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Alaunstraße wird in Prager Landstraße umbenannt!

von Jan-Thomas am 2 Februar 2009 9 Kommentare

Zumindest waren das meine ersten Gedanken heute morgen beim Anblick dieser Grafiken…

Alaunstrasse

Alaunstrasse

Alaunstrasse
© r+b architekten / SZ

In den DNN vom Samstag sah das in groß so aus.

Um was geht es?
Die Stadt Dresden plant, den Strassenbereich um die Scheune ab Ecke Louisen-/Alaunstrasse bis Höhe des momentanen („Pfütze-) Parkplatzes rechts neben der Scheune in eine Fussgängerzone, begrenzt durch mobile Poller, umzugestalten. (Der Parkplatz soll ohnehin verschwinden – laut STESAD gibt es Überlegungen, auf diesem Grundstück frühestens ab 2011 eine Sporthalle für die Dreikönigsschule zu bauen.)
Scheinbar angelehnt an die momentane Idee der Bundesregierung, marode Banken mal eben zu verstaatlichen und Aktionäre zu enteignen mutet der Plan der Stadtverwaltung, im Zuge der Umgestaltungen auch gleich Katy’s Garage abreissen zu wollen und versetzt in Richtung des ehemaligen Lehrerparkplatzes Louisenstrasse neu zu errichten. Stefan Schulz als dessen Eigentümer scheint nicht wirklich amüsiert darüber zu sein – „Zum Glück leben wir nicht mehr im Feudalismus und ich muss mich nicht einfach enteignen lassen“ – so sein Kommentar in der heutigen SZ.

Hintergrund des Ganzen sollen laut Aussage der Stadt die Randale vor der Scheune in der Vergangenheit sein. Vielleicht betreiben ja auch einfach nur Haus & Grund und/oder Neustädter Kreis erfolgreich Lobbyarbeit.
Stadtrat Thomas Blümel (SPD) jedenfalls hofft auf ein „ein positives Votum im Ortsbeirat“ und ist der Meinung, das sich so „das allsommerliche Katz-und Maus-Spiel“ zwischen (ganz gern mal auch biertrinkenden) Jugendlichen und Polzei beenden lassen.
Tja, so einfach geht das wohl. Meint er allen Ernstes.

Den SZ-Artikel gibt es hier in voller Länge.

[Danke Jens für den Scan]

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9 Kommentare »

  • olaf sagte:

    autofrei gern! noch mehr beton kann mir gestohlen bleiben!

  • Troll sagte:

    Der arme Herr Abdulaye Balde, da steht ihm ja einer erste harte Kostprobe praktischer Lokalpolitik ins Haus. Ich bitte um die Einholung einer Stellungnahme!

    Aber mal im ernst: Wo steckt eigentlich der Konzept-Teil, der Randale verhindern soll? Gab es nich unlängst die schwersten Probleme mit randalierenden Gruppen in der Fußgängerzone der Düsseldorfer Altstadt????

  • Jane sagte:

    Also ehrlich mal, gibt es in der Neustadt nichts Wichtigeres zu planen? Wie wäre’s z.B. mit einem Konzept für die seit fast 20 Jahren brachliegende Fläche westliche des Alaunparks, dem ehemaligen Truppen-Übungsplatz der Sowjetarmee? Seit der Wende ist dieses riesen Areal nun schon tot und gammelt vor sich hin und dabei braucht einer der kinderreichsten Stadtteile Dresdens dringend neue Freizeiteinrichtungen (z.B. eine Schwimmhalle).
    Auch für ein Neustadt-Museum z.B. würde sich der Platz aufgrund seiner bewegten Vergangenheit und seiner zentralen lage inmitten der Neustadt hervorragend eignen.

    Wir brauchen keinen “Scheune-Boulevard”.

  • BRN MUSEUM sagte:

    “Auch für ein Neustadt-Museum z.B. würde sich der Platz aufgrund seiner bewegten Vergangenheit und seiner zentralen lage inmitten der Neustadt hervorragend eignen.”

    Also, wir würden ja lieber einen zentraleren Platz bekommen. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass man vielleicht den jüdischen Friedhof versiegelt oder das Hochhaus doch komplett abreisst und uns dort ein Museum baut. Den von Dir angesprochenen Platz könnte man ja für ein Parkhaus nutzen und wozu brauchen wir den Alaunplatz eigentlich, da sehe ich sowieso eher einen “Karstadt Extreme-Sport-and-Adventure Park”.

  • anwohner sagte:

    Unsinn. Das ist nur EIN Entwurf, der wird doch niemals so gebaut, der Beton sieht aus wie eine 80er Jahre Idee. Hier gehört ein Wettbewerb her, oder anders gesagt MEHR Wettbewerb. Ich wohne 50m davon entfernt und kann zu dem Penner-, Alki-, Randale-, Party- und Punk – gesocks, was sich vorallem Sommerabends’ dort teils zu Hunderten aufhält nur sagen: Verpisst Euch! :)

  • Albert sagte:

    Zunächst würde ich meinem Vortöner die Frage stellen, zu welchem “Gesocks” er sich denn zählt? Vielleicht wäre statt des Abstands von 50m einer von 5000m besser? Oder noch weiter, Hauptsache der Nazi-Jargon ist nimmer zu hören.
    Ach, ja, zum Thema: Ich hoffe, das mit den Bäumen ist nicht ernst gemeint. Die kommen doch wohl noch weg, nee? Soviel Grün in der Neustadt, da hält man ja nicht aus…

  • anna sagte:

    ich wohne (übrigens mit zwei kleinen kindern) genau gegenüber. mich haben die feiernden noch nie gestört, das weiß man doch vorher wenn man in so eine gegend zieht das es hier am we laut zu geht! lasst die doch machen!!
    fussgängerzone habe ich eigentlich kein problem mit wenn man dafür die luisenstraße vorne frei gibt…
    aber der beton?!?! hört sich für mich auch an wie scheune bulevard und prager straße 2.
    was hat das mit den punks zu tun??

  • S. Ebnitzer sagte:

    Hm, ich frage mich auch, wie eine bauliche Maßnahme, zumal mit mehr Raum für Menschenansammlungen, aggressive Bündelung jedweder Art verhindern sollen…

    Warum werden in den Kommentaren Worte wie “Gesocks” eingesetzt?
    Damit der Nächste mit “Nazi-Jargon” anworten kann??
    Habt Ihr denn gar nichts gelernt???
    Wo bleibt bei Euch die Toleranz von anna?

  • anwohner sagte:

    @Albert
    Ich sag Dir mal zu welchem ich mich nicht zähle: Zu den Personen- und Jugendgruppen, von denen wiederkehrend vorallem Köperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikte begangen werden und deren zentraler Treffpunkt der Platz vor der Lokalität “Scheune” ist. Zählst Du Dich zu denen? Wenn nicht, erläutere mal bitte warum ich 5000m wegziehen soll, nur weil andere Straftaten begehen. Wie wäre es stattdessen, die Straftaten zu unterbinden, hmm? Allein 2008 sind in dem Bereich über 400 Straftaten begangen wurden. Tolle Leistung, oder?

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