kami kam – gut an – kill peter pan
Ein kurzer Rückblick zur Adventsstiefelei und ein kurzes “nich vergessen, heute hat ** Geburtstag” :-)
Na, das war doch heute auf der Kamenzer wirklich mal eine herrliche Großzusammenkunft Neustädter Kids, die in freudiger Erwartung im Nikolausbüro ihre Stiefel abgegeben hatten und nun gemeinsam gespannt darauf warteten, ob denn der Neustadt-Nikolaus vielleicht was hineingetan habe im Tausch gegen das mit dem Stiefel in die Hände bedürftiger Kinder abgegebene Spielzeug. Ein riesiges Hallo aus Schule, Kindergarten, Hinterhof, Sportverein und „noch von früher her“.
Da der geplante Lampionumzug nicht genehmigt wurde, lief die kollektive Suche nach dem Nikolaus und den über 200 Stiefeln (im Büro waren sie plötzlich nicht mehr) unter dem Deckmantel einer Demo!! „Für eine Kinderfreundlichere Neustadt“ lautet das Motto! Für solch eine Demo braucht man fürwahr nicht mehr als zwei Polizeibeamte und mehr waren auch nicht da :-)
Alles gut und schön also, wäre da nicht ein völlig überdrehter, offenbar täglich in aufputschenden Drogen badender und dabei die CDs Blödelpupskack Vol 1 – 3 hörender “Alleinunterhalter” aufgetaucht, der als „Peter Pan“ mit lautem “Kikeriki” (?) meinte, die Kinder unterhalten zu müssen. Kaum etwas kann einem mehr auf die Nerven gehen als Menschen, die “kindlich”, “kindisch” und “gaga” nicht unterscheiden können.
Aber, ok, manchmal ist das halt so und die Kids fanden das sicherlich auch weniger anstrengend als ich, wenngleich auch meine nicht ganz verstanden, was Peter Pan denn nun mit dem Nikolaus zu tun habe und zunächst dachten, er wäre vielleicht etwas zurückgeblieben und dürfe deshalb immer so einen Quatsch über sein Megaphon verbreiten. („vielleicht lassen die den ja, weil der noch nicht richtig laufen kann“).
Nach dem es ohne Problme losging, erreichten wir nach einer kurzen, von vielen bunten Lampions beleuchteten und Waldhorn (?) und Gesang begleiteten Schleife über Kamenzer, Louise, Tal und Schönfelder wieder die Kamenzer und wurden dann ins Orpheum geführt, was wirklich eine tolle Überraschung war und der trotz des Kaspers vorherrschenden feierlichen Stimmung mehr als gerecht wurde. Sanft fluteten die Stimmen eines kleinen Chors den prachtvollen, voller rotwangiger Kinder gefüllte Saal. Da konnte einem schon sehr warm werden, auch wenn die Heizung im Orpehum nur auf 2 stand. Und zwar nicht deshalb, weil es vorher draußen so kalt war.
Bis es plötzlich wieder im Otto Waalkes Hupfschritt trampelte und krachte und Peter Pan himself endgültig seine Abneigung gegen jedes klassische Element der Vorweihnachtlichen Stimmung demonstrieren musste. Mit einer wirklich nur dreist zu nennenden Respektlosigkeit gegenüber den Sängern und Sängerinnen (und eigentlich auch allen anderen) war es ihm offenbar ein Graus, daß die Kinder einfach in Stille und Andacht lauschten. Und nach dem Motto: „Oh nein, jetzt kriegen die diesen weihnachtlichen Glanz in den Augen“ wurde die tiefste Niveauschublade geöffnet; den Sängern der „Osterhase“ gezeigt und noch mitten im Lied sich vor den Sängern auf den Boden geworden und Kinder lauthals zum Albernsein aufgefordert. (Der Moment war gekommen, an dem ich wusste, ich würde heute abend bloggen, denn eine solche Respektlosigkeit gegenüber Musikern ist eines Peter Pan nicht würdig).
Dann aber war auch das ohne entnervten Aufschrei der Chorleiterin (oder mir oder Thomas oder Doreen oder Stefanie oder Andrea) zu Ende gebracht und das große Highlight stand ja noch aus. Der Nikolaus und die Rückgabe der Stiefel. Das lief dann trotz der sich mittlerweile im Saal befindlichen riesigen Menschenmenge sehr angenehm und fröhlich zu und fast jedes Kind wartete geduldig, bis es vom Nikolaus aufgerufen, Stiefel und Säckel entgegennehmen konnte. Meine zwei überraschten mich damit, daß sie den Inhalt gerne erst zu Hause öffnen möchten, es sei ihnen doch das „Gewusel“ im Saal zu groß. Das war es auch, aber das spricht ja nur für den vollen Erfolg und auch wenn sich das hier vielleicht nicht durchgehend so liest:
Ich fand es war ein wirklich toller Nachmittag auf der Kamenzer (der Abkürzung „Kami“ werde ich mich weiter und auf ewig verweigern, basta).
Somit mein Fazit: ein richtig schöne Idee, toll umgesetzt mit wunderschöner Athmosphäre. Übrigens auch schon vor dem Umzug bei Glühwein, Kinderpunsch, sehr viel Kunst und selbstgemachtem Grießbrei.
Negativ war eigentlich nur, daß es dann doch etwas lange gedauert hat. Besonders für die Kleineren (bzw. deren Eltern) und dann natürlich.. Sagen wir es so: Ein Freund schlug vor, über unser Blog T-Shirts zu verkaufen in Anlehnung an den Verkaufsschlager KILL BAMBI, offenbar sei es in, T-Shirts zu tragen, in denen geliebte Kinderbuchfiguren gelyncht würden und passender sei es ja selten gewesen……
So etwas werden wir aber natürlich nie tun!
Nächstes Jahr noch einmal so! Nur vielleicht ein bißchen anderser.
Und dann noch was zum Abschluß! Während Nikolaus von Myra, in dessen Andenken wir das Fest ja schließlich feiern, am 06.12. (326, 345, 351 oder 365) gestorben ist (genial oder, man weiß den Tag, aber das Jahr nicht), hat ein anderer am selbigen Tag Geburtstag, dem wir alle unbedingt ein kleines Geschenk vor das Türchen legen sollten, wenn wir denn wissen, wo sich diese befindet. Als Kolumnist, Neustadtchronist, launischer Radfahrer und sprachlich gewandter Punk. Diese Zeilen gehen anTon: Alles Gute zum Geburtstag, frohe Weihnachten und eine irgendwie andere aber trotzdem schöne Begebenheit mit drei Jungfrauen als die, mit der Nikolaus berühmt geworden ist: Das wünsch ich Dir!
(Foto-Copyright www.nikolausbuero.net)

Da schließ ich mich doch gern mal an: Herzlichen Glückwunsch & Prost Jan ;-)
Und ein dickes Lob auch an die Kamenzer Straße für den Nachmittag und an das Team um das Nikolausbüro, das mit der Aktion sicher nicht nur bei den anwesenden Kids die Herzen höher schlagen ließ, sondern auch bei den Kids, denen die unzähligen abgegeben Spielzeuge demnächst zugute kommen.
Bitte mehr solcher Aktionen.
Danke für die detaillierte Reflexion unseres Tuns. Wir werden das Ganze natürlich konstruktiv auswerten!
Der Chor heißt übrigens chorbühne TRITONUS und war auch etwas irritiert.
Insgesamt können wir aber schon stolz darauf sein, was wir in 7 Wochen (mit Nichts) aus dem Nichts gestampft haben, oder?
Jutta aus der AdventLadenWerkstatt in derKamenzer Straße 22 und Mit-Erfinderin der AdventStiefelei.
Links zu Bildern der Aktion gibt es übrigens hier
“Insgesamt können wir aber schon stolz darauf sein, was wir in 7 Wochen (mit Nichts) aus dem Nichts gestampft haben, oder?”
JA
Hier gibt es übrigens die Fotos von Lothar
http://www.lothar-dresden-reportagen.de/stiefelei.2.1.175.html
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