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DIE LETZTE BRN

von am 23 März 2010 39 Kommentare

Pünktlich zur Jubiläums-BRN wird das kleine BRN Museum zum letzten Mal Einblicke in sein kleines Sammelsurium ausgewählter, zugelaufener und selbstgestalteter BRN Reliquien wie Fotos, Plakate, T-Shirts, Filme, Zeitungen und anderem Gedöns geben.

DIE LETZTE BRN ist es für uns 1.

weil wir uns glücklich schätzen, unser gesammeltes Material danach an das Stadteilarchiv übergeben zu können, wo mit Anett Lentwojt endlich wieder jemand richtig Schwung in die Sache bringt, und sich dem nach dem Brand im Stadtteilhaus 2004 entstandenen Chaos mit Charme und Engagement widmet. Und ein wichtiger Teil unserer Geschichte ist sicherlich die BRN.

DIE LETZTE BRN ist es aber 2.

für uns auch, weil wir der Meinung sind, dass es immer mehr zum Widerspruch wird, vom kreativen Viertel Neustadt zu reden und gleichzeitig an einem mittlerweile eher standardisierten Traditions-Fest festzuhalten, welches im Grunde so wenig mit den Anfängen der BRN zu tun hat wie der Kölner Karneval mit der mittelalterlichen Fastnacht.

Wir wollen hier gar nicht groß jammern über die Kommerzialisierung des gesamten Festes, nicht über Hooligans, Polizeiaufgebote oder Pisse im Hausflur. Wir sagen nur:

Es wird Zeit, dass wir uns etwas Neues ausdenken!

Vielleicht ein Fest, welches mehr die Bedürfnisse der Bewohner des Viertels im Auge hat als das von Standbetreibern, Ordnungsamt und Spaßtouristen! Ein Fest, bei dem Kinder wieder die größte Rolle spielen. Ein Fest, zu dem es keinen Polizeischutz auswärtiger Einsatztruppen braucht. Ein Fest, bei dem sich die Dezibelzahlen der Hauptbühnen nicht mit Festivals wie Wacken oder Full Force messen lassen müssen und jeder zweite Stand meint, seine eigene Anlage auch noch bis zum Anschlag dazu zu drehen.

Vor allem: Ein Fest, bei dem man nicht das Gefühl hat, dass mehr als die Hälfte der Aktiven nur noch (und nicht auch) auf ihren finanziellen Profit aus ist, wenn ihre Gedanken um das Fest schweifen!

Einmal wollen wir noch richtig „auf die Sahne hauen“! Wir haben mit dem Kultur Aktiv eV am Projekt „Jubiläum“ gestrickt, bei dem versucht wird, auswärtige Mikronationen dazu zu gewinnen, unsere Republik „anzuerkennen“ und temporäre Botschaften zu errichten! Es werden wie in alten Zeiten Pässe gedruckt, mit denen man sich dann Stempel bei diesen Botschaften holen kann. Ob sie dort als Visum anerkannt werden müsst ihr dann schon selber fragen….

Darum rufen wir Euch auch ein letztes Mal auf: Bringt uns Eure Erinnerungen an 20 Jahre BRN! Ohne Euch ist unser Museum nur eine leblose Vitrine, ein Setzkasten der Melancholie

Denn, nein, die Bunte Republik Neustadt als bunter Stadtteil ist nicht tot! Und das soll auch gerne weiterhin gefeiert werden! Aber so, wie wir unseren „Nationalfeiertag“ derzeit zelebrieren, macht es einfach keinen richtigen Spaß mehr.

Es geht uns nicht vordergründig darum, den mittlerweile in der Neustadt angekommenen Mittelstand mit seinen sanierten Wohnungen und seinen Jahreswagen vor Lärm, Müll und Vandalismus zu schützen (wobei wir diese Scheiße – also den Vandalismus, nicht den Mittelstand – natürlich trotzdem gerne verhindern würden), es geht uns darum, dass wir wieder mit stolz recht das Wort „kreativ“ in den Mund nehmen wollen, wenn es um unser Viertel und unsere legendären Feste geht!

Das ist unsere ganz persönliche Meinung! Die musste mal gesagt werden, aber die soll nicht als Aufruf zur Revolte aufgefasst werden oder so.

Wir würden uns riesig freuen, wenn die Anette es schaffte, irgendwann unseren Traum eines nicht temporären sondern dauerhaften, charmanten Neustadtmuseums umsetzen zu können. Sozusagen unser ganz persönliches buntes “Nationalmuseum”. Dabei werden wir sie gerne unterstützen!

Am Fest aber selbst müssen wir uns nächstes Jahr nicht mehr beteiligen! 20 Jahre sind eine ganz hervorragende Zeit, um zu sagen: Es wird Zeit für etwas Neues. Wäre es wenigstens so, dass man noch das Gefühl hätte, den Urvätern und –müttern der bunten Republik eine Ehre zu erweisen für ihre damaligen Power, die man einfach nicht hoch genug einschätzen kann! Aber denen ist das Fest doch mittlerweile zum großen Teil genauso egal geworden wie das Fest selbst beliebig.

Ihr, die ihr von Kreativität redet: Hoch den Arsch und erfindet was Neues! Dann kommen wir auch 10 Jahre später aus dem Versteck gekrochen und ehren Eure Arbeit mit einer Ausstellung! :-)

In Liebe!
Die Direktion!

PS: Geht es passender? Da leitet mir gerade just während des Einstellens dieses “Abchiedsbriefes” ein Bekannter eine E-Mail weiter, in der der Betreiber einer auch hier bereits zu Ehren gekommen Website diese für 6.500 Euro verkaufen will!

Das alleine ist (auch wenn da selbstverständlich ne Menge Arbeit drin steckt) schon bescheuert genug, wie wir finden! Die Gewissheit, dass tatsächlich aber garantiert der eine oder andre gerade darüber nachdenken wird, das Geld zu investieren, das macht es fast unmöglich, sich noch länger einfach so zu engagieren!

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39 Kommentare »

  • Anton Launer sagte:

    Das mit dem Verkaufen der Webseite hat er doch schon in den vergangenen zwei Jahren versucht. ;-)
    Ansonsten: Ich sag mal schade, hab aber Verständnis. Und beim Stadtteilarchiv sind die Stücke sicher gut aufgehoben.

  • Letztmalig: BRN-Museum (author) sagte:

    [...] in diesem Jahr zum letzten Mal geben. Von mir mal ein dickes: “Schade” … Mehr Infos Veröffentlicht in Gerüchteküche | Schlagworte: brn, brn-museum, museum, schade [...]

  • döner sagte:

    längst überfällig!

  • BRN-MUSEUM sagte:

    @anton: danke fürs “schade”
    @döner: na danke…. :-)

  • Michael Lottes sagte:

    Hallo,

    inhaltlich bekommst du von mir vollkommen recht. Du bist nur einer derjenigen mehr, die aufgeben und die das eigentliche Flair ausgemacht haben und so wird das Fest immer sinnloser und eben beliebiger. Ich bin die letzten 2 Jahre weggefahren und werde es dieses Jahr wieder tun.
    Leider werden wir das Fest in dieser Form nicht abschaffen können, es gibt ja auch keinen zentralen Organisator der das einfach absagen könnte, außerdem wird da von allen Beteiligten bis hin zur Stadt ne Menge Kohle verdient.

    Was also tun? Noch was eigenes “richtiges” zu einem anderen Termin organisieren? Geht das in der heutigen Zeit noch? Ich sehe was die Leute vom Hechtfest da zu wuppen haben und wie wenige da tatsächlich aktiv mitarbeiten. Am Ende verheizen sich doch nur wieder ein paar Idealisten.

    Ich behaupte die alte BRN gehörte zu ihrer Zeit und die aktuelle tut es ebenso. Und wenn nicht mal wieder so ein gar schicker Umschwung kommt wo alles offen ist und alles möglich, dann gibts auch kein dazu passendes Fest.

    Deshalb, ja schade, aber ich versteh es total. Das was hier stattfindet ist kein Fest was dieses Engagement verdient. Und hey, es wird wieder einen Moment geben, irgendwann, in dem wieder so etwas in dieser Art entstehen wird. Jedenfalls bin ich heilefroh einen dieser Momente mit erlebt haben zu dürfen.

  • BRN-Museum sagte:

    Hallo Michael,

    es fühlt sich eigentlich gar nicht an wie “aufgeben” sondern wie Lust auf Neuanfang, das kommt vielleicht nicht richtig rüber, ist aber der Fall… :-)

    In diesem Sinne: Unseren “Vermieter”, also die scheune, konnten wir zumindest insoweit ins Boot holen, daß er über eine oder mehrere Podiumsdiskussionen zum Thema nachdenkt! Wäre schön, wenn das klappt.

  • BRN-Museum sagte:

    Zum Thema NEU:
    Alleine, wenn wir uns alle einigen könnten, daß das Fest ab sofort jedes Jahr einen neuen Namen bekäme, würde das immerhin solche seltsamen Phänomene wie Website-Angebote für 6.500 Euro oder Billig-Merchandise verhindern. Immerhin ist die “Bunte Republik Neustadt” sogar als Marke beim Patentamt eingetragen.

    Oder eine Umsatzpauschale an einen gemeinnützigen Verein, der sich für die Verbesserung des Viertels einsetzen würde (Russensportplatz, preiswerte Ateliers, Kinderspielplätze, Aufsichtspersonen an Nachmittagen auf Schulhof-Sportplätzen)…

    Wir feiern nur noch um des Feierns und Geld verdienen willen..Aber: das kann man ändern

  • iche sagte:

    Seit Jahren beobachte ich nun schon, wie selbst Kinder auf der BRN Krimskrams (Kuchen, Spielzeug, Trödel) verkaufen.
    Wenn schon selbst 10jährige beigebracht bekommen, wie man Geld verdient, liegt bei der BRN einiges im argen.

  • asti sagte:

    1990 war von den äußeren Zwängen her eine andere Zeit, es war ungeregelter, freier, die DDR war weg, die BRD noch nicht da, es war ein Realität gewordener Jugendtraum. Sturmfrei, jetzt mach was draus.
    20 Jahre später kostet die Wohnung statt nichts (Bischofsweg 26 im Jahre 90) oder 27,50 DDR-Mark (Bischofsweg 16) – eben 600 Euro warm (Schwarzmarktkurs 6000 DDR-Mark, dafür gab´s nen Farbfernseher ohne Fernbedienung von RFT). Die 27,50 Ostmark entsprechen heute wahrscheinlich einem Bier in der Planwirtschaft.

    Ich glaube nicht, dass sich das Sturmfrei-Gefühl durch institutionalisierte Umsatzpauschalen oder Umbenennungen herbeizaubern lässt. Wir sind mittlerweile die daheimgebliebenen Eltern.

  • BRN-MUSEUM sagte:

    @iche: Keiner (hier) hat was gegen “Geld verdienen”! Immer kommen die gleichen Argumente, sobald mal jemand was zum Thema “Geld” sagt! Es geht uns darum, ob der eigene Profit im Vordergrund steht oder dieser auch (!) eine Rolle spielt. Die Kids machen das nicht (nur) wegen der Kohle sondern einfach auch, weil es riesig Spaß macht und.. sie machen es auf eigene Rechnung.

    Man kann aber eben auf der anderen Seite genau die Wandlung feststellen, daß der Anteil derer, die früher als Angestellte zur BRN gearbeitet haben, wesentlich geringer war als heute! Und da liegt doch der Hund begraben:

    Wenn ich mich als Bewohner hinstelle und 48 Stunden Kuchen verkaufe, dann mach ich das garantiert nicht allein, um Geld zu verdienen!

    Wenn ich aber jemanden extra anstelle, damit er 48 Stunden lang in meinem Auftrag Bowle / Cocktails / Hamburger verkauft, dann geht es mir um ausschließlich um den Profit und dann wirds beliebig.

    Aber wie gesagt:

    Wir sehen es überhaupt nicht aus der romantisierten “früher war alles besser” Sicht, sondern genauso wie Asti, daß eben eine neue Zeit angebrochen ist! Und die Frage darf da erlaubt sein, ob sich diese Zeit mit der derzeitigen Fest-Situation verträgt oder nicht. Ein Gefühl wie 90 wird keine noch so gewagte Maßnahme wieder erzeugen können und in sofern finde ich es legitim zu fragen, was denn der Stadtteil von dem Fest – so wie es heute ist – hat und ob man nicht Wege findet, wie wenigstens jede BRN auch für das Viertel etwas bringen kann über die drei Tage geilen Feierns hinaus…

    Aber: Wer sind wir, dßa wir da drüber dicke Reden schwingen? Wir verkünden lediglich auf unserer eigenen Website (da wir schon sehr lange mit dieneustadt.de zusammenarbeiten), warum wir das letzte Mal eine Ausstellung machen. Was ihr darüber dekt, dürfte ihr gerne weiter hier oder auf euren eigenen Websites sagen, aber bitte gebt Euch etwas mehr Mühe, Euch nicht hinter sinnlosen Pseudonymen zu verstecken wie seinerzeit im Neustadtforum! Das wäre sicherlich hilfreich!

    Von mir aus feiern wir hier demnächst ein wirklich großes Kneipenfest mit dem Werbeverein als zentralem Ausrichter, bei dem die Kneiper auch gerne richtig Asche machen können.. Es sollte aber eben dann im Gegenzug auch was für die Bewohner rausspringen in Form einer Umsatzpauschale für Projekte, über die alle BEwohner der äußeren Neustadt demokratisch abstimmen können. Auf diese Art und Weise würden wir mehr Mikronation erhalten als so wie es jetzt ist!

    Die Gastronomen richten das Fest aus, die Bewohner stimmen ab, wofür eine Umsatzpauschale genutzt wird.

    Also, nur mal so als eine Idee.. Warum muss alles so bleiben, wie es ist? Wem nützt die derzeitige Situation?

  • asti sagte:

    Jeder feiert so, wie er ist. Und wir sind jetzt anders. :-D

  • Anton Launer sagte:

    @ Asti: Wo gabs den den Schwarzmarktkurs von 1:5? Um bei Deiner Rechnung zu bleiben, für 2,75 Euro kriegste heute bestimmt auch noch nen RFT-Fernseher ohne Ferbedienung.

  • Michael Lottes sagte:

    Yo, eine Kulturumlage. Die Idee schwirrt ja schon eine Weile im Raum rum. Die Kneipen hier laufen ja deswegen, weil hier eben Subkultur, Streetart, Galerien pipapo zu Hause sind, weil das das Flair des Viertels ist. Da muß ein Teil zum Erhalt dessen in die Kultur zurück fließen. Jede Luftkorort nimmt eine Kurtaxe und macht dafür den Strand sauber, ist eigentlich ganz simpel. Wäre ja ansonsten quasi Raubbau an den Rohstoffen, nicht?
    Nur, achja, viel Spaß bei der Umsetzung.

  • BRN-Museum sagte:

    Immerhin! DAS ist neu, oder?

    http://www.dresden.de/de/02/035/035_brn_2010.php
    # Gewerbetreibende müssen über ein Geschäft bzw. Lokal im Festgebiet verfügen.
    # Natürliche Personen müssen ihren Hauptwohnsitz im Festgebiet haben.
    # Vereine müssen über einen Vereinssitz im Festgebiet verfügen.

    Das begrüßen wir natürlich vom Gedanken her, sind allerdings gleichsam gespannt auf die Umsetzung.

  • asti sagte:

    @Anton: Den Umrechnungskurs 1:5 gab es, teilweise bis Dezember 89, zum Beispiel vor dem Eiscafe auf der Prager Straße. Dort tauschte ein Klassenkollege damals sein Taschengeld Ost in West, zu besagtem Kurs. Ich selbst bin in diesem Cafe, davor trafen sich immer die (wir, ich eher als wäre-gern)-Punks wenn Personalausweiskontrolleure anderweitig beschäftigt waren, ich bin jedenfalls in besagtem Cafe (wie hieß das doch gleich) von einem sich als Marokkaner ausgebenden, wahrscheinlich aber aus Ungarn stammenden Schwulen angesprochen worden, der mich (süße 16/17) mit zu sich in´s Hotel nehmen wollte. Als ich unschuldig kichernd ablehnte, bot er mir an, wenigstens Geld zu tauschen. Was an meinem geringen finanziellen Spielraum und ausgeprägtem Desinteresse am Intershop scheiterte. Mein Cousin, aus dem doch recht provinziellem Neubrandenburg stammend und damals gerade zu Besuch, war vom großstädtischen Flair des vorwendlichen Dresdens ziemlich beeindruckt. Wollte aber auch nicht.

    Zurück zum Thema: Vielleicht könnten wir die BRN öfter und spontaner feiern, Twitter, Facebook und Co gäben heutzutage ja genügend Organisationsspielraum. Das anarchische, ungeregelte der ersten BRN(s) ließe sich so vielleicht wieder herbeizaubern.

  • BRN-MUSEUM sagte:

    @michael Lottes: “Kulturumlage” ist ein reichlich beknacktes Wort für eine sehr gute Idee.. Wo schwirrt so etwas rum?

    Warum ist sowas eigentlich immer so intransparent. Ich glaube, es braucht mehr offene Foren in der realen Welt!

  • Michael Lottes sagte:

    Gefiele dir “Kulturförderbeitrag” besser? Ich hab den Vorschlag schon mehrfach gehört, vor allen von Mitarbeitern bei uns. Aber das bleibt nur eine schöne Spinne, weil sobald wer was bezahlen muß wirds immer haarig. Warum ich, was ist mir den anderen, wie wirds ausgegeben, pipapo… Dieses riesige Faß willst auch du nicht aufmachen.

    Aber ich zahl lieber eine Umlage fürs Viertel als irgendwann vielleicht eine Bettensteuer an die Stadt von der die ja doch nur teure Brücken bauen.
    Mein Vorschlag zur BRN wäre auch keine Standgebühr für all diejenigen die irgendwas kulturelles anbieten. Wer nur Zeugs verkauft muß löhnen und finanziert damit anderen die Bühne oder was auch immer. Einmal käme so Kohle rein um die Inhalte des Festes zu bezahlen, andererseits überlegt sich der eine oder andere doch einen Kulturbeitrag. Aber wer wie was will das denn bitte wie umsetzen?

  • BRN-Museum sagte:

    Hi Micha,

    um Bezeichnungen müsen wir nun wahrlich nicht streiten.. Das war nur ein Scherz :-) “Viertelpfenning” fänd ich aber z.b. ganz gut.. oder “Neustadt-Taler” oder eben “BRN Mark” :-)

    Wie auch immer. gestern in der MoPo erfahren, daß die Scheune Diskussionsveranstaltungen und Workshops zum Thema plant und das ist doch vielleicht ein Anfang?

  • floralf sagte:

    baut einfach einen antikapitalistischen schutzwall um die neustadt, wenn geld verdienen ihh ist.

    ich kanns nicht erwarten, dass der spuk BRN vorbei ist.
    hab da grundsätzlich einen bogen drum gemacht

  • arne_mink sagte:

    “wenn geld verdienen ihh ist.”
    man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man man manman man man man man man man man man man man man manman man man man man man man man man man man man manman man man man man man man man man man man man man – wenn es doch bloß nicht so schwer wäre, zu lesen

  • Anton Launer sagte:

    @ Asti: War das die Zeit des weißen Irokesen?
    @ BRN-Museum: Die Regelungen gibt es schon ein paar Jahre so. Werden aber dank Strohmännern immer wieder umgangen.

  • BRN-MUSEUM sagte:

    @Anton: protest! ich fordere ein ordnungspolitisches instrument zur verhinderung von sowas. allerdings müsste dazu die verfassung der brn geändert werrden und das wird schwer, da es nicht mal ein verfassungsgericht gibt und die regierung auch schon seit jahren im urlaub ist.. kommen die überhaupt noch mal wieder?
    :-)

  • Toastbrot sagte:

    warum beerdigen wir (die, die das gerne wollen) die hochoffizielle, aber unterträglich gewordene BRN nicht einfach für UNS? ein Wochenende im Grünen hat was für sich

    an irgend einem anderen Wochenende machen alle die das wollen eine Vollsperrung der Kamenzer und setzen uns da alle hin und bauen Grills auf und stellen paar Stühle hin, hoffen, dass ein paar Interessierte stehen bleiben und diskutieren mit den Anwesenden über … ja, über was eigentlich? z.B. über den “Viertelpfenning” aka Kulturförderbeitrag

    PS: ich verbinde das Ganze mit der Hoffnung, dass das tolle Dresdner Ordnungsamt an dem Tag nen Betriebsausflug nach Disneyland macht und die Sherrifs vom Neustadtrevier in der Sonne Kaffee trinken oder Baden gehen

  • asti sagte:

    @Anton: Nee, der war damals so n Mitteldings aus Pink und Lila, das Zeug zum Färben hiess Kaliumpermanganat, zumindest war das sein Bestandteil. Regnen durfte es natürlich nicht, aber in der DDR hat ja sowieso immer die Sonne geschienen.

  • Anton Launer sagte:

    @ BRN-Museum: Ich muss die unglaubliche Unterstellung mit den Strohmännern leider revidieren, da ich keine Beweise dafür habe. Da es aber keine Regierung (nicht mal mehr ne provisorische), keine Gerichtsbarkeit und wohl neuerdings noch nicht mal mehr Staatsgrenzen gibt, fürchte ich mich nicht vor Bestrafung.
    @ Toastbrot: Wie willste denn was beerdigen, was es nur als lose Idee gibt? Und grün ist der Alaunplatz auch.

  • erich sagte:

    die brn ist doch aber nix weiter als ein stadtteilfest wie jedes andere. klar wars mal hübscher und individueller, doch es gleich abzuschaffen, weils aus dem ruder gelaufen ist?
    vielleicht wäre ein dialog mit der stadt das sinnvollste. die neustädter erstellen einen regelkatalog, den die stadt umsetzt. (lautstärkeproblematik, wer-bier-verkauft-muss-klo-anbieten-thema, händlerbestimmungen etc.)

  • BRN-Musem sagte:

    “die brn ist doch aber nix weiter als ein stadtteilfest wie jedes andere”

    Ich kenne ehrlich gesagt kein anderes, welches auf diese art und weise ohne zentralen veranstalter durchgeführt wird..

    das war einst das, was die brn ausgemacht nd ist heute ja vielleicht das, was ihr im wege steht, da es nicht mehr zu “selbstverwaltung” und “anarchie” führt sondern zu darwinistisch geprägen verdrängungserscheinungen?

    wir werfen ja wirklich niemandem persönlich etwas vor. das gerede davon, “der” oder “die” haben die brn “kaputt” gemacht, sowas wirst du von uns nie hören. das ist albern.

    fakt ist, daß es zwei motivationen gibt, sich bei der brn intensiv zu engagieren

    1. aus gründen der selbstbestimmung und kreativen freiheit
    2. aus kommerziellen gründen

    Ich persönlich (seb) sehe eine “schuld” mindestens (!) genauso bei erstgenannter gruppe, die einfach träge gewordene ist. aber ich habe in den kommentaren schon lesen können, daß das oben nicht so richtig rausgekommen ist

    aber es ist doch gut, daß jetzt offenbar mal wieder viele miteinander reden wollen!

  • erich sagte:

    naja, wer will mit wem reden? die scheune geht eher zur mopo und polarisiert, statt erstmal neustadtintern voran- und auf die leute zu zugehen. find ich eher destruktiv und nicht kommunikationsfördernd.
    mir persönlich geht diese jährliche heißer-brei-diskussion nur noch auf den sack. meckern statt glotzen sollte die devise sein.

  • erich sagte:

    lol. “glotzen statt meckern” mein ich natürlich. krkrkr

  • Johannes Happe sagte:

    Ich wohne hier seit 1995. Nach meiner Meinung hat noch nie einer gefragt. Eine öffentliche Diskussion ist längst überfällig.

  • erich sagte:

    die gibts regelmäßig vor der brn bei den öffentlichen ortsberatssitzungen. aber ich bin ja schon still und vielleicht doch ein bißchen froh, dass jemand drüber redet, finde die art und weise der entstehung etwas .. naja.. hm … unglücklich.

  • Magnus Hecht (38) sagte:

    Ich habe mal ein paar Zeilen geschrieben um unsere Podiumsdiskussion anzukündigen. Kommt ein bisschen später als der Morgenpostkommentar vom 26. März, aber gut Ding will eben Weile (oder auch mal Pause) haben

    20 Jahre BRN – Zeit für Reflexionen

    Die Morgenpost hat auf eigene Initiative hin einen Artikel und einen Kommentar veröffentlicht, bei dem ich zitiert werde und die BRN aus Sicht der scheune infrage stelle. Das ist richtig. Dass die BRN in den letzten Jahren an Charme und Zauber eingebüßt hat, ist aber ja nicht nur mir alleine aufgefallen. Das Stadtteilfest richtet sich offensichtlich immer weniger an die Bewohner der Äußeren Neustadt und immer mehr an Besucher aus dem Umland. Trotzdem, oder gerade deswegen hat die BRN im letzten Jahr einen Besucherrückgang von 20% hinnehmen müssen. Da muss man sich doch Gedanken machen, oder etwa nicht?
    Eigentlicher Anlass des Pressegespräches mit der Mopo und Anliegen der scheune war und ist die Veranstaltung einer Podiumsdiskussion zum Thema „BRN – wie weiter?“, die das Stadtteilfest aus unterschiedlichen Perspektiven reflektiert. Dieses Ereignis findet am Mittwoch vor der diesjährigen BRN statt. Während der BRN soll dann ein Rechercheteam aus Freiwilligen das Fest beobachten und die Besucher (und die Weggebliebenen) befragen. Und am Samstag nach der BRN sind alle Interessierten wiederum eingeladen, an einem Workshoptag in der scheune die Zukunft der BRN zu debattieren und die sich daraus ergebenden Ideen auszuformulieren. Das ist der Beitrag der scheune zum 20jährigen BRN-Jubiläum.
    Dazu wird das BRN-Museum letztmalig in der scheune aufgebaut und im Saal werden während des Wochenendes Auszüge des Programms der Neustadt-Filme aus den 80ern und Anfang-90ern unter dem Titel „Bonjour Tristesse“ gezeigt. Zudem hat die scheune eine Anfrage an die Stadtverwaltung in Arbeit um belastbares Zahlenmaterial zu Dimension und Entwicklung des Festes und den externen Effekten desselben beisteuern zu können.
    Vielleicht ergibt sich im Laufe der Diskussionen ein neues Gemeinschaftsgefühl, vielleicht kommen die Nachbarschaften wieder zusammen, vielleicht gibt es konzeptionelle Perspektiven, vielleicht aber auch nicht, vielleicht muss man mal ne Pause machen um aus dem Trott zu kommen und die Frage zu beantworten: Was soll das Ziel der Bunten Republik Neustadt sein? Denn die BRN braucht weiterhin Ideen für die Zukunft, wenn sie nicht in ein paar Jahren in einem rein gastronomisch orientiertes Großereignis aufgegangen sein will.
    Von der BRN der Anfangszeit geblieben ist vor allem eine bunte Fassade. Die Neustadt ist mittlerweile so gut wie durchsaniert, es gibt eine gesunde Struktur an wirtschaftlichen Unternehmungen und viele junge Leute und vor allem jede Menge Familien leben hier. Das Fest hat dabei stark zur Identität des Stadtteils beigetragen. Was kommt nach der Pionierphase der Stadtteilentwicklung? Und vor allem, wie lässt sich noch debattieren, wenn sich doch als das letzte wirklich Besondere der BRN der Individualismus der vielen Einzelanmelder erhalten hat, bei gleichzeitig hohem Organisationsgrad der ansässigen Wirtschaft(en)?
    Wichtig ist doch, dass eine spannende Diskussion über die Zukunft der BRN losgetreten wurde. Und da hatten der Morgenpostkommentar und mein aktueller Bart, wie Anton Launer ja bemerkt hat, zweifelsohne das Zeug dazu gehabt. Auch wenn die Debatte zu diesem frühen Zeitpunkt eigentlich noch nicht geplant war.

    Grüße in die (aufgeregte) Runde

  • erich sagte:

    warum findet das erst eine woche vor der brn statt? warum kann man nicht gleich anfangen? warum erst einmal analysieren statt loslegen? das das fest in dieser form leicht mist ist wissen wir doch, da sind wir uns einig. wir haben noch 10 wochen zeit. eine ganze menge wie ich finde.

  • Magnus Hecht sagte:

    warum die Podiumsdiskussion erst kurz vor der BRN stattfindet? Weil die konzeptionellen Messen für dieses Jahr doch schon seit Monaten gelesen sind und man sich deswegen in Ruhe um das Jahr 2011 kümmern kann. Und der zweite Aspekt, warum man die diesjährige BRN genauer beobachten und debattieren sollte ist, dass das Problembewusstsein offensichtlich noch lange nicht bei allen Beteiligten vorhanden ist. Und drittens liegt für dieses Jahr ja auch eine an sich spannende Idee vor. Der Kultur Aktiv will, dass die Veranstalter Künstler einladen, die von anderen Fragmentrepubliken oder Künstlerkolonien kommen (oder was auch immer an Mikronationen oder Ministaaten auch keine diplomatische Anerkennung hat). Zudem gibt es mit der Ausgabe von Pässen und quasistaatlichen Stempelaktionen weitere Aspekte einer Gesamtkonzeption. Und das Projekt ist teilweise sogar finanziert! Damit die Idee aber trägt, müssten sich die einzelnen Veranstalter mit der Auswahl der Künstler ziemlich beeilen. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren.

  • erich sagte:

    worum geht es denn jetzt eigentlich? braucht die brn ein gesamtkonzept oder gilt es der jeder-verkauft-bier-bietet-keine-toiletten-dafür-eine-10.000watt-stereoanlage-situation herr zu werden?

    für mich ist ersteres ein nice-to-have, zweiteres ein must-have.

  • BRN-Museum sagte:

    ich glaube, für diese diskusion sollten wir entweder hier oder im first life mal ein neues forum aufmachen? unser (klitzekleines und wirklich nicht wichtiges) brn museum, um das es ja im blogbeitrag ursprünglich ging, hört unabhängig von all diesen fragen auf und hat(te) daher leicht reden :-)

    ich bin gerade dabei zu gucken, wo und wie ich welche online-plattform nutze für das projekt vom kultur aktiv. dort würd ich das gerne mit integrieren.

    bin aber noch nicht sicher, ob man das auch als blog aufziehen sollte oder als forum oder als komplexere website? oder sollten wir doch ronnys seite kaufen? oder das projekt von tschentscher und boehler übernehmen?

    any other ideas?

  • Mirko Sennewald sagte:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bunte Republikaner,

    bissel spät zwar, aber bin wieder zurück in unserem fröhlich-virulent-kreativen Stadtteil. Die so entfachte Diskussion erfreut mich persönlich sehr, wobei ich doch bissel überrascht bin, dass sich neben den ohnehin sehr engagierten Veranstaltern oder mindestens kritischen Beobachtern der BRN kaum die bunten Bürger der Republik zu Worte melden. Wo sind denn all die anderen wie Johannes??? Endlich hat einer mal den Mut, Mitsprache einzufordern! Richtig und gut so! Wundert mich aber, dass von ca. 100.000 Besuchern nur 1 Johannes, 1 asti, 1 döner, 1 Toastbrot, 1 arnemink, 1 iche und 1 floralf ne Meinung dazu haben… Auch dies vielleicht nen Trend? Wo kommen denn die anderen 99.993 Besucher her?

    Den Ortsbeirat halte ich mit Verlaub nicht für das geeignete Forum, obzwar ich selbigem zuweilen angehöre. Ich denke, die Diskussion um die BRN gehört dahin, wo die BRN ist: auf die Straße, in die Kneipen, in die Clubs, in den Park. Und auch: in ein solches Forum! Deswegen find ich gut, dass die Diskussion jetzt läuft und einer den Schritt getan hat, sie anzustoßen. Für diesen Schritt muss Magnus Kritik wohl auszuhalten, ich sehe darin aber vielmehr eine große Chance für uns als Veranstalter UND mehr noch für die Bürger unserer Republik.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn viel mehr Leute vom Format wie Johannes, Toastbrot oder asti u.a. hier ihre Meinung posten! Ideen wie ne spontane Twitter-BRN oder sowas find ich ganz im Sinne der Bunten Republik Neustadt.

    Die ehrenwerten Kolleginnen und Kollegen will ich damit keinesfalls abhalten, hier eifrig zu diskutieren. Auch das ist eine allzu häufig vor allem im Hinterstübchen geführte Debatte!

    Möge die BRN werden, wie die Bürger sie wollen! Zu Zeiten der Geburt der Republik sagten aufrechte Bürger: “Wir sind das Volk!”. Ich will diesen historischen Spruch nicht entwerten, sondern eher als Ansporn sehen, damit es auch in Zukunft eine Republik sein kann, die mindestens ihre Bürger vertritt.

    Her mit neuen Ideen!
    Mirko

  • 20 Jahre BRN und kein Stück erwachsen - Botschaften eröffnen zum Fest, Bewohner können neue Pässe beantragen | Die Neustadt (author) sagte:

    [...] kann man das auch lesen :-) Über die Finanzierung des Vorhabens verfolge die Initiative das Prinzip von Glasnost. [...]

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