Die stillen Örtchen der Neustadt (sind noch nicht bei loo2go)
“Ich muss mal” .. was loswerden :-)
Das Internet quillt ja gerade über vor überflüssigen, lustigen, profitablen und sinnlosen web2.0 Ideen (web2.0 = Jeder darf seinen Senf dazugeben). Besonders haben es mir zur Zeit ja Angebote auf geomap-Basis angetan (das sind die mit den Kartenansichten und den kleinen Flaggen), also Communities, bei denen die User (Mitmacher) zum Beispiel Flaggen setzten, wo sich Kinos befinden, wo tolle Kneipen sind oder Basketballkörbe. Ein Beispiel bietet die Onlineplattform Geoflags, auf der man bereits Einträge findet, die von Wikipedia stammen und die dann von allen Teilnehmern um Ihre Inhalte ergänzt werden können. Die Neustadt ist da noch nicht wirklich vertreten, aber ich fänds ja auch eh besser, wenn wir sowas hier auf unserer Seite mal selbst einrichten.
Heute fand ich dann die ziemlich verrückte Seite Loo2Go, bei der die Betreiber versuchen, Hinweise auf öffentliche Toiletten zu sammeln,
damit man bei dringenden Bedürfnissen schnell ein Klohaus findet.
Da die Toiletten auch bewertet werden, kann man sich die vielleicht
auch demnächst nach bevorzugter Musik oder Seife auswählen…
Also, tragt mal ein die stillen Örtchen der Neustadt.. ÄÄh, welche eigentlich? Egal, solange das noch nicht ordentlich übers Handy funktioniert ist der Dienst ja eh ziemlich sinnlos :-)

Ich glaube im Fachjargon heißen solche dienste “location base services” oder halt “Standortbezogene Dienste” auf Deutsch.
Ist ja bald soweit, dass jeder einen GPS Empfänger im Telefon hat. Dann gehts erst richtig los :)
soweit ins detail wollte ich (hier) nicht gehen, but of course you are right :-)
bist du am thema dran? gehen würde es ja auch bereits jetzt per gsm ortung, aber leider sind die entsprechenden schnittstellen bei den netzbetreibern sehr, sehr teuer..
Dazu fällt mir eine acht Jahre alte Geschichte ein: http://tinyurl.com/neustadtklo
Naja, hier gehts ja aber um öffentliche Toiletten, und das ist ja nun wirklich ein absolutes Drama.
Es stört ja scheinbar fast niemanden, bis auf bspw. die Scheune, denen ständig in den Hof uriniert und so weiter wird.
Das Problem ist halt, wer ist dafür verantwortlich, klar, die Stadt. Aber wer entscheidet über die Finanzierung, Installation und Wartung? Auch die Stadt. Tja, und wie jetzt weiter?
Wir hatten mit Video-No letztes Jahr einige Konzepte diesbezüglich, aber Video-No ist glaub ich grad in ‘ner Art Sommerschlaf…
Also, ich denke, in der Neustadt gibt es so viele Kneipen, dass sich eigentlich das Thema öffentliche Toilette erübrigt haben sollte, denn auch wenn es irgendwo solche öffentlichen “Stationen” geben würde, so würden die auch die klassischen 50 cent kosten, (für) die man als Nichtgast in den meisten Bars “abdrückt” :-)
Sprich: Es würde sich nichts ändern am Gartenpinkeln, nur weil man vielleicht kleine Häuschen aufstellen würde.. denke ich mal..
Übrigens: Schöne Geschichte Anton, eigentlich ne wöchentliche Kolumne wert…
@ Troll: Danke für das Kompliment. Aber die Zeit ist so knapp … :-(
@ AL
Zu den alten Hebedas-Klos kann ich auch noch eine Geschichte beisteuern:
Als ich vor 10 (?) Jahren zum allerersten Mal im Hebedas war, sagte mir meine Begleitung, dass die Klos vom Treppenhaus abgingen.
Ich also raus aus der Kneipentür, hab auf Anhieb nichts gefunden, Treppe hoch -auch nix. Also noch zwei Treppen weiter, da war dann eine Tür offen, ich also rein, links dann endlich gleich das Klo.
Als ich wieder rauskam fragte mich allerdings die neugierige Bewohnerin, was ich denn bei ihr auf der Toilette zu suchen habe…
Also, ich denke, in der Neustadt gibt es so viele Kneipen, dass sich eigentlich das Thema öffentliche Toilette erübrigt haben sollte
hmm, schonmal an ‘ne Busladung Touristen gedacht? die würde ich als Kneiper sicher nicht mal eben alle durch den Laden watscheln lassen…oder bspw. morgens vor 10 Uhr-da haben ausser Bäckern weder Kneipen noch irgendwelche Läden geöffnet
Na komm, die Bustouristen müssen doch nicht immer alle auf einmal und rennen gemeinsam dem Döner die Hütte ein… Und die einzigen Busse, die komplett hier halten, die rennen in die Molkerei und da gibts Schlotten genug. Sehe jedenfalls selten Bustouristen auf die Freiflächen an der Bautzner pullern.
Und um wen geht es bitte morgens vor 10?? Da laufen doch nur Bewohner auf dem Weg zur Arbeit durch die Gassen, die können auch vorher zu Hause gehen.
Ich bleibe dabei: Außerhalb der BRN haben wir kein Klo-Problem sondern eher ein allgemeines “Problem” mit gewissen Stammrumhängern, die Feiern mit Pöbeln, Saufen und Wildpinklen verwechseln. Und denen muss man den Besuch ja nicht durch kostenlose Toiletten noch angenehmer gestalten :-)))
Vielleicht kann man das auch andersrum sehen:
Der Penner Paul, der lallt vor sich hin
in seiner Pulle ist kein Wein mehr drin
und weil er dringend mal pissen muss,
pisst er in den Touristenbus.
So beschreibt zumindest Yok Quetschenpaua Kreuzberg, warum soll das bei uns nicht auch gehen. ;-)
Sehr gut :-)) Somit müssten die WC-Schilder einfach nur Richtung Pfunds Molkerei aufgestellt werden..
Ansonsten könnte man eventuell über eine Toilette im Alaunpark nachdenken! Aber dort könnte man soweiso über so einiges nachdenken (Hundeklos, Mülleimer, seperater Kinderbereich, Fußballtore, Ergänzung um das Grundstück im Westen etc. etc.)
However, ich betrachte Toiletten als Steigerung der “Aufenthaltsqualität” – in den Alaunpark gehört mindestens eine hin, das ist fakt (stehen eigentlich nocht die ollen ToiToi’s da rum?), Hundeklos sind ja schließlich auch vorhanden
Ich hab grad noch rausgefunden, das auf der Noch-Freifläche Ecke Böhmische/Alaunstraße im Zuge der Umgestaltung, die für diesen Herbst geplant ist, auch eine öffentliche Toilette installiert werden soll
wo hast du das denn rausgefunden? und gibts da noch mehr infos zu? wurde das öffentlich ausgeschrieben? was geht da sonst? wer plants?
hier werden all deine Fragen beantwortet ;-)
klasse da ist wiedermal von etwa 10000m2 fehlender spielplatzfläche die rede…auf der böhmischen wird grad der ehemalige lustgarten mit ökobuden zugeplautzt, die sich kein durchschnittlicher neustädter leisten kann…dort wird komischerweise auch kein großkampfkokolores, wie bei mir auf der kami fabriziert, rechtfertigt ein angeblich ökologisches baukonzept, die versieglung von potentieller spielplatzfläche ????
hier wären herrliche überbrückungs- oder TUNNEL-varianten zur spielplatzverbindung möglich gewesen…erstmals in deutschland…
abgesehen davon hab ich dort bis jetzt auch nur beton und stahl gesehen…also nix mit öko…in ein paar jahren wenn die wohnungen dort genauso schimmelverpilzt sind wie viele kaputtsanierte andere neustadtwohnungen, werden sich viele an die schöne freifläche erinnern……
christoph
Hallo Christoph, Du hast sicherlich recht. Allerings muss ich auch sagen, dass leider Gottes die Klagen bezüglich der Freiflächen irgendwie immer erst dann laut werden, wenn sie versiegelt oder bebaut werden. Dabei hat diese Flächen im Vorfeld so gut wie niemand genutzt und sich drum gekümmert oder Vorschläge zur Nutzung eingebracht, sich dafür eingesetzt, dass dort ein Spielplatz entsteht (also nicht ANTI Bebauung sondern schon vorher PRO Spielplatz). Klar, ohne Geld ist das auch verdammt schwer, aber mich beschleicht das Gefühl, dass aus der Neustadt in den letzten Jahren nur noch Reaktion kommt auf Veränderungen, aber keine Aktion zur Änderung mehr. Es gibt Initiativen gegen Kameras, gegen die Bebauung der Kamenzer etc., aber ich kenne keine “Initiative”, die zum Beispiel aktuell die Hand hebt für einen Ausbau des Alaunparks gen Westen und besseren Bedingungen (Toiletten, Spielgeräte, Bänke MÜLL!!).
Naja, ich muss mich an die eigene Nase fassen…
dass aus der Neustadt in den letzten Jahren nur noch Reaktion kommt auf Veränderungen, aber keine Aktion zur Änderung mehr
Genau so ich es auch.
Es gab im letzten Herbst bspw. eine Veranstaltung von Video-No zum Thema Freiflächen, bei der sich in einer Begehung interessierte Neustädter mal Gedanken über eine mögliche Nutzung von ca. 10(?) Brachen machen sollten.
Teilgenommen haben grad mal ca. 30 (!!!) Leute.
In Paris gibt es öffentliche Toiletten quasi en masse (zumindest im Vergleich zur Neustadt). Und man lese und staune: sie sind kostenfrei. Das nenn ich Service. Aber etwas aufbauen und Leute dafür nicht abzocken können; gerade in Dresden gibt es soetwas nicht. In Cafés zu rennen ist keine meiner Meinung nach keine Lösung. Als Cafémitarbeiter putzt man oft auch die Fliesenzimmer mit. Und da selbst ich es oft nicht einsehe, für ein natürliches Bedürfnis (VIEL) Geld zu bezahlen, vermute ich, dass auch viele viele andere nichts löhnen, ergo die Zusatzarbeit der Cafémitarbeiter nicht bezahlt wird… Ich scheine mir hier etwas zu widersprechen so von wegen kostenlose Nutzung öffentlicher WCs und Zahlung von Zusatzarbeit… aber öffentliche WCs sind ja dann wenigstens auch vom Staat bezahlt. Ich finde, wenigstens soetwas könnte man schenken. Gerade weil doch Dresden so touristisch sein möchte und so… Ach… ich hab zu wenig Zeit um mich aufzuregen.
Fakt ist: In Paris kost dat nüscht. Und so ein Klöchen sollte keinem weh tun…
Hugh!
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