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Das Rauschen hat ein Ende – coloRadio geht wieder auf Sendung

von Jan-Thomas am 8 Mai 2010 13 Kommentare

Noch ist es nicht offiziell, doch lange wird es nicht mehr dauern – wie wir aus gut informierten Kreisen erfahren haben, wird coloRadio in den nächsten Tagen wieder auf Sendung gehen.
Möglich macht das ein Vertrag, den die coloradios mit einer Firma namens Media-Broadcast (MB) abschließen werden, der das fürs Radiomachen benötigte Signal zu den Funktürmen nach Gompitz und Freital schickt, über die coloRadio zu empfangen ist.
Inhalt des Vertrages sind die Zahlungsmodalitäten für Sende- und Leitungskosten, die colorRadio jährlich an die MB zu zahlen hat.

Das pikante daran ist: Eigentlich wollte weder coloRadio zahlen, noch der Dienstleister das Geld entgegennehmen. Die Radioleute sehen die Landesregierung in der Pflicht, den nichtkommerziellen Rundfunk finanziell zu fördern. Dem Dienstleister waren die Radioleute nicht seriös genug, um mit denen Geschäfte zu machen – was blöd für die coloRadios ist, denn bei der MB handelt es sich um einen Monopolisten. Ohne deren Dienstleistung kann kein Radio in Sachsen senden – was die MB eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, als sie coloRadio still gelegt hat, da die Sende- und Leitungskosten nicht bezahlt wurden.

Letztlich geeinigt wurde sich wohl nur auf Druck der Bundesnetzagentur, vermuten die Radioleute. Die Netzagentur, eine staatliche Überwachungsbehörde für den Telekommunikationssektor, habe der Media-Broadcast wohl zu verstehen gegeben, dass sie sie ihr Monopol nicht missbrauchen dürfe.

Wann coloRadio wieder über UKW zu empfangen sein wird, ist noch nicht klar, im Radio heißt es aber: „So schnell wie möglich“.

Lachender Dritter der ganzen Posse ist Apollo-Radio, das unter der Woche tagsüber und nachts auf den coloRadio-Frequenzen sendet und bislang die Sende- und Leitungskosten für den Alternativfunk übernommen hat, bis das einem der Apollo-Gesellschafter zu teuer wurde und coloRadio selber zahlen sollte, was die aber nicht taten. Mit dem neuen Vertrag wird coloRadio auch seine Schulden bei Apollo begleichen müssen. Ein Glück für den Klassik-Sender, der bislang noch keinen einzigen Cent Gewinn gemacht hat.

Offen bleibt allerdings, wie es im nächsten Jahr weitergeht. Dann muss coloRadio die Kosten selber zahlen, weil die Stadt nicht mehr einspringt.
Das Thema bleibt also aktuell.

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13 Kommentare »

  • Torsten sagte:

    schön :)

  • Martin Deitenbeck: “Wer mehr will, muss es auch finanzieren” sagte:

    [...] Woche einige Fragen zum Thema Freie Radios in Sachsen beantwortet. Auch wenn zwischenzeitlich erste Gerüchte aufgetaucht sind, dass die Freien Radios schon bald wieder senden, gibt das Interview doch den [...]

  • Martin Busche sagte:

    Sehr geehrter Owy, Chef des Spießers und der Presseclubs,

    um erste Infos zum Konflikt zu erfahren, können Sie sich auch direkt an uns vom Radio wenden, zudem sind unsere Presseinfos extrem ausführlich. Das ist es nicht nötig, zwischen den Zeilen zu lesen und/oder zu hören, wie Sie empfehlen. Zudem ist es auch fraglich, welche neuen Aspekte Herr Deitenbeck, ein ausgewiesener Kämpfer gegen jede Art von Nichtkommerzfunk ins Spiel bringen will.
    Deshalb, wir von coloRadio stehen für jede Art von Interview zur Verfügung. Nur Mut, wir beißen nicht :-)

  • Anton Launer sagte:

    Owy ist schon ne Weile kein Spießer mehr …

  • SalvadorDD sagte:

    Owy hat auch einen Namen :-)

    Also, ich finde es absolut ok, ihn in seinem Blog so zu nennen, aber hier? dem nicht presse-club leser wird sich kaum erschließen, warum jemand hier mit owy angeredet wird…

  • Anton Launer sagte:

    Dem nicht Presse-Club-Leser erschließt sich auch nicht, warum Martin das hier kommentiert hat.
    Also zur Erläuterung:
    Peter Stawowy (owy) ist schreibt unter anderem für den http://www.presseclub-dresden.de/, dort hat er in einem Beitrag auf den Artikel hier verlinkt, daher kommt oben das Ping-Back. Und seit einer kleinen Weile ist Peter schon nicht mehr Chef des Schülermagazins Spiesser.

  • Martin Busche sagte:

    Lieber Anton,

    ich freu mich immer, wenn andere Kollegen anderen erzählen, was sich erschließt und was nicht. Viel mehr als die Korrektur des Kollegen Launer hätte mich aber sein inhaltlicher Beitrag zum Thema gefreut.

    Falls es aber die geschätzten Nutzer des Blogs tatsächlich interessiert:

    Unter den Kommentaren des Textes findet sich auch ein Kommentar “Martin Deitenbeck: Wer mehr will, muss es auch finanzieren”, der auf die Seite vom Presseclub verlinkt, einem Verein, indem sich Dresdner PR-Leute und Journalisten treffen, sein Link: http://www.presseclub-dresden.de

    Dort hat ein Journalist mit dem Kürzel “owy” ein Interview mit Martin Deitenbeck, Geschäftsführer des Landesmedienanstalt eingestellt. Gegen eine Verwendung eines Kürzels ist nichts zu sagen, die sind normal für Journalisten. Ich habe auch eines, es lautet bum und steht für busche martin. Deshalb ist auch meine Anrede “owy” wertfrei gemeint. Wir kennen uns auch aus beruflichen Zusammenhängen.

    Das Interview von Herrn Owy hat aber mich geärgert, nicht inhaltlich, Deitenbeck ist nachgewiesener Gegner jeder Form eines nicdht kommerziellen Radios und absoluter Hardliner. Geärgert hat mich das Interview selber. Denn es soll eine Gegenreaktion auf den den Text oben drüber sein.

    Was nicht okay ist, denn Kritik nicht als Blogbeitrag hier auf http://www.dieneustadt.de, sondern per Link auf eine andere Seite zu äußern, ist schlechter Stil, macht man einfach nicht. Außerdem frage ich mich, was das ganze soll. Wenn die Landesmedienanstalt dem Ur-Text etwas entgegnen will, soll sie hier selber im Blog schreiben. Dafür bedarf es keiner Hilfskräfte, die ihr Geschäft stellvertretend hier im Blog erledigt.

    Deshalb mein Kommentar und mein Angebot an “owy”, doch mal jemanden von coloradio zu interviewen. Leider hat er es bislang noch nicht angenommen. Kann aber noch kommen, ich unterrichte euch dann davon.

    Und um das auch noch aufzuklären: Herr Owy war bis vor kurzem Chef des Spießer, also der bekannten Jugendzeitschrift. Das dem nicht mehr so ist, war mir entgangen und dem Kollegen Launer eine mehrmalige Berichtigung hier im Blog wert. Nun denn…

  • owy aka Peter Stawowy sagte:

    Geschätzter Kollege bum ;-)

    1. “…das Interview …soll eine Gegenreaktion auf den den Text oben drüber sein.”

    Das ist ein Missverständnis. Ich habe das Interview mit Martin Deitenbeck am Rande des Medientreffpunkt Mitteldeutschland geführt (steht in meinen Antext). Die Veranstaltung war vom 3. bis zum 5. Mai in Leipzig, das Interview selbst ist am 4. Mai entstanden (hätte ich offensichtlich deutlicher schreiben sollen). Der Text oben ist am 8. Mai eingestellt worden, wenn ich mich nicht täusche – mir war er folglich zum Termin des Interview nicht bekannt.

    Leider hat es berufs- und zeitbedingt etwas gedauert, bis ich mein Interview ins Presseclub-Blog einstellen konnte. Vor dem Hintergrund einer der Fragen und der Antwort von Deitenbeck (sinngemäß: “Ich weiß noch nicht, wann die Freien Radios wieder auf Sendung gehen”), hielt ich es für angemessen, auf die neuesten Entwicklungen zu verweisen (eben durch einen Link hierher). Mir ist gerade nicht bewusst, an welcher Stelle ich den Beitrag oben kritisiert haben sollte?

    2. Ich bin seit über zwei Jahren nicht mehr Spiesser-Chefredakteur. Ich bin auch nicht Chef des oder “der Presseclubs”. Ich schreibe nur die meisten Einträge im Presseclub-Blog Dresden und stehe mit VisdP im Impressum.

    3. Mein Ziel mit dem Deitenbeck-Interview war, einige Hintergründe zum Konflikt in Erfahrung zu bringen. Das ist mir aus meiner Warte als etwas distanzierterer Betrachter der Materie auch gelungen, wie ich finde. Im übrigen ist von meinem Text zum Video auch auf die Seite der Freien Radios verlinkt. Und schließlich gibt es ja auch noch die Kommentarspalte.

    4. Danke für das Interview-Angebot, vielleicht komme ich demnächst darauf zurück.

    Beste Grüße

    P. Stawowy

  • stefanolix sagte:

    Am 10. Mai 2010 um 14.01 Uhr wurde hier kein Kommentar, sondern ein Trackback veröffentlicht. Ein Trackback nimmt Bezug auf einen Artikel in einem anderen Blog. Ein Trackback ist nicht unbedingt als ein Kommentar, eine Erwiderung oder eine Kritik aufzufassen.

    Wenn ich meine Muntermacher-Musik vom Mittwoch mit der Mitwochsmelodie bei der Elbnymphe verknüpfe, dann will ich einfach zeigen: bei mir läuft auch gerade Musik und ich freue mich daran.

    Der Autor des Artikels beim Presseclub wollte einfach seinen Artikel mit dem obenstehenden Artikel verknüpfen: »Schaut her, ich berichte auch über das Thema.«

    Es ist also noch nicht einmal erwiesen, ob der Autor »owy« diesem Artikel hier bei dieneustadt.de etwas entgegensetzen wollte. Aber es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass Herr Deitenbeck sein Interview als Video-Antwort gegeben hat. Und es wäre noch zu hinterfragen, ob Herr Deitenbeck von dem Trackback überhaupt wusste.

  • owy aka Peter Stawowy sagte:

    Geschätzer bum, die werten Kollegen,

    meinen Kommentar von gestern hat’s offenbar verschluckt, deswegen hier nochmal:

    I. Ich bin seit Ende 2007 nicht mehr beim Spiesser. Ich bin auch nicht Chef des oder “der Presseclubs” – ich schreib da nur die Seite voll.

    II. Es liegt offenbar ein grundliegendes Missverständnis vor, das Stichwort Trackback ist schon genannt worden, aber auch sonst hat sich der Kollege bum offenbar nicht ausreichend mit dem Objekt des Ärgernisses auseinander gesetzt, bevor er geschossen hat: Ich habe das Interview am 4. Mai am Rande des Medientreffpunkt Leipzig geführt (dies hätte ich wohl noch deutlicher machen sollen, die Veranstaltung selbst lief bis 5. Mai, ich ging davon aus, das sei bekannt, da ich auch darüber berichtet hatte).

    Der Eintrag oben ist vom 8. Mai. Das Interview ist also ganz sicher keine Reaktion auf den Beitrag oben.

    III. Aus journalistischer Sorgfaltspflicht hielt ich es, als ich das Interview wenige Tage später ins Blog stellte, für angemessen, auf die neuesten Entwicklungen zu verlinken, was ich getan habe. Da mir die Quelle der Information nicht eindeutig genug erschien, habe ich es als Gerücht bezeichnet – das erschien mir auch passend, weil im Text oben ja davon die Rede ist, dass noch nichts unterschrieben ist.

    IV. Zum Stichwort “Hardliner”: Die Art und Weise und die Heftigkeit der Reaktion oben werfen bei mir die Frage auf, ob grundsätzlich jeder, der nicht unbedingt für die Freien Radios ist, automatisch ein Gegner ist. Für jemanden, der Pressearbeit macht, erscheint mir in jedem Falle die öffentliche Verwendung des Begriffs sehr unglücklich.

    V. Vielen Dank für das Angebot des Interviews – ich komme bei Gelegenheit darauf zurück. Ich verwehre mich aber gegen den Vorwurf, die Position der Freien Radios sei im Presseclub-Blog nicht ausreichend zu Wort gekommen.

    Beste Grüße

    P. Stawowy (owy)

  • Jan-Thomas sagte:

    Sorry Peter, dein Kommentar hing – warum auch immer – im Spam-Folder fest.

  • Martin Deitenbeck: “Wer mehr will, muss es auch finanzieren” sagte:

    [...] Woche einige Fragen zum Thema Freie Radios in Sachsen beantwortet. Auch wenn zwischenzeitlich erste Gerüchte aufgetaucht sind, dass die Freien Radios schon bald wieder senden, gibt das Interview doch den [...]

  • Neues von coloRadio | Die Neustadt sagte:

    [...] für Sende- und Leitungskosten für 2010, einer Abschaltung Mitte April und der Wiederaufnahme des Sendebtriebes Mitte Mai war Ruhe [...]

Kein Spam, keine Beleidigungen und bitte immer schön freundlich.

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