum sollen alle Maßnahmen interaktiv und transparent mit allen Beteiligten geplant werden“, formuliert das Hans-Peter die Projektziele ehrgeizig!

Für jeden teilnehmenden Händler unterstützt VIERTEL.DOLLAR die Weihnachtsbeleuchtung.

Nach wenigen Gesprächen gibt es wohl bereits eine Reihe spontaner mündlicher Zusagen, sich an dem Projekt beteiligen zu wollen, so z.B. von Büchers Best, Cafe Continental, Cafe Europa, Catapult, Downtown, Louisen-Kombinaht, Myrelle und Tragbar. Für die Händler entstehen beim Einsatz keine Einrichtungskosten oder Grundgebühren. Für jeden Händler, der sich in diesem Jahr beteiligt, unterstützt VIERTEL.DOLLAR sogar die Weihnachtsbeleuchtung in der Äußeren Neustadt mit 50,00 Euro! Finanzieren soll sich VIERTEL.DOLLAR durch eine Umsatzprovision. Zusammen mit der Spende an den guten ZWeck, zahlt der Händler jedoch nicht mehr als bei der Zahlung mit Kreditkarte.

In der kommenden Woche sind Gespräche mit vielen weiteren Händlern und den ersten gemeinnützigen Projekten geplant.

Interessenten melden sich unter: 0351 – 8107879

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9 Kommentare »

  • Uwe Werner sagte:

    Eine gute Idee, die auch schon in vielen anderen Städten und Gemeinden seit Jahren funtioniert. Wieso die Dresdner da jetzt darauf kommen, will sich mir nicht ganz erschließen.
    Es ist nicht nur bequem, sondern fördert auch den lokalen Händler um die Ecke.
    In wieweit da nun aber die Kreativwirtschaft gefördert wird, erschließt sich aus dem Artikel leider nicht, außer das ein maler vielleicht sein Konterfei dort abgebildet sieht.

  • Christine Robock sagte:

    Hallo Uwe,

    Zitat aus dem Text:

    “Außerdem fließt mit jeder Bezahlung ein Teil (1,5%) in gemeinnützige oder kreative Projekte im Viertel. Vom Kinderspielplatz über einen Sportverein bis zur Kunst-Aktion ist alles denkbar.”

    Diese Projekte beziehen sich NUR auf den Stadtteil Dresden-Neustadt und jeder kann sich da beteiligen, sprich: sein Projekt vorstellen oder abstimmen, welches der vorgestellten Projekte unterstützt werden soll. Es gibt gerade in der Dresdner Neustadt soviele tolle Projekte und viele Künstler – diese zu unterstützen ist ein Hauptpunkt des Viertel.Dollars

  • Uwe Werner sagte:

    Hallo Christine,

    das ist eine feine Sache soziale Projekte zu unterstützen, hat aber in der Definition nichts mit der Kreativwirtschaft zu tun. Insofern ist entweder falsch zitiert, oder falsch formuliert worden. Wobei “Kreativwirtschaft” ist gerade so ein schöner in-begriff, da springt ja jeder drauf an (siehe mich) :)

  • sebastian sagte:

    hallo uwe, es geht ja nicht nur um “soziale” projekte sondern auch ausstellungen, museen, webprojekte, brn-aktionen, kreative baumaßnahmen, theaterprojekte, bands – also absolut kultur- und kreativwirtschaft

  • Kurz und schmerzlos | Die Neustadt sagte:

    [...] Mitarbeiter und viele Partner hier schon ewig leben) und beispielsweise mit dem Viertel.Dollar neue Technologien im Live-Einsatz testen. Das Gute ist, dass Secupay ein Kunde der die Agentur [...]

  • Auf ein Neues: Wie es auf DieNeustadt weitergeht. Helfer und Ideen gesucht. | Die Neustadt sagte:

    [...] den letzten zwei Monaten trafen sich – wie ja bereits beschrieben – in wechselnder Besetzung Kreative, Gewerbetreibende, Künstler und Einwohner in der [...]

  • Kreative und soziale Projekte zur Förderung durch den Viertel.Dollar können sich noch bis Mittwoch melden | Die Neustadt sagte:

    [...] Wie bereits beschrieben, gehen bei jeder Zahlung mit der Nachbarschaftswährung Viertel.Dollar (Start voraussichtlich diese Woche Freitag) 1,5% an soziale oder kreative Projekte. Je Quartal stehen drei Projekte zur Auswahl, Karteninhaber können auf der Website selbst bestimmen, an welche Einrichtung ihre Zahlungen gehen. Bei Zahlungen ohne vorherige Auswahl wird das Geld auf alle drei Projekte verteilt. [...]

  • Viertel.dollar-CityCard in Kneipen und Bars | Die Neustadt sagte:

    [...] sich diesmal anders. Michael Kral, der Designer des Motivs, ließ sich durch die damalige Neustadt-Mark und den Dollar (-Schein)  inspirieren. Wir finden das Ergebnis mehr als gelungen und möchten [...]

  • Projekte in der Neustadt – für die Neustadt | Die Neustadt sagte:

    [...] die erste Spendenrunde beim Viertel.dollar haben sich drei wirklich wertvolle Projekte gefunden, für die auch unabhängig vom [...]

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