„Weibsbilder“ in der St. Pauli Galerie
Mit der Vernissage zur Ausstellung „Weibsbilder“ von Daniela Floß wird zur Kunstnacht Hecht1 die St. Pauli Galerie eingeweiht. Zur Kunstnacht im Hechtviertel präsentiert sich eines der künstlerisch pulsierendsten Stadtviertel der Stadt Dresden und ihren Gästen erstmalig einem größeren kunstinteressierten Publikum.
Die Eröffnungsausstellung der St. Pauli Galerie ist mit Bedacht gewählt – die Malerin und Holzbildhauerin Daniela Floß selbst hat mit ihren Arbeiten und ihrem offenen Atelier das Kunstquartier Hecht mitgeprägt. Sie repräsentiert mit ihren Arbeiten einen künstlerischen Werdegang und Status, der examplarisch dafür steht, dass künstlerische Reflexion aus sich selbst entsteht und ihre Ausdruckskraft aus dem Sein im Hier und Jetzt bezieht. Am 12. Dezember präsentiert die Dresdner Autodidaktin zur Kunstnacht mit der Ausstellung „Weibsbilder“ erstmals ihre künstlerische Ausseinandersetzung mit den Aspekten des Blickes auf die Weiblichkeit. Nach entsprechend intensiver Vorbereitung findet die St. Pauli Galerie mit dieser Ausstellung eine gebührende Eröffnung ihrer Galerieräume.
Dabei wäre aber eine Fokussierung nur auf die Weiblichkeit zur kurz gegriffen: Die in Meerane geborene und in Dresden lebende Künstlerin wiederholt nicht pseudo-feministische Klischees – sie spielt mit ihnen als Stereotypen, als vermeintliche Gesetzmäßigkeit auf (titelgebende) weibliche Art und Weise: In ihren Arbeiten wird erfahrbar, dass „Weibsbilder“ fließende Zustände von Licht und Schatten, von Farbigkeit und Monochromie, von Gegenständlichkeit und Abstraktion sind. Zustände, die sich in den mittel- und großformatigen Ölbildern und Holzskulpturen materialisieren und ihren künstlerischen Ausdruck finden.
Daniela Floß, seit 2004 freischaffende Künstlerin und Betreiberin des „Offenen Ateliers“ im Hechtviertel, hat ihren Stil und Ausdruck in zahlreichen Ausstellungen, Studienreisen und Symposien immer wieder auf gestalterische Art und Weise weiterentwickelt, verfeinert, auch hinterfragt. Ein Prozess, der im positiven Sinne endlos ist und auch endlos sein muss. Gleichzeitig ist dieser Prozess als exemplarisch für die Arbeiten der jetzigen Ausstellung zu sehen – sie führen den Betrachter weiter, verfeinern den Blick auf das Sujet und hinterfragen den Ist-Zustand. Und geben somit mehr von „Weibsbildern“ preis, als das Klischee es vermuten lassen würde.
Die Vernissage zur Ausstellung „Weibsbilder“ im Rahmen der Kunstnacht Hecht1 findet als Erstausstellung in der St. Pauli Galerie, Hechtstraße 32, in Anwesenheit der Künstlerin und mit musikalischer Begleitung durch „Melilla“ statt.
Informationen: www.kunstnachthecht.de



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