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Die Qual der Wahl

von Jan-Thomas am 30 August 2009 188-mal angesehen 21 Kommentare

Auch wenn ich persönlich nicht glaube, das sich nach dieser heutigen Wahl im Parteiengefüge dieses Landes etwas ändern wird – eins sollte klar sein: das NPD-Geschwür muss endlich aus dem Landtag rausgewählt werden.
Also ab in die Wahllokale und Kreuzchen an den richtigen Stellen machen, die Sonne scheint und bis 18 Uhr ist Zeit!

Übrigens: die Wahlbeteiligung um 12 Uhr betrug in Sachsen mickrige 8%, in Thüringen 18%.

21 Kommentare »

  • Hasselhoff sagte:

    Ich geh dann gleich noch und kann ebenfalls nur jeden ermutigen, raff dich auf und geh deine Kreuze machen!!!

  • torsten sagte:

    mmh…”NPD-Geschwür”. Ich weiß nicht, ob diese pathologisierende Wortwahl angemessen ist. Sie erinnert mich stark an den Jargon des 3. Reiches.

  • Dirk sagte:

    was wäre denn deiner meinung nach angemessen?

  • Torsten sagte:

    Was wäre angemessen? Vielleicht einfach der Verzicht auf das “Geschwür”.

    Die Gleichsetzung der NPD-Fraktion im Landtag mit einer Krankheit lässt es doch so aussehen, als könnte man das Problem mit der NPD durch einen “Eingriff” lösen. Das ist aber eine ziemlich beknackte (tschuldigung) Vorstellung.

    Gerne weise ich an dieser Stelle auf Viktor Klemperers LTI hin.

  • stefanolix sagte:

    Danke, das wollte ich auch gerade sagen. Die NPD ist eine üble Vereinigung mit rassistischen und nationalistischen Zügen. Aber genau das: eine Vereinigung aus Menschen. Pathologisierende Sprache sollten wir den Extremisten überlassen.

    Und darüber hinaus: In Bezug auf die NPD müssen Demokraten sich einig sein. Die blinde Attacke der SPD auf Konservative und Liberale hat der Wähler nicht belohnt.

  • Despo sagte:

    8%? Das ist sehr traurig… Ich gehöre zwar auch zu den Spätwählern, aber dann verstehe ich auch, warum die Hochrechnungen schon wieder so traurig aussehen.

  • stefanolix sagte:

    Die Wahlbeteiligung sieht richtig Sch…. aus (pardon!). Das darf eigentlich nicht wahr sein.

  • Elbnymphe sagte:

    Mir fällt mal wieder Max Liebermann ein: „Ick kann jar nicht so viel fressen, wie ick kotzen möchte.“

  • Torsten sagte:

    52% Wahlbeteiligung kann ich gut verstehen. Hab auch keinen Bock auf das Parteiengedöns.

  • Elbnymphe sagte:

    Torsten, dann bleibt immer noch die Protestwahl. Oder hast Du Bock auf braune „Politik“?

  • stefanolix sagte:

    Ja, aber trotzdem geht man doch hin.

    Hinter der NPD stehen (aktiv abstimmend) nur weniger als drei Prozent der sächsischen Wahlberechtigten.

    Hinter den anderen Parteien stehen (aktiv abstimmend) etwas weniger als 50% der sächsischen Wahlberechtigten. Sollte uns das nicht zu denken geben?

    Wieso gelingt es den Demokraten nicht, die Leute wenigstens zu einer Wahlbeteiligung von zwei Dritteln zu motivieren?

  • Torsten sagte:

    @Elbnymphe & Stephanolix: Ich hab ja auch gewählt. Wenn auch mit Widerwillen. Aber so zu tun, als wäre Nicht-Wählen völlig unverständlich ist doch Heuchelei. Ich sag nur: “Keine Faxen. Für Sachsen”

  • stefanolix sagte:

    Es ist für mich persönlich völlig unverständlich. Solange ich gesund und bei Kräften bin, werde ich wählen gehen. Egal, was der Herr Tillich für Plakate aufhängen lässt.

  • Torsten sagte:

    Und wie erklärst Du dann die 48% Nicht-Wähler?

  • stefanolix sagte:

    Tja. Damit bin ich heute abend überfragt. Ich müsste welche befragen können. Wahrscheinlich ist das Wählen ihnen nichts wert(?)

  • Torsten sagte:

    Oder Parteien-Politik / Politiker sind ihnen nicht so viel wert? Geht mir so.

  • Anton Launer sagte:

    Übrigens hat auch die NPD mit dem Slogan “Wählen gehen” geworben, ich kann mir gut vorstellen, dass ein Großteil derer, die in der vergangenen Periode die NPD wählten, diesmal aus Enttäuschung über deren Gebahren jetzt weggeblieben sind. Denn sie mussten erkennen, dass die selbst ernannte Protestpartei genau die gleichen Maschen an den Tag legt wie die von ihr kritisierten etablierten.

    Mein Fazit aus der Wahl. Der Sachse ist offenbar mit der Politik hier zufrieden.
    Entweder sie wählen überwiegend die CDU oder gar nicht. Dann scheint ja alles bestens zu sein.

  • randOM sagte:

    Die geringe Wahlbeteiligung hat zwei Ursachen: Zum einen, wie Herr Launer richtig bemerkte, ist ein nicht geringer Teil zufrieden. Und ein anderer Teil denkt – egal, wen ich wähle, es ändert sich sowieso nichts. Total absurd aber so ist es nun mal. Was man dagegen machen kann? Wahlteilnahme als Bürgerpflicht vielleicht.

  • Torsten sagte:

    Man könnte auch jedem Wähler an der Wahlurne 50 Euro überreichen.

  • stefanolix sagte:

    Rückwirkend bitte ;-)

  • Jan-Thomas (author) sagte:

    Die Gleichsetzung der NPD-Fraktion im Landtag mit einer Krankheit lässt es doch so aussehen, als könnte man das Problem mit der NPD durch einen “Eingriff” lösen. Das ist aber eine ziemlich beknackte (tschuldigung) Vorstellung.

    Das ist wohl letztendlich eine Frage der Betrachtungsweise, für wie intelligent man seine Mitmenschen hält.

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