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Willkommen zurück: Bonjour Tristesse – Neustadtfilme

von Scheune e.V. am 5 Februar 2010 278-mal angesehen 14 Kommentare

Aufgrund der überwältigenden Resonanz bei unserem Filmabend am 1.12.2009, bei der leider einige vor der Tür bleiben mussten, möchten wir erneut in Kooperation mit Ohne Uns! die filmischen Neustadtblicke der 1980er auf die Leinwand bringen.

Tja, vor zwanzig Jahren waren nicht nur mehr Birken auf den Dächern der Neustadt, das Spirituosenangebot im Kiez übersichtlicher und die Kohlen im Keller, sondern es gab dort auch ein paar längst in Vergessenheit geratene Gesetze. Wie dieses: Filmen verboten!

Die schönsten Relikte der Gesetzesbrecher haben wir für diesen Abend zusammen mit den Filmemachern neu kompiliert. Zu sehen sind:

Kinder der Neustadt (Johann Andersson & Stefan Schilling, 1988)
Kohlenlothar (Wolfgang Scholz, 1989/90)
Auf der Suche nach der verlorenen Stadt (Thomas Claus, 1990)
Pilgrim – 1. Szene (Tilo Schiemenz, 1991)
Tigerlilli (Tilo Schiemenz, 1993)

Wann: 16.02.2010, 20 Uhr
Wo: Scheune
Wieviel: Abendkasse 5 Euro / ermäßigt 3 Euro

Hinweis:
Am 19.03. gibt es eine weitere Ausgabe des Neustadt-Filmabends. Ausführlichere Informationen dazu auf unserer Webseite und zu gegebener Zeit an dieser Stelle.

14 Kommentare »

  • randOM sagte:

    Tolle Sache. Diesmal bin ich hoffentlich dabei. Wenn nciht wieder was dazwischen kommt :-(

  • Holger sagte:

    Wann ist der nächste Termin? Hab es schon zwei mal verpasst? Oder bekommt die PhaseIV eine DVD ins Angebot?

  • BRN MUSEUM sagte:

    Hallo Holger,

    wir hoffe, daß wir zur BRN unsere Ausstellung wieder in der Scheune machen können und dort dann auch die Filme zumindest in digitalisierter Form zeigen können. Ansonsten kann der Riese Efau gar nicht anders, als den Abend zu wiederholen bei dem riesigen Interesse :-) Wie schon beim ersten Mal mussten so viele Menschen enttäuscht draußen bleiben.

    In jedem Fall gibt es im März einen Termin mit anderen Filmen.. Demnächst mehr an dieser Stelle

    Auch von mir übrigens ein riesiges Kompliment an die Organisatoren für das Retten und Zeigen der Filme und die sympathische Art und Weise, das Zeigen der Filme durch Interviews mit Zeitzeugen, Regisseuren und Akteuren der Filme zu begleiten!

  • Scheune e.V. (author) sagte:

    Der nächste Termin ist am 19.3., dann aber mit anderen Filmen als den bisher gezeigten

    http://scheune.org/index.php?p_datum=2010-03-19

  • Holger sagte:

    wunderbar

  • Scheune e.V. (author) sagte:

    Zur Info:
    Zukünftig gibt es zusätzlich zur Abendkasse auch einen Vorverkauf. Dieser ist begrenzt (100) und läuft ausschließlich über Saxticket an der Schauburg.
    Der nächste Filmabend findet am 19.3. statt.

  • Scheune e.V. (author) sagte:

    Heute: vorerst letzte Möglichkeit, in der Scheune Bonjour Tristesse – die Neustadtfilme zu sehen. Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr: http://www.ohne-uns-dresden.de/wordpress/?p=1572

  • Martin Busche sagte:

    Sorry, vielleicht bin ich ja ein alter Quertreiber und weiß nicht, was gut ist. Aber Bonjour Tristesse IV hat seinem Namen am 7.4. leider alle Ehre gemacht.

    Mehr als zwei Stunden wurde dem Publikum im diesmal “nur” gut gefüllten Saal in der Scheune allerlei Neustadtfilme gezeigt und dazu noch eine Lesung eines mir bislang unbekannten Journalisten Torsten Preuß, der ein paar Schnurren aus seinem Buch “Verliebt, verlobt, verheiratet” zum Besten geben durfte.

    Ziemlich viel für einen Abend und tatsächlich wäre weniger mehr gewesen, denn nicht nur die Filme hatten doch zum Teil arge Längen. Der Auftritt von Torsten Preuß war gelinde gesagt, anstrengend. Nicht nur weil sein Buch ja irgendwie ein Buch ist, kein Film und deshalb in so ein Programm irgendwie nicht passt. Preuß ist auch ein unangenehm eitler Zeitgenosse, dessen ein offensichtlicher Erfolg als Journalist irgendwie nicht gut getan hat. So hat es tatsächlich gewagt, seinen Band “die Blechtrommel” des Ostens” zu bezeichnen. Er glaubt tatsächlich, den Wenderoman an sich geschrieben zu haben. Sorry, aber das nervt und ist völlig überflüssig an so einem Abend.

    Auch den Filmen hätte es gut getan, wenn man sie in gekürzter Fassung gezeigt hätte, denn nicht alle konnte den Spannungsbogen halten. Nur die Neustadt als Thema hat leider nicht ausgereicht, um den Abend tatsächlich auch zu einem cineastischen Erlebnis werden zu lassen. Dafür war die Qualität der Filme häufig nicht gut genug.

    Beispielhaft sei hierfür der Dokumentarfilm “Tigerlilli” von Tilo Schimenz genannt, ein Porträt über eine einsame Frau aus dem Hechtviertel aus dem Jahre 1993. Er ist einfach nicht gut genug, um ihn fast 20 Jahre später nochmal komplett sehen zu müssen. Auch wenn Schimenz mit seinem Fim mehr einen künstlerischen Anspruch als einen journalistischen hatte. Ein kurzer Ausschnitt hätte auch gereicht, denn als TV-Journalist habe ich doch die ein oder andere Schwäche gesehen, die dessen Gesamtnote doch etwas eintrübt.
    Ganz zweifelhaft ist ein kurzer Film von Wolfgang Scholz über einen Jungen dessen Eltern kurz vor der Abreise steht. Hätte interessant sein können, wenn der Junge tatsächlich aus der Neustadt gekommen wäre. Kam er aber nicht, hätte nur sein können, hieß es vom Moderator des Abend. Etwas wenig, um ihn in diesem Rahmen zu zeigen, finde ich.
    Denn im Laufe des Abends hatte sich auch der Aha-Effekt, so sah die Sebnitzer also früher aus, auch erschöpft und so großartig waren die Wendeanekdoten der anwesenden Filmemacher auch nicht.

    Natürlich hatte der Abend auch Stärken, “Kohlenlothar”, ebenfalls von Wolfgang Scholz hatte die richtige Länge für eine Doku und hielt was der Film versprach, nämlich das Porträt eines Neustädter Kohlenlieferanten der aus der Zeit gefallen war. Auch manche Info über das Viertel war für den ein oder anderen vielleicht neu und die Idee einen solchen Filmeabend zu machen, ist auf jeden Fall großartig.
    Doch warum die halbe Neustadt dafür ins Scheune-Kino rennt und das ganze insgesamt vier Mal gezeigt werden muss, erschließt sich mir nicht. Aber vielleicht liegt es ja an mir, kann ja sein.

  • Mirkoo sagte:

    “So hat es tatsächlich gewagt, seinen Band “die Blechtrommel” des Ostens” zu bezeichnen. Er glaubt tatsächlich, den Wenderoman an sich geschrieben zu haben.”

    Find ich auch unerträglich und fast so peinlich wie diesen Oliver Schubert und seine Doofheiten, die der ganzen Welt zeigen, wie peinlich und geistig zurückgeblieben wir Sachsen sind. Wo Du hinguckst, nur größenwahnsinnige Betroffenheitslyrik hier.

  • Martin Busche sagte:

    Ach, ich finde so ein Buch kann man ja schreiben, wenn man es dort lässt, wo es hingehört. Sicher nicht in ein Regal mit der Blechtrommel oder sonstigen Perlen der Weltliteratur. Auch wenn es Torsten Preuß vom Ossi zum Australienkorrespondenten einer TV-Anstalt gebracht hat, wie er uns noch meinte, mitteilen zu müssen.

  • Herbie und die Hancocks sagte:

    Das von Dir kritsierte voll-auf-die-sahne-hauen von Torsten ist ja wohl viel sympathischer, authentischer und wirkungsvoller als der unten stehende Versuch von dir

    http://www.martinbusche.de/neuigkeiten/2009-12-09/martin-busche-recherche-beweist-ingenieur-schm%C3%BCckt-sich-mit-falschen-federn

    “Doch kaum etwas daran stimmt, zeigt ein TV-Beitrag der Journalisten Ulrike Peter auf, die für ihre Rechereche von Martin Busche unterstützt wurde.”

    Wir finden: Auf deiner eigenen Interneseite darfst du ruhig “ich” sagen. Und warum nennst Du die arme Frau Peters “Journalisten”?

    Wir finden, Eueren Kommentar nicht gut.

    Anm: Kommentar von SalvadorDD mit Weichspüler behandelt

  • stefanolix sagte:

    Ich bin ja hier nur Gast, aber ich gestatte mir doch mal den leisen Hinweis: mit persönlichem In-die-Knochen-Treten macht man sich nirgendwo sonderlich beliebt …

  • salvaDDor sagte:

    @stefanolix: Leider eine Unart, der man schwer aus dem Weg gehen kann.

    Ich habe gestern den untersten Beitrag gekürzt, da Löschen auch keine Lösung ist. Ansonsten sehe ich an dieser Stelle noch (!) keinen Anlass, groß zu moderieren. Martin ist hart im nehmen und kann austeilen (siehe oben) und einstecken. So jedenfalls meine bisherige Erfahrung.

    So, jetzt aber mal wieder zurück zum Thema. Als ich da war, hat ein volles Haus die Filme und Torsten gefeiert. Natürlich war das eine eher wenig Entertainment (die Filme) und das andere ziemlich viel (TP ist echt eine Marke für sich), aber dennoch fand ich den Abend sehr gelungen.

    Martin, wenn wir den persönlichen “Angriff” löschen sollen, meldest Du Dich, oder?

  • Torsten Preuß sagte:

    Naja, bei so viel schönen Worten zu dem Abend im Allgemeinen und zu meinem Auftritt im Speziellen, habe ich gleich das Bedürfnis bekommen, ein paar Worte zu schreiben. “Wer die Öffentlichkeit sucht, muss sie auch aushalten”, das weiß jeder, der sich auf diesen Weg begibt. Auch, dass er dabei manchmal auf Zeitgenossen trifft, die denken wie Martin Busche und seine Geistesverwanten. Keine zehn Minuten lang alten Neustadterlebnissen zu zuhören, die eigentlich alle im Saal begeistert haben, hat dich also angestrengt. Wahrscheinlich bist du ein Mitglied der SMS-Geration. Die meisten waren eher UNSERE Generation und fanden es eher lustig, und danach haben mir eigentlich alle auch bestätigt, dass ich es ganz gut gemacht habe. Ich bin ja kein Bühnenprofi, da ich als Journalist meistens nur im Hintergrund gearbeitet habe. Das mir das zu Kopf gestiegen ist, naja, auch das überlasse ich mal dem Urteil jedes einzelnen Besuchers der dabei war. Aber auch da muss ich sagen, dass zu meiner Erleichterung danach das Wort “sympathisch” am meisten fiel. Martin Busche und Friends scheine ich damit aber nicht überzeugt zu haben, er findet mich “eitel” und etwas abgehoben, weil ich das Buch als “Blechtrommel des Ostens” vorgestellt habe. Ohweija!!!! Das darf der doch gar nicht!!! Erst wenn der “Führer”, also von FAZ bis TAZ, von Spiegel bis Stern, sowas sagt oder schreibt, dann, aber bis dahin? Das ist typisch deutsch, Herr Busche und ziemlich kleinkariert. Zumal Sie das Buch noch nicht mal gelesen haben. Aber vielleicht würden Sie mir bei der allgemeinen politischen Lage zustimmen, dass es mehr als an der Zeit ist, dass auch der Osten seine Blechtrommel hat. Damit in diesem Land nie mehr jemand fragt, ob eine Diktatur Recht oder Unrecht ist. Nach „VVV?“ jedenfalls wird das niemand mehr in Frage stellen. Auch deshalb habe ich es geschrieben und auch deshalb wird es die “Blechtrommel des Ostens” genannt. Nicht weil es literarisch dem Grass-Werk ähnelt, sondern politisch. Es ist eine Abrechnung mit einer ganzen Zeit. Das sagten zuerst die Leser und vielleicht gehören Sie ja irgendwann dazu, danach bin ich noch eher bereit für Kritik. In diesem Sinne, Danke an alle, die da waren, die geklatscht haben und danach sogar gekauft haben. Und wer jetzt neugierig geworden ist, einfach mal auf http://www.toponlineverlag.com gehen. Viel Spass, Torsten Preuß

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