Podiumsdiskussion: „Wie geht es weiter mit den sächsischen Freien Radios?“
Heute abend sind alle Freunde, Kritiker und neugierige Beobachter des freien Dresdner Radios eingeladen, mit der Radioinitiative Dresden, die den freien Dresdner UKW-Sender coloRadio betreibt, über die Zukunft von coloRadio zu diskutieren.
12. Januar im Plenarsaal des Dresdner Rathaus ab 19 Uhr
(und live auf coloRadio)
Thema der Veranstaltung ist die Zukunft des einzigen Dresdner Freien Radios. Die Verhandlungen mit den privaten Runkfunkbetreibern über die weitere Finanzierung der Sende- und Leitungskosten sind gescheitert, obwohl alle sächsischen Freien Radios bereit waren, den kommerziellen Radiostationen 250 Stunden Sendezeit zur besten Primetime zu überlassen. Auch die sächsische Landesmedienanstalt hat sich auf die Seite der kommerziellen Anbieter geschlagen und fühlt sich nicht zuständig, obwohl diese Finanzierungslösung einst auf ihren expliziten Wunsch zustande kam.
Derzeit wird auf den Frequenzen 99,3 und 98,4 MHz gesendet. Doch wie lange noch? Den Sendebetrieb aus Eigenmitteln zu finanzieren, ist für ein gemeinnütziges Projekt wie coloRadio kaum möglich. Jetzt muss die Landesregierung Farbe bekennen und die Finanzierung Freier Radios in das neue Mediengesetz aufnehmen. Grüne, Linke und die SPD sind dafür. CDU und FDP bleiben skeptisch.
Zur Podiumsdiskussion zugesagt haben bislang einige medienpolitische Sprecher der sächsischen Landtagsfraktionen, Medienexperten und freie RadiomacherInnen. Die Moderation hat Ralf Hron, Chef des DGB-Bezirks Dresden-Oberes Elbtal, übernommen.

Und, wie geht es weiter? War jemand dort?
ich war da, es war interessant. da kann man es nachhören:
da
Ich habe mir den Mitschnitt einmal komplett und dann noch in den erschreckendsten Teilen angehört. Es war sehr einseitig. Die Meinung der coloRadio-Kritiker wurde verzerrt, verkürzt und aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe in meinem Blog meine Meinung dazu gesagt.
Die Diskussion bei Stefanolix ufert zwar ein wenig aus an der einen oder anderen Stelle, ist aber durchaus interessant!
Ja, mit solchen Diskussionen hat man es nicht einfach. Leider kommen kaum neue Argumente. Ich weiß, dass es wahrscheinlich nichts bringen wird: Pseudo-Argumente wie »dann höre doch MDR« oder »wer kein Radio macht, darf über Radio nicht urteilen« halten sich eben doch hartnäckig.
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