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„Böhmische 21“ – Lesung mit Edward Güldner

von am 16 Februar 2011 3 Kommentare

Bei Hinterhöfen hatte ich immer die Vorstellung von dunklen Löchern, in denen kein Grün eine Chance hat und das Tageslicht sich nur an den oberen Rändern der Dächer zeigt, bewohnt von lichtscheuen, düsteren Personen; kannte ich doch hauptsächlich die trostlosen, aneinandergereihten Berliner Gevierte und in Dresden nur einige Höfe in Pieschen, so war ich überrascht, hinter dem geduckten, von Kindern bunt beklecksten Häuschen, einen hellen, großen Hof zu finden, in dem Blumen, Sträucher und Bäume wuchsen und in den die Zweige einer mächtigen Kastanie ragen …”

„Böhmische 21“ ist ein gefragter Klassiker der Neustadt-Literatur.
Das Buch erschien erstmals 1998 im Ibis-Druck in einer Auflage von 200 Exemplaren, die schnell vergriffen war.
Anhand eines Hinterhauses in der Böhmischen Straße 21 werden in Kurzgeschichten verschiedene Typen, Lebensstile und Neustadtklatsch beschrieben. Ein inzwischen schon historisches Buch über eine Neustadt, die es so nicht mehr gibt.

Jetzt hat der Radebeuler Notschriften-Verlag unter Verwendung der originalen Bleistiftzeichnungen des damaligen „Neustadtmalers“ Rainer Wriecz, der im Sommer 2010 mit nur 51 Jahren unwartet starb, eine neue Ausgabe aufgelegt.

Der Autor Edward Güldner liest am 25. Februar um 20.30 Uhr im Büchers Best in der Louisenstraße 37 aus „Böhmische 21“ und „Flussufer“, musikalisch begeleitet von Norbert Jäger (Stern Meißen).
Eintritt: 5 / ermäßigt 3 Euro.

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3 Kommentare »

  • AntonLauner sagte:

    Kann ich nur Wärmstens empfehlen. Hab das Buch in einem Ritt verschlungen. Muss es gleich mal wieder raussuchen.

  • malle sagte:

    ich stimme meinem vorredner in allen punkten zu. ein wirklich grandioses buch.

  • „Aus dem Eckhaus“ – Autorenlesung mit Peter Biele | Die Neustadt (author) sagte:

    [...] der Lesung des Neustadtklassikers „Böhmische 21“ vor einigen Wochen setzt das Büchers Best seine Reihe „Heimatliteratur“ mit dem Roman [...]

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