Home » Bildung, Kunst, Politik, Protest, Vereine, Zukunft

Bürger.Courage installieren Stele auf dem Martin-Luther-Platz

von am 4 August 2010 21 Kommentare

Stele

Heute morgen gegen 9 Uhr hat der Verein Bürger.Courage auf dem Martin-Luther-Platz eine weitere der geplanten 18 Stelen installiert.

Insgesamt 18 aus Beton gegossene, ca. 600 kg schwere stilisierte Messer will der Verein zusammen mit dem Künstler Johannes Köhler in Gedenken an die am 1. Juli 2009 in Dresden ermordete Ägypterin Marwa El Sherbini in Dresden errichten.
Ganz soviele werden es nicht werden – die vor dem Landtag und der Staatskanzlei geplanten Stelen wurden nicht genehmigt.

Bürger.Courage möchte mit der Aktion „18 Stiche“ zeigen, dass der Mord an Marwa nur der traurige Höhepunkt von vielen, alltäglichen rassistischen und fremdenfeindlichen Übergriffen ist. Die 18 in Beton gegossenen Messer symbolisieren die unzähligen kleinen Stiche, die viele Minderheiten in Deutschland tagtäglich psychisch oder physisch ertragen müssen – durch Vorurteile oder gar Hass gegenüber AusländerInnen, Homosexuellen, MuslimInnen bzw. anderen Religionsgruppen oder auch gegenüber alternativen Lebensweisen.

Inzwischen wurden 5 Stelen im Stadtgebiet umgeworfen und zerstört, die SOKO Rechtsextremismus des Landeskriminalamtes ermittelt und trotz umfangeicher Videoüberwachung vor dem Hauptbahnhof und in der Prager Straße hat man keine Spur.

Nach Aussage des Vereins bleiben die zerstörten und gesicherten Stelen weiterhin an ihren Installationsorten erhalten.

Ergänzung: Bürger.Courage ist ein Verein, bei dem wie so oft ehrenamtlich gearbeitet wird und der sich durch projektbezogene Förderung und Spenden finanziert.
Die Materialkosten für die Stelen wurden zu einem großen Teil gesponsort, ebenso der Transport.
Wer sich in irgendeiner Form beteiligen kann und die Idee unterstützen möchte, ob finanziell oder materiell, kann gern hier weiterlesen.

Die Stelen haben nur eine begrenzte Standzeit, die Genehmigung der auf dem Martin-Luther-Platz installierten läuft Anfang September aus, dann wird sie wieder abgebaut.
Bisher ist noch nicht klar, was anschließend mit den Stelen passieren soll.
Idealerweise findet sich jemand mit einem (Privat-)Grundstück, der Platz und Interesse hat, die Stelen aufzunehmen und aufzustellen oder es findet sich eine Idee für ein öffentliches Grundstück, was, natürlich vorbehaltlich dann zu beantragender Genehmigungen – aber auch das muß erst gefunden werden.

Aber vielleicht haben ja unsere Leserinnen und Leser eine Idee?

Und letztlich wird noch nach einer Idee gesucht, die Stele am Landgericht fest zu installieren, nur ist noch nicht genau klar wie das am besten zu bewerkstelligen ist – wer da irgendwie vom Fach ist und Ideen oder geben kann, meldet sich am besten mal beim Verein, die Kontaktdaten gibt es hier.

Ähnliche Artikel

21 Kommentare »

  • Jan-Thomas sagte:

    Ich hab noch mal einige Sätze im Anhang ergänzt

  • stefanolix sagte:

    Mit allem Respekt vor der ermordeten Marwa El-Sherbini, vor ihrem schwerverletzten Mann und den Hinterbliebenen: ich finde die Aktion zwar gut gemeint, aber nicht bis zum Ende gedacht.

    Auf dem Bild ahnt man es und am Schillerplatz habe ich es vorhin gerade gesehen: die Stelen sind nicht wirklich standsicher. Unten am Fuß sind zwei Warnhinweise angebracht (nicht anlehnen, nicht berühren), aber nur an einer Seite. In dieser Form gehören die Stelen meiner Meinung nach nicht in den öffentlichen Raum und ganz eindeutig nicht auf einen Fußweg.

    Es wäre besser gewesen, eine Stele an einem Punkt der Stadt standsicher und dauerhaft zu verankern. Denn das Anliegen ist ja richtig.

  • Jan-Thomas sagte:

    Naja, die Stelen hat ja auch ein Künstler gebaut und kein Statiker ;-)
    Scherz beiseite, ich bin mir sicher, es hat niemand damit gerechnet, das sie umgeworfen werden, 600 Kilo Beton mit Bewehrung sind sicher nicht unbezwingbar aber auch nicht ohne. Und letztendlich stehen sie nur ein paar wenige Wochen und sind nicht für die Ewigkeit gedacht.

  • stefanolix sagte:

    Das muss kein Widerspruch sein. Michelangelo Buonarroti verstand zum Beispiel eine Menge von Statik.

    Ich sagte es schon in einem Kommentar in meinem Blog: ich habe Mitte der 80er Jahre drei Jahre auf dem Bau gelernt und noch ein halbes Jahr gearbeitet. Damals hätte man kein Betonteil wochenlang so auf der Baustelle herumstehen lassen. Erst recht nicht mitten auf dem Fußweg am Schillerplatz.

  • Antifa sagte:

    Mal abgesehen davon, dass ich diese Form der Kunst als Reaktion auf den Mord relativ pietätlos dem Opfer gegenüber empfinde, denn sie wird schlichtweg für eine unterstützenswerte Idee instrumentalisiert, kommt doch die Reaktion darauf, also die Zerstörung der Messer, der plakativen Projektidee entgegen.

    Wie ich das sehe, findet im Augenblick keine Auseinandersetzung darüber statt, warum Polizist xy auch nach dem Mord tagtäglich am Hauptbahnhof Menschen mit anderer Hautfarbe nach ihren Pässen fragt, sondern warum die Polizei nicht in der Lage sind, die Stelen vor wem auch immer zu schützen.

    Das ist wie bei der fehlgeschlagenen Toleranz-Aktion im Alaunpark. Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

  • Bürger.Courage sagte:

    “pietätlos” – das könnte man so sehen. Allerdings hat uns der Bruder von Marwa persönlich angerufen und sich im Namen der ganzen Familie für die Aktion bedankt. Das spricht wohl für sich.

    Wie stellst Du Dir denn eine Auseinandersetzung z.B. über die Pass-Sache denn konstruktiv vor? Vor einiger Zeit hat in Dresden aber auch wirklich gar niemand in der breiten Öffentlichkeit von “Alltagsrassismus” überhaupt geredet. Das ist jetzt anders. Das die Bäume nun nicht gleich in den Himmel wachsen und alles gut wird, ist ja auch klar. Aber die Aktion erreicht Öffentlichkeit und setzt das Thema auf die Agenda.

    Was würdest Du denn stattdessen machen? Was wäre denn “gut gemacht” (abgesehen davon, dass der Vergleich mit der Toleranz-Aktion ja nun mehr als hinkt)?

  • Klaus W. sagte:

    Ein paar Sachen verstehe ich aber nicht.
    Ist der heraufbeschworene Alltagsrassismus nur in Dresden präsent? Hätte nicht wenigstes 1 Messer in der Heimat des Mörders aufgestellt werden müssen?
    Verstehen die Unterstützer (und speziell die unterstützenden Firmen!) nicht, daß hier schon wieder ein negatives Bild von Dresden in die Welt getragen wird (No-Go-Area??)?
    In meiner Firma arbeiten wir mit polnischen, ungarischen und russische Kollegen hervorragend zusammen. Soll das alles wegen eines schlimmen Einzelfalles nichts gelten?

  • Antifa sagte:

    Die Frage ist doch vielmehr, ob die Familie in die Planung eingebunden wurde oder nicht, so wie mir das scheint, war das nicht der Fall. Also wird der Mord zum *sorry* willkommenen Anlass genommen, um mal wieder ein effektvolles Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu setzen. Wer bzw. was soll damit jetzt erreicht werden? Die Menschen m

    Die Stadt bzw. der Landtag (Ich hoffe ich brauch euch nicht zu erklären, wer da alles drin sitzt bzw. welche Parteien Entscheidungen treffen.) als Adressaten zeigen seit mehr als 20 Jahren was sie von Integrationskonzepten, Flüchtlingen usw. halten. Die von Dir/Euch gesehene Auseinandersetzung innerhalb der Stadt findet wenn überhaupt, dann in einem äußerst begrenzten Rahmen statt.

    Was sinnvoll ist? Weniger plakative Aktionen auf dem Rücken der Menschen, um die es geht, sondern direkte Kritik an Institutionen der Kommune bzw. des Landes und zivilgesellschaftliche Arbeit in Stadtteilprojekten/Schulen außerhalb der ach so multikulturellen Neustadt, anstatt sich von einem Kunstprojekt zum nächsten zu hangeln.

    Meint ihr allen ernstes, dass ihr mit dieser Aktion wirklich ganz normale Leute zum Nachdenken bewegen könnt? Dient nicht vielmehr die künstlerische Provokation als Mittel zum Zweck?

  • Antifa sagte:

    Der angefangene Satz im ersten Absatz kann ergänzt oder weggelassen werden. Da waren die Finger schneller als die Gedanken.

  • stefanolix sagte:

    @Antifa: Das ist eigentlich eine interessante und raffinierte Methode. »Die Menschen m …« kann sich jeder selbst weiterdenken ;-)

  • Antifa sagte:

    Fand ich im Nachhinein auch :)

  • Bürger.Courage sagte:

    @Antifa:

    Unter http://buerger-courage.de/data/m_text.php?id=5 findest Du unsere Pressemitteilungen. Wenn Du die durchliest, wirst Du in fast allen die von Dir geforderte Kritik an politischen Institutionen, Verwaltung usw. finden. Wenn die Presse das dann nicht immer so übernimmt, können wir das auch nicht ändern.

    Unserer Meinung ist Kritik an Institutionen und Entscheidungsträgern aber nicht ausreichend. Rassismus ist ein Mentalitätsproblem – und das trifft eben nicht nur die Erstgenannten. Deswegen versuchen wir – und das unser Primärziel – Öffentlichkeit für diese Probleme herzustellen und damit Debatten anzuregen. Ob das nun immer gelingt, ist eine andere Frage. Aber wir probieren es zumindest.

    Was “zivilgesellschaftliche Arbeit in Schulen und Stadtteilen” anbetrifft, so gibt es dafür wunderbare Initiativen wie das Kulturbüro oder das NDC. Es ist sinnvoller, wenn wir uns mit denen vernetzen und ergänzen als auf den gleichen Feldern parallel zu ackern.

    Sorry – Deine Äußerungen enthalten vor allem Allgemeinplätze und Negationen (“ich brauch euch hoffentlich nicht erklären”, “direkte Kritik üben”, “weniger plakative Aktionen”, “von einem Kunstprojekt zum nächsten zu hangeln”; ja wie denn stattdessen KONKRET? Ideen???). Und richtig informiert über unsere Statements und Aktionen hast Du Dich auch nicht.

  • RE sagte:

    @Klaus W:

    Es mag gut möglich sein, dass in ihrem Umfeld, es keine ausländerfeindlichen Einstellungen gibt. Das ändert aber nichts daran, dass Menschen mit ausländischer Herkunft in Dresden, regelmäßig von Diskriminierung gegen sie selbst berichten. Da wären die spanischen Ausstauchstudenten, die wegen ihrer Muttersprache in der Tram angepöbelt worden sind (“Hier wird Deutsch gesprochen!”). Da wäre der US-Student der mit seinem Dozenten in der Buslinie 61 verprügelt wurde, wegen seiner dunklen Hautfarbe. Hinzu zufügen sind die Brandanschläge gegen Dönerbuden und. viet. Gemüseläden im Zeitraum 2007/2008. Die List der rechtsextrem und ausländerfeindlich motivierten straftaten und diskriminierungen, lässt sich noch viel weiter fortsetzen. Der Mord an die Ägypterin im letzten Jahr, ist der vorläufige Höhepunkt einer Zunahme von rechtsextremer Gewalt, die darauf fusst, dass zum einen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit überwiegend als Imageproblem für die Touristenstadt Dresden betrachtet wird. Daneben gibt es den ganz alltäglichen Rassismus, den ich als Wahldresdner mit ausländischen Wurzeln selbst schon zu spüren bekommen habe.

  • Jan-Thomas sagte:

    Wie Dresden-Fernehen heute berichtet, wurde die wiederaufgestellte Stele vor dem Hauptbahnhof vergangene Nacht erneut umgeworfen.

    Am Donnerstag, kurz nach Mitternacht, ist in Dresden vor dem Osteingang des Hauptbahnhofs erneut eine als Mahnmal aufgestellte Stein-Stehle umgeworfen und beschädigt worden. Eine Streife der Bundespolizei hat zwei Täter, vor Ort gestellt und in Gewahrsam genommen.

    Gegen 0:10 Uhr verließ eine Gruppe Jugendlicher den Hauptbahnhof in Richtung Sankt Petersburger Straße und ging bis zum Aufstellungsort des Gedenksteins. Kurz darauf begingen zwei dieser jungen Leute (18 und 20 Jahre alt), die dem alternativen Milieu zuzuordnen sind, gemeinsam die Tat.

    Nach der Identitätsfeststellung durch die Bundespolizei erfolgte die weitere Bearbeitung durch die SOKO Rex des Landeskriminalamtes Sachsen. Die Jugendlichen waren zum Tatzeitpunkt alkoholisiert und bezeichnen sich selbst als Links ausgerichtet. Zur Motivation äußerten die Tatverdächtigen ihr Unverständnis einerseits darüber, dass Tote im Afghanistan-Konflikt keine besondere Beachtung finden, andererseits störten sie sich an der öffentlichkeitswirksamen Kunstaktion „18 Stiche“, welche an die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini vor einem Jahr im Landgericht Dresden erinnern soll.

    Ob ein Zusammenhang mit den anderen Sachbeschädigungen besteht, ist noch nicht geklärt. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden die Tatverdächtigen aus dem Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

    Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

  • Werner sagte:

    @Antifa:
    Ich finde Deine Anmerkungen interessant und gewinnbringend und kann nur sagen: Bürger.Courage ist ein offenes Projekt für jedermensch und kein per se von wem auch immer beauftragtes geschlossenes Projekt allumfassend und alleinstehend das Dresdner Rassismusproblem zu lösen.
    Also mach mit, bring ich Dich ein. Oder mach selber was, mit wem auch immer. Das Thema “Kontrollen am Hauptbahnhof” – geh es an.
    Aber diese Kritik- und Auftragslyrik finde ich zum Kotzen. Da machen Menschen was und engagieren sich. Das ist doch erstmal der richtige Weg. Da profiliert sich doch niemensch. Für Kritik sind auch alle offen, aber direkt und konstruktiv und nicht mal so nebenbei anonym im Forum. Das hilft nicht weiter und bringt niemenschen zusammen.

  • Antifa sagte:

    Ich habe mir die Pressemitteilungen durchgelesen und konnte leider bis auf das Problem bewußt zu machen und zu provozieren auch leider nur “Allgemeinplätze” als Erklärung finden und sorry, das reicht für mich als Begründung für die Aktion einfach nicht aus. Versteh(t) mich nicht falsch, richtig erklärt gehe ich mit jeder zivilcouragierten Aktionsform mit, aber das fehlt mir bei den 600 Kilo Betonklötzen in Messerform genauso, wie zur brn bei dem Plakat.

    Wenn der Polizeimeldung nach zu urteilen scheinbar nicht einmal “alternative Jugendliche” diese Kunstform verstanden haben, dann scheinen die Erklärungen für die Aktion nicht einmal von dem Publikum verstanden worden zu sein, bei dem es bereits ein Problembewußtsein gibt.

    Die von Dir/Euch genannten Initiativen wie das Kulturbüro und NDC leisten natürlich hervorragende Arbeit, aber bei so einem Thema zählt in meinen Augen Pluralität weit mehr, als die gute Arbeit einzelner Initiativen.

    Nochmal die konkreten Fragen, weil mir da eine Antwort vielleicht eine Erklärung liefern könnte. Wer bzw. was soll(te) mit der Aktion erreicht werden? Meint ihr wirklich, dass ihr mit dieser Aktion wirklich ganz normale Leute mit Vorurteilen zum Nachdenken bewegen könnt? Und wenn ja, wie hat sich der Künstler das mit der Messeraktion gedacht, zu erreichen?

    Ich mach mit und bringe mich ein, ich hoffe das qualifiziert mich jetzt, Fragen beantwortet zu bekommen.

  • Bürger.Courage sagte:

    Ohne jetzt den ganz großen Bogen zu spannen: Der Hintergrund zu der Aktion steht ausführlicher natürlich ebenfalls auf unserer Website (http://buerger-courage.de/data/m_text.php?id=94). Pressemitteilungen können nunmal nicht aus fünf Seiten Text bestehen, sonst liest/druckt sie nämlich niemand. Was die “richtige Erklärung” anbetrifft kann ich also nur wiederholt auf richtiges Informieren verweisen. Über alles, was inhaltlich darüber hinaus geht, kann man gerne mit uns reden. Kontakt steht ja nun ebenfalls auf der Website.

    Generell besteht der Sinn solcher Aktionen nicht darin, dass sie unbedingt alle mögen sollen, sondern dass sie Aufmerksamkeit erreichen und somit, wie schon angemerkt, ein Problembewusstsein steigern und Debatten anstoßen. Und was das Thema “Alltagsrassismus” anbetrifft, hat die Messeraktion dazu ihren Teil beigetragen. Auch wenn die Meinungen dazu kontrovers sind.

    Öffentlichkeit erreicht man nunmal in Zeiten tagtäglicher Nachrichtenflut nicht mit braven Aktiönchen (für die sich niemand interessiert), sondern oft mit außergewöhnlichen Projekten und Provokation. Und was das Thema “Alltagsrassismus” anbetrifft, hat die Messeraktion dazu ihren Teil beigetragen. Auch wenn die Meinungen dazu kontrovers sind.

    Eine Garantie auf Besserung von irgendwas geben solche Sachen natürlich trotzdem nicht. Aber wie kann man Deiner Meinung nach die von Dir erwähnten “normalen Leute” erreichen? Gar nicht? Also alles sinnlos, nix machen und sich nur aufregen?

  • Claudia sagte:

    Ist der Beitrag von Klaus W. hier und sind Kommentare auf anderen Seiten und Leserbriefe et al. nicht ein Zeichen, dass eine Debatte stattfindet?

  • Frank sagte:

    Au weia – soeben in der SZ gelesen: Die umgekippte Stele geht auf das Konto betrunkener linker Jugendlicher. Begründung (sofern man unter Alkoholeinfluß Begangenes überhaupt noch begründen kann): Tote in Afghanistan fänden zu wenig Beachtung und irgendwie störten sie sich an der “öffentlichkeitswirksamen Kunstaktion des Vereins ‘Bürger Courage’”.

  • SalvadorDD sagte:

    Ich wäre auch froh darüber, wenn mehr Engagement in integrative Projekte gesteckt würde denn in mahnende Symbole.

    Was wir meiner Meinung nach brauchen sind positive Signale, Orte der Begegnung, gemeinsames Arbeiten, Kollekitvgefühle! Und keine Warnschilder. Meinem Gefühl nach wird (leider!!) NIEMAND durch die Stelenaktion für das Thema sensibilisiert! Stattdessen wird sogar noch unter denen diskutiert, die das Problem erkannt haben! Und ein Problem gibt es, darüber brauchen wir hoffentlich wirklich nicht zu reden.

    Die Stadt scheint diese Art der leicht dramatischen “so schlimm sind wir gar nicht” Bilder zu mögen, geht damit aber meiner Meinung nach den falschen Weg.

    Stattdessen sollte sie Zeichen setzen durch regelmäßige Angebote für ausländische Mitbürger, sich mit der Bürgermeisterin und der Verwaltung zu treffen, ihre Probleme zu schildern, Vorschläge zu machen, selber Ideen zu entwickeln, welche Art von Kampagnen es braucht..

    Das ist jedenfalls mein Gefühl..

  • Antifa sagte:

    Korrekt. Miteinander statt nebeneinander, sonst ist in einigen Jahren niemand mehr da, der integriert werden könnte.

Kein Spam, keine Beleidigungen und bitte immer schön freundlich.

Du kannst folgende Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>