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Hier ziehts (mich hin) wie Hechtsuppe - 10. Hechtfest steht vor der offenen Tür

von Troll am 27 August 2008 199-mal angesehen 6 Kommentare

„Die kleine Schwester der BRN?“ „Das ursprünglichste Neustadtfest?“ „Esotherisches Strassenhappening ohne echte Attraktionen?“ „Die letzte Bastion kreativen Widerstands gegen die Verdummung des Dresdner Volkes bei Stadtfest und BRN?“

Jeder hat so seine eigene Meinung zum Fest zwischen Dammweg und Johann-Meyer Strasse und das ist ja auch gut so. Festzuhalten bleibt: Auch das 10te Stadtteilfest im Hechtviertel kommt ohne große Fremdeinwirkung und überflüssigen Tamtam aus. Vornehmlich regionale Bands, Standbetreiber aus dem Viertel, kreative Kleinkunst und kostenlose Teilnahme für KULTUR- und KINDERaktivitäten machen den Charme aus, den dieses Fest ihr eigen nennt.

Auf der Folkbühne am Königsbrücker Platz zum Beispiel gibt es Budweiser Spezialitäten und Brause vom Fass, verkauft aus dem “Jean Gabin auf Rädern”, einem Citroen HY, Bj 68. Um den Kult diesen Sommers (Fassbrause) im Kulttransporter (Der wahrscheinlich schickste neben dem VW T1 “Samba”) werde ich garantiert nicht herum kommen. Frankotschechisches Lebensgefühl als Schnittmenge des Hechtviertels finde ich extrem passend! Musikalisch reizt mich persönlich das Programm auf der Folkbühne selber aber eher weniger. So sehr ich progressive und zarte, zerbrechliche, ehrliche Folksongs liebe, so schnell nervt mich das Gefidel der ewig wiederkehrenden Blues- und Irish-Folk-Tradionalisten und Coverbands, die man auf den Bühnen in Pubs und Mittelalterfesten trifft.

Auch beim Leonardo gibt es neben Speis und Trank eher traditionelle Sounds (Country/Blues).

Die Fichtenbühne setzt auf Rock in diversen Facetten, von den Bands kenne ich jetzt keine, bin aber gespannt, was die Jungs (oder Mädels) von The Hooks unter “Pirat-Rock” verstehen…

Auf der Brückenbühne sorgt der Kraftwerk eV für eine Mischungs aus Ausdruckstanz und Minimaltechno. Man darf gespannt sein, wie sich das anfühlt.

Fazit:

Ich hätte mir ja schon auch mal ein großes Kinderkonzert mit bekannten Bands wie Radau oder Randale gewünscht, aber für derartiges ist sicherlich einfach kein Geld da. So wird es dabei bleiben, dass die Musik zwar da ist, aber nicht wirklich (von mir) wahr genommen wird und man sich stattdessen auf die vielen kulinarischen Angebote von „Original Hechtsuppe“ (Sankt Pauli Eck), „Judiths beste Currywurst“ (Fichtebühne), „Janas Ayuvedische Speisen“ (Rud-Leo 23) oder „Hefeklöße süß“ (Folkbühne) konzentriert.

Und natürlich mit den Kids Zuckerwatte drehen, Brause bauen in der Brausefabrik (St Pauli Apotheke), Ponyreiten oder der Hexe Wackelzahn zusehen, wir sie den König überlistet (Cafe Saite), Bobby-Car-Rennen machen, und beim Singspiel „Raupe Nimmersatt“ Schmetterlinge bauen……

Sprich: Man sieht sich! :-))

Kurze Anmerkung:
Ich habe leider gerade keine Zeit mehr, um alle Links zu den Bühnen einzubetten. Entweder folgt das noch oder ihr guckt ganz einfach selber auf

www.inselnimhecht.de

6 Kommentare »

  • Journalistenverband sagte:

    Auf der Brückenbühne sorgt der Kraftwerk eV für eine Mischungs aus Ausdruckstanz und Minimaltechno.
    -
    “Man darf gespannt sein, wie sich das anfühlt”???
    -
    Das fühlt sich ganz so an wie schlechtes Deutsch.

  • troll sagte:

    hehehe, hoffentlich liest du, lieber verband, nicht noch mehr artikel in diesem blog. du müsstest dich mindestens eine woche krank melden, um dich von den gruseligen sprachauswüchsen zu erholen und noch eine woche, um auf jeden fehler hinweisen zu können..

  • frank sagte:

    hechtfest ist super und mittendrindas leonardo…eine tolle kneipe! die eigene website ist nicht ganz aktuell aber das essen und ambiente vor ort dafür umso besser - rauchen hin oder her. nur die kultur leidet in letzter zeit bisschen. die wechselnden ausstellungen waren zwar manches mal schon eher so lala aber haben meistens keinem weh getan
    ABER: aktuell finden sich im leo wandbehänge von jemandem der sich anette maro nennt. ernstzunehmende erwachsene künstler brauchen kein pseudonym, aber ich kenn das noch aus meiner jugend - unbeachtete teenager verstecken ihr pseudointelektuelles kreativtum meist hinter fantasienamen…wo wir auch beim thema wären.
    was mir da letztens augenkrebs verursacht hat scheint leider eine qualitätskontrolle durch den wirt durchlaufen zu haben, aber vielleicht ist es ja auch ein soziales kinderprojekt? 4.Klasse Kunstunterricht trifft auf englischvorschule für 3 jährige! Leider wohl ein irrtum und damit wirklich eine zumutung im öffentlichen Verkehrsraum! atemberaubend scheiße wie da material und platz verschwendet wird. auch eine ohrfeige für viele wirkliche künstler, dass so etwas wie aktuell im leo hängt sich dann auch noch ausstellung schimpft.
    einen positiven aspekt gibt es doch.
    auf einem bild sieht man ein wirklich gut aussehendes Model mit wenig bekleidung - 2 dinge wünsche ich dieser bezaubernden erscheinung: entweder sie hat viel geld für ihren einsatz bekommen und/oder sie wird nie erfahren für welchen mist sie sich da hergegeben hat!
    ich hoffe das im leo in zukunft vom kneiper wieder mehr auf qualität geachtet wird - wie beim essen ja schließlich auch.

  • Elbnymphe sagte:

    @Frank: natürlich kann man sich über die Qualität der Bilder streiten. Du spielst Dich hier jedoch als Kritiker auf und wirst dabei diffamierend - dem Künstler und auch dem Wirt gegenüber. Im übrigen verzapfst Du ausgemachten Blödsinn, wenn Du meinst, „ernstzunehmende erwachsene Künstler brauchen kein Pseudonym“. Zu allen Zeiten hatten Künstler Pseudonyme, von Canaletto (eigtl. Bernardo Bellotto) bis zu Banksy.

    Im übrigen finde ich es nicht nur löblich, daß der LEONARDO-Wirt neben einer super Kneipe auch noch Ausstellungen organisiert, die mir bei Kneipenabenden oft schöne Aussichten boten, sondern auch selbstverständlich, daß in seiner Kneipe eben das hängt, was ihm gefällt. Das machen Galeristen so; es ist ihr Job, sich auf ihren persönlichen Geschmack zu verlassen! Daß Dein Kritiker„verstand“ an der Stelle aussetzt, an der es anscheinend um ein Aktmodell geht, zeigt Deine ganze eingebildete Expertise.

  • Elbnymphe sagte:

    PS Ich nochmal, es paßt einfach zu schön: Schon einmal von einem Künstler namens di Ser Piero gehört? Unter seinem Vornamen wurde er weltberühmt.

  • Hechtfest 2008 « Neustadt-Geflüster sagte:

    [...] die Inseln im Hecht. Hier gehts zum Programm. Die Kollegen von dieneustadt.de haben einen schönen Überblick [...]

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