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Martin-Luther-„Parkplatz“

von Jan-Thomas am 25 Februar 2008 10 Kommentare

Patrick Schreiber, CDU-Ortsvorsitzender und Stadtrat, hat die Zeichen
der Zeit – genauer gesagt die Proteste der Anwohner des Martin-Luther-Platzes – „erkannt“ und lädt am morgigen Dienstag zur Diskussionsveranstaltung in das Café am Rosengarten.

Hintergrund ist die geplante Streichung von 145 Parkplätzen durch die Stadt zugunsten von freien Aufenthaltsflächen. Anwohner haben 240 Unterschriften gesammelt, die sich gegen diese Pläne verwehren und sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen.
Nunja, darüber kann man geteiler Meinung sein – man versuche nur mal, am Wochenende den Martin-Luther-Platz mit einem Kinderwagen zu überqueren….
Auf der anderen Seite ist klar, es fehlt an einem Parkplatzkonzept für die Neustadt, die bloße Streichung von Parkplätzen ist kein probates Mittel – schliesslich geht es dabei um des „Deutschen“ allerheiligstes Gut…..

Wer sich über die Pläne der Stadt informieren möchte, kann hier weiterlesen, der SPD-Ortsverein Neustadt hat sich ebenso Gedanken zum Thema gemacht und das Konzept der Grünen gibt es hier zu lesen.

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  • Keine

10 Kommentare »

  • Ikarus sagte:

    Natürlich sollte dieser eigentlich wunderschöne Platz endlich weitgehend von Autos bereinigt werden, momentan ist er eine einzige Parkplatzsuchzone.

    Warum soll denn die “bloße Streichung von Parkplätzen kein probates Mittel” sein? Wenn Fakten geschaffen sind, überlegen sich manche Leute vielleicht mal, ob sie wirklich ein Auto brauchen. Warum muss der Städtebau denn ständig gegen alle anderen Interessen primär auf Autofahrer Rücksicht nehmen? Ich finde Autos im Stadtbild einfach nur hässlich.

    Es würde mich mal interessieren, wie viele der 240 Unterzeichner gegen die Parkplatzstreichung gleichzeitig gegen die WSB sind, wegen unverbauter Natur und so…

  • Troll sagte:

    Kirche abreissen, Supermarkt mit Parkhaus hinbauen, die Autos vom arbeitslos gewordenen Pfaffen morgens und abends segnen lassen

  • Wiki Leandros sagte:

    Heute bezeichnet man als Zynismus zum einen eine Haltung, die in (manchmal absichtlich) verletzender Weise die Wertvorstellungen anderer herabsetzt oder missachtet, und zum anderen auch eine Haltung, die moralische Werte grundsätzlich in Frage stellt (und manchmal sich obendrein über sie lustig macht). Zynismus kann Folge und Anzeichen von Resignation sein.
    (Wiki “Pedia” Leandros)

  • Stadtkater sagte:

    Wieso nimmt denn der Städtebau ständig überproportional auf die Autofahrer Rücksicht? Also ich als Autofahrer hab da einen ganz und gar anderen Eindruck … de facto sollten alle Interessen berücksichtigt werden. Und in der Neustadt ist es halt schon extrem nervig für Autofahrer, ne Parkmöglichkeit zu finden… Und ja … ich brauche ein Auto…

    /Der Kater

  • troll sagte:

    Mal im ernst jetzt, natürlich ist die Parkplatzsituation in der Neustadt eine Katastrophe. Das man mittlerweile ohne zu Zucken 50,- Euro für einen Tiefgragenplatz verlangen kann und die Wartelisten lang sind zeigt den Wert eines solchen Platzes (und – btw – auch das gestiegene Einkomen der Neustädter)..

    Mein Eindruck ist ja schon, dass die Situation durch die Parkuhren eher besser geworden ist für Anwohner, aber gerade dahinten ist nicht erst seit der Kamenzer Baustelle High Life und alles Mist. Ich möchte die Entscheidung wirklich nicht treffen müssen, ich verstehe beide Seiten.

    Ehrlich gesagt würde ich wohl sogar dafür plädieren, es so zu lassen, wie es ist, denn soo schlimm ist es optisch nicht und auch wenn keine Autos parken dürften, wäre das Spielen von Kindern sicher nicht gerne gesehen, so sind jedenfalls meine Erfahrung mit Kirchplätzen. Und nur für einen “schönen” Platz, der aber niemandem nützt außer uns Ästheten, die woanders Ihren sicheren Parkplatz haben.. Nene, ich glaube, diesmal schleiche ich mich auch auf die Seite der Autofahrer (soviel zum Thema Brückenoppurtunisten)

  • antonlauner sagte:

    Meiner Meinung nach gehören die Autos genauso zur Neustadt, wie alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ein autofreies Viertel würde ich ziemlich langweilig finden.

  • Ikarus sagte:

    @ Stadtkater
    Sind Dir schon mal all die Straßen aufgefallen? ;) Die kannst Du natürlich als gottgegeben ansehen, ist aber nicht so.

    @ Troll
    Ich glaube schon, dass es noch andere Nutzungsmöglichkeiten öffentlichen Freiraums gibt als parkende Autos oder spielende Kinder: Abhängen, Federball, Grillen, Picknick, Boule, Saufen, Wochenmarkt, Café…

    @ Anton
    Dicht besiedelt und ganz ohne Autos geht’s tatsächlich nicht. Aber müssen die überall sichtbar parken? Geh doch mal durch die Straßen und denk Dir die stehenden Autos weg. Oder geh während der BRN vormittags durch die Straßen.

    (FYI: Ja, ich habe einen Führerschein, genug Geld für ein Auto, kleine Kinder und mache Car-Sharing, fahre gerne Taxi, miete mir 2-3 Tage im Monat einen Wagen.)

  • troll sagte:

    “Abhängen, Federball, Grillen, Picknick, Boule, Saufen, Wochenmarkt, Café…”

    Also, ich sehe keinen Grund, warum man auf diesem Platz ohne parkende Autos besser Boule spielen können sollte als jetzt. Und Grillen und vor allem Saufen auf dem Kirchplatz,…. also ich weiß ja nicht, ob das mit der deutschen Kirchmentalität einher geht (abgesehen von öffentlichen Grill- und Alkoholgenussregelungen) :-)

    Solch Freiräume, wie Du sie vermisst, die fehlen der Neustadt ja wirklich. Die werden ja für Biergärten, Supermärkte und Wohnhäuser dringender gebraucht. Was dabei auffällt ist, dass irgendwie der Neustädter / die Neustädterin selber einfach kein Mitspracherecht zu haben scheint. Er braucht keinen neuen Supermarkt und sammelt Unterschriften dagegen und demonstriert, aber er bekommt einen. Er möchte kostenlose “ANWOHNER”-Parkplätze, sammelt Unterschriften dafür, verliert aber welche.

    Ganz böse ausgelegt könnte die Idee einer Veringerung der Parkplätze am Lutherplatz durch die Stadt auch Bestandteil des Komplotts um die Schaffung von kostenpflichtigen Parkplätzen sein…

    Jeder “natürlich” verlorene Platz bedeutet Einnahmen für Lewis & Co

  • Anton Launer sagte:

    @ Ikarus: Ja, es ist mal nett, die Neustadt ohne Autos zu sehen, ich genieße das auch gerne Mal, aber als Dauerzustand würde mich das zu sehr an eine geschniegelte Fußgängerpassage erinnern. Dann würde mir die Neustadt noch mehr wie eine Touristenflaniermeile vorkommen.

  • Jan-Thomas sagte:

    War zufällig jemand der hier Mitlesenden bei der gestrigen Veranstaltung und kann dazu etwas sagen?

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