Stellenanzeige des scheune e.V.
Der scheune e.V. sucht für den nächstmöglichen Termin zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter für durch das Kommunalkombi-Modell geförderte Stellen.
Informationen:
- 3 Jahre befristet, 30-Stunden-Woche, richtiger Arbeitsvertrag,
- Arbeitsbeginn noch 2009,
- Bruttogehalt 1.000 €.
Voraussetzungen: min. 50 Jahre alt, Wohnort Dresden, 12 Monate arbeitslos und 12 Monate durchgängig ALG II-Bezug.
Arbeitsgebiete der Projektmitarbeit:
1. Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des 60jährigen scheune-Jubiläums im Jahr 2011
und
2. Öffentlichkeitsarbeit bei der Umgestaltung des Areals rund um die scheune und der Alaunstraße
Bei Interesse bitte einen kurzen Lebenslauf mit Kontaktdaten an info@scheune.org schicken oder telefonisch unter 0351 32355640 melden – oder beides. Vorstellungsgespräche finden noch diese Woche statt!
Magnus Hecht, scheune e.V., 14.12.09

1000 Euro brutto für 30h/woche? Macht pro Stunde 8,30 Brutto und vielleicht 6 Netto. Mmmhh ich hab jetzt die Scheune-Preise nicht im Kopp, aber mir scheint für 6 Euro bekomm ich dort 2 Latte Macchiato. Oder einmal Eintritt zum Poetry-Slam. – grübel ….
Lieber Torsten,
“Der Kommunal-Kombilohn soll Arbeitslosengeld-II-Empfänger wieder in eine geregelte Erwerbstätigkeit bringen. Das staatliche Programm konzentriert sich auf Regionen mit einer besonders hohen Arbeitslosenquote von über 15 Prozent. Der Bund stellt dafür über fünf Jahre verteilt rund 1,7 Milliarden Euro bereit. Jede geschaffene Stelle wird vom Bund mit 500 Euro monatlich bezuschusst.”
Somit ist also dank eines solchen Zuschusses ein Verein in der Lage, jemanden in Vollzeit für ein Projekt einzustellen, für das im Normalfall Praktikanten, Zivis, Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahrs etc. eingesetzt werden, da für derartige Projekte einfach kein Geld da ist! Statt also so zu tun, als würde die scheune zum kapitalistischen Ausbeuter sollte man sich lieber mal fragen, wieso die Führungskräfte der scheune, die sich selbst kein ansatzweise ihrer Ausbildung gerecht werdendes Gehalt auszahlen, es zeitlich auf sich nehmen, Projekte wie die Durchführung und Nachbereitung des 60jährigen scheune-Jubiläums auf sich zu nehmen wozu einen keienr zwingt und wozu man bei permanenten Abend- und Wochenendeinsätzen auch erst mal lust haben muss!
Also, nimm deinen Taschenrechner und Deine Lebenserfahrung nochmal raus und rechne folgendes: Führung von zwei neuen Mitarbeitern und Projektunterstützung in deren Projekten plus Urlaubs- und Krankheitsvertretung in deren Abwesenheit = ca. 15 Stunden im Monat für 0,00 Euro! Noch einmal: die gesuchte Arbeitskraft ersetzt niemnanden sondern unterstützt Projekte, die das Team der scheune ZUSÄTZLICH zum bestehenden Arbeitsaufwand angeschoben hat, OHNE dafür mehr Geld zu erhalten!
So jedenfalls meine Information
> Statt also so zu tun, als würde die scheune zum kapitalistischen
> Ausbeuter ….
Da has Du obige Rechnung aber sehr frei interpretiert. Überhaupt:
Soviel Text auf sowenig Gegrübel? Schlechtes Gewissen und Rechtfertigungsdruck obwohl man doch viel lieber zu den Guten gehören möchte?
“Schlechtes Gewissen und Rechtfertigungsdruck”
Warum sollte ich? Ich bin erstens nicht die scheune und ich sehe zweiterns auch absolut keinen Anlass für schlechtes Gewissen bei denen.
Ich träume seit unserer Gründung vom jährlich stattfindenden temporären BRN Museum von einem dauerhaften Stadtteilmuseum für die Neustadt!
Doch weder das Stadtteilarchiv, noch wir, noch die Scheue haben in den letzten Jahren eine Stelle gefördert bekommen, um z.B. Recherchearbeiten usw. durchzuführen. Und glaube mir, das macht VERDAMMT viel Arbeit. Wie aber sonst jemanden bezahlen für ein Projekt, welches keinerlei kommerzielle Hintergründe hat außer durch geförderte Stellen? Wie Miete bezahlen, Ankäufe, Personal?
(Man beachte: Sollte es jemals klappen, so ein Museum ins Leben gerufen dürfte der Eintritt wohl kaum bei über einem Euro liegen, um nicht die üblichen Kommentartoren in den Blogs auf die Barrikaden zu rufen, aber das nur am Rande)
In diesem Jahr jedenfalls gibt es eine geförderte Stelle beim Stadtteilarchiv und nun kann auch das Jubiläum der scheune aufgearbeitet werden und so mache ich mir doch große Hoffnung, daß in Zusammenarbeit mit Archiv, scheune, Kultur Aktiv, BRN Museum und anderen in diesem Jubiläums-Jahr der BRN eine Ausstellung auf die Beine gebracht werden kann, die unsere bisherigen weit übertrifft. Und daher ärgere ich mich schon etwas, wenn als erstes gleich so ein eher unqualifizierter Kommentar kommt wie Deiner. Kein Rechtfertigungsdruck! Nur ein wenig Frust :-)
Und um das noch zu Ende zu bringen: 1.000 Euro für 30 Std. entspricht etwa 1328 für 40 Std. und die musst Du erstmal in einem Call-Center verdienen oder wo bekommt man sonst als Mensch über 50, der länger als ein Jahr Hartz 4 bezieht heute in Dresden einen Job? Also lassen wir das lieber die Bewerber entscheiden, ob die Bezahlung ok ist oder nicht.
Und seit wann gibt es in der scheune eigentlich Latte?
> Und daher ärgere ich mich schon etwas,
> wenn als erstes gleich so ein eher
> unqualifizierter Kommentar kommt wie Deiner.
Ich hatte gerechnet, was ist daran unqualifiziert?
Dass Dich die Ausmaße Deiner Selbstausbeutung nerven kann ich verstehen, hat aber m.E. noch weniger mit dem Thema zu tun als meine Rechnung.
> Also lassen wir das lieber die Bewerber
> entscheiden, ob die Bezahlung ok ist oder nicht.
Leute mit 2 Jahren ALG-Erfahrung gehören ja in der Regel nicht zu den Leuten mit besonders vielen Entscheidungsfreiheiten. Von einer Entscheidung zu reden ist da euphemistisch.
> Und seit wann gibt es in der scheune eigentlich Latte?
Keine Ahnung, war seit Ewigkeiten nicht mehr da. Dachte nur…
> Doch weder das Stadtteilarchiv, noch wir, noch die Scheue haben
> in den letzten Jahren eine Stelle gefördert bekommen, um z.B.
> Recherchearbeiten usw. durchzuführen. Und glaube mir, das macht
> VERDAMMT viel Arbeit. Wie aber sonst jemanden bezahlen für ein
> Projekt, welches keinerlei kommerzielle Hintergründe hat außer
> durch geförderte Stellen? Wie Miete bezahlen, Ankäufe, Personal?
Genau das ist die Frage. Und mir fällt noch eine ein: Wenn das alles so frustrierend ist, warum werden keine Antworten auf diese Frage gesucht, sondern mitgewurschtelt?
sorry, jetzt wirds mir irgendwie zu krude.. irgendwie reden wir aneinander vorbei. und ich weiß auch nicht, warum das hier einen immer persönlicheren unterton bekommt.
wenn es nach mir ginge würde es ein von der stadt gefördertes neustadt museum geben mit vier vollzeit angestellten arbeitskräften nach öffentlichem tarif und allem pi pa po. aber das ist nun wirklich nicht meine baustelle, ich beschäftige mich beruflich weder mit förderstellen noch mit museen sondern habe freude an der arbeit für eine ausstellung gefunden, für die wir gerne jemanden eingesetzt hätten als arbeitskraft, aber es nicht bezahlen konnten.
für mich klang es so, als würdest du in deinem ersten posting die scheune “anklagen” für eine in deinen augen schlecht bezahlte stelle.. wenn du das nicht so gemeint war, dann nimm meinen unqualifizierten frust einfach in den koffer uns stell ihn in die ecke.
> für mich klang es so, als würdest du in deinem ersten
> posting die scheune “anklagen” für eine in deinen augen
> schlecht bezahlte stelle..
Die Scheune wegen der schlechten Bezahlung anklagen oder zum kapitalist. Ausbeuter stempeln mag ich nicht, weil ich nicht beurteilen kann, ob die Scheune das was dafür kann und weil ich nicht an kapitalist. Ausbeuter glaube.
Also, an kapitalist. Ausbeuter glaube ich zwar, aber das ist dann wirklich ein ganz anderes Thema.. :)
that’s our beloved web :-)))
ihr habt wohl wirklich aneinander vorbei geredet. kann im ersten kommentar nicht annähernd etwas “anklagendes” finden. eher so ne art: das würd ich nich machen…
…danach wirds dann schon persönlich – anscheinend zuviel frust ;-)
tja, bis zum web3.0, wo jeder kommentar per video gesendet wird (mit gesichtsausdruck und so) dauerts halt noch ein paar Weihnachten :-)
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