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BISS.FM ist online – Initiative für besseres Radio in Sachsen

von Troll am 20 Februar 2009 4 Kommentare

Verschiedene Akteure der sächsischen Pop- und Jugendkultur haben sich Anfang 2009 zusammengefunden, um bei der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM), dem Sächsischen Landtag und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) für die Einführung eines alternativen Jugendradiosenders und die Gründerförderung von nichtkommerziellen Internetradios zu plädieren.

Bis zum 31.05.2009 können „Leidensgenossen“ auf der Website www.biss.fm die Forderungen unterzeichnen, welche am heutigen Freitag, den 20.02.2009 an die Verantwortlichen bei SLM, MDR und Sächsischen Landtag gesendet werden.

Hier der Aufruf, der (natürlich?!?) auch in der Dresdner Neustadt seine Wurzeln hat

[...]
BISS.FM ist eine Initiative unterschiedlichster Akteure aus Kultur, Medien und Politik, die mit dem vorhandenen Radioangebot in Sachsen nicht einverstanden sind.

Unsere Forderungen an die Sächsische Landesmedienanstalt, den Sächsischen Landtag und den Mitteldeutschen Rundfunk kannst Du bis zum 31.05.2009 auf dieser Website unterstützen.

Unsere Forderungen:

1.) Die Ausstrahlung eines alternativen Jugendradios für Sachsen nach den Vorbildern Sputnik (MDR), Fritz (RBB) oder FM4 (ORF) mit

  • einer Musikauswahl, bei der die künstlerische Vielfalt vor dem kommerziellen Erfolg der Tonträger steht
  • einer anspruchsvollen Berichterstattung, bei der (sub)kulturelle und politische Inhalte gleichberechtigt neben Unterhaltung stehen
  • Beiträgen zur Unterstützung der landesweiten Pop- und Jugendkultur
  • Programmen zur politischen Bildung

Wir bemängeln dabei vor allem die Tatsache, dass der MDR ein entsprechendes Format (SPUTNIK) ja bereits in Sachsen-Anhalt ausstrahlt. Eine Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts sollte aber die angebundenen Länder gleich behandeln und sich dabei besonders seiner Verpflichtung gegenüber jungen Menschen bewußt sein. Daher sollte das Format SPUTNIK entweder (mit einer eigenen Redaktion) auf Sachsen ausgeweitet werden oder ein entsprechendes neues Format in Sachsen eingeführt werden.

2.) Die Förderung von nichtkommerziellen Internetradios

Immer mehr Menschen greifen auf Radioangebote im Internet zurück. Allerdings haben nichtkommerzielle Projekte derzeit kaum die Chance, die Kosten für Räumlichkeiten, Technik und Lizenzen (GEMA und GVL) zu tragen. Dies verhindert innovative redaktionelle und technische Ansätze und somit eine notwendige Belebung der sächsischen Medien- und Kulturlandschaft. Denn nur im Internet ist Platz für Experimente und Nischen. Im Gegensatz zu freien UKW-Radios, die hierzu bereits betrieben werden, ist die Reichweite eines Internetradios nicht regional (z.B. auf eine Stadt) begrenzt. Und auch außerhalb der urbanen Zentren Dresden und Leipzig besteht ein Recht auf Teilhabe an allen kulturellen und medialen Facetten in und aus Sachsen.

Daher soll der Freistaat Sachsen ein Förderprogramm für nichtkommerzielle Radioprojekte von Schulen, Universitäten und Vereinen auflegen, wodurch Projekte mindestens temporär finanziell unterstützt werden.

[...]

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