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Szene Neustadt – Inventur eines Stadtteils

von Jan-Thomas am 8 Januar 2009 6 Kommentare

2009 – nicht nur das Jahr der seit Wochen permanent auf allen Kanälen angekündigten grossen Krise, die uns und die Welt und überhaupt jeden erfassen, beeinflussen und sowieso verändern soll – 2009 ist auch der 20. Jahrestag der friedlichen Revolution von 1989, allgemein auch als Wende bezeichnet.
Anlass für das Projekttheater, zu einer Standortbestimmung der Dresdner Neustadt aufzurufen; wie fing alles an, wie hat sich das Viertel in den letzten 20 Jahren entwickelt, wohin kann es gehen?
So wurde in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Schauspieler Andreas Hüttner und dem Soziologen Jens A. Forkel (beides Ex-Neustädter) die Idee eines Theaterstückes geboren.
Eines Theaterstückes, das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht existiert – es muss erst noch geschrieben werden. Geschrieben werden von den NeustädterInnen.
(Crowdsourcing ist das Schlagwort ;-))

In einer 1. Pase – der Standortbeschreibung – wurde ein Fragenbogen entwickelt, eine Milieustudie, der zum einen dazu dienen soll, Überblick über die Lebenssituationen oder -ansichten der, die hier wohnen und leben aufzuzeigen, und zum anderen natürlich Impulse für das kommende Theaterstück geben soll.
Der Fragebogen ist in gedruckter Form im Projekttheater erhältlich (es wird noch weitere Auslegestellen geben), die Online-Version ist hier zu finden. Abzugeben und auszufüllen bis Mitte März.

In der 2. Phase geht es dann um das Entwickeln und Schreiben des Stückes – hier kann dann jeder seinen Gedanken freien Lauf lassen und eine Szene entwickeln. Im Juli ist dann „Materialschlacht“ – die dann hoffentlich in grosser Auswahl abgebenen Texte werden gesichtet, von Schauspielern vorgetragen und mit den Autoren und dem Publikum diskutiert.
Eine Jury wählt danach 10-20 Texte zur Verwendung aus.

In Phase 3 wird dann aus den Textvorlagen das Stück entwickelt, geprobt und am 04. November im Proekttheater uraufgeführt (geplant sind 9 Vorführungen).

Phase 4 – die Nachlese – ist die Zeit der Auswertung und Analyse, Rechenschaft über das Projekt soll abgelegt und in einer abschliessenden Publikation veröffentlicht werden; die gewonnenen Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf die Frage, was denn passieren würde, falls die eingesandten Texte nicht für ein Theaterstück ausreichen würden, meinte Andreas Hüttner, müsste er dann eben das Stück in Eigenregie schreiben und entwickeln – was natürlich nicht so gewollt ist, schliesslich geht es um die persönlichen Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Vorstellungen der NeustädterInnen…
Also ran an die Tastaturen und mitgemacht, wann kommt man schonmal ins Theater ;-)

Gesucht werden zudem Fotos, Filme u.ä. aus der Vergangenheit bis heute, die gern im Projekttheater ausgestellt werden sollen.

Seit dem letzten Wochenende ist die Website szeneneustadt.de online,
da finden sich alle Informationen zum Ablauf und zu den Beteiligten.

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6 Kommentare »

  • Anton Launer sagte:

    Und? Fragebogen schon ausgefüllt?

  • Troll sagte:

    JETZT ERST, ANTON, LEIDER JETZT ERST. Die Möglichkeit, DREI MAL “Kneipe” als Antwort auf bevorzugte Freizeitbeschäftigung (in einer Frage) angeben zu können hat mich sehr überzeugt :-)

  • Troll sagte:

    Und das allerschönste war die Fragestellung: “Nennen Sie drei Dinge, die Sie an der Neustadt lieben und bewerten Sie diese als positiv, negativ oder neutral.”

    Das hat Max Goldt nie besser gemacht

  • Countdown „SzeneNeustadt“ | Die Neustadt sagte:

    [...] Hüttner, Regisseur des Theaterprojektes „SzeneNeustadt“, bat mich, noch einmal darauf hinzuweisen, daß am kommenden Montag (16.03.) die [...]

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