Thank you for not smoking!
von Jan-Thomas am 6 Juni 2007
21 Kommentare
Auch wenn es den geneigten Raucher wahrscheinlich nicht die Bohne interessiert – es gibt sie – und das nicht erst seit gestern: Nichtrauchergaststätten – / kneipen – / bars – / hotels.
Berlin steht deutschlandweit unangefochten an der Spitze, Dresden liegt derzeit auf Platz 9 mit 65 eingetragenen Lokalitäten.
Im Raum Neustadt sind das u.a. das El Goucho auf der Bautzner 75, die Eisdiele auf dem Bischofsweg 40, La Casina Rosa in der Alaunstraße 93 und das Nichraucherhotel auf der Forststraße 22.*
Alles Lokale, die wahrscheinlich keine Probleme haben, ihre Läden gefüllt zu bekommen.
Sowas regelt meiner Meinung nach der Markt. Wer braucht da schon ein Rauchverbot?
*Quelle: Nichtraucherführer


Weil es – entgegen der Nachfrage – selbst in Berlin unter 10% NR-Lokale gibt, und in Kneipen fast gar keine!
Und der Markt regelt da garnichts, oder warum sind die Kneipen immer noch nicht rauchfrei, obwohl die Gäste das wollen?
Warum gehen “die Gäste” dann trotzdem hin, obwohl es bereits Nichtraucherkneipen gibt?
DAS ist die Kernfrage und keine andere. Es besteht KEIN Zwang, in eine Kneipe zu gehen.
Rauchverbote in Schulen, Ämtern, Zügen, Flughäfen, Bahnhöfen, in Büros: Alles korrekt, denn ich habe keine Alternativen!
Die einzigen, die einen Grund hätten, sich zu be- oder überhaupt gegen irgendwas zu klagen wären die Angestellten einer Kneipe. Wahrscheinlich zu 90% Raucher.
Es gibt praktisch keine NR-Kneipen, und wo soll man sonst hingehen? ZuHause bleiben? Wenn keine Angebot da ist, kann man es auch nicht nachfragen.
Natürlich besteht ein Zwang in die Kneipe zu gehen für die Angestellten, einen Zwang dort zu rauchen gibt es hingegen nicht. Und wem nach dem Rauchverbot die Rauchfreiheit in Kneipen nicht passt wird nicht gezwungen hinzugehen, ganz einfach. In einer freiheitlichen Gesellschaft sollte man meiner Meinung nach jedem das Recht geben sich frei zu entscheiden, und da Kneipen öffentlich zugänglich sind dort nicht Leute verbannen nu rweil sie nichtrauchen.
Und niemand muss mit dem Zug fahren oder den Fliegern nehmen, man kann doch laufen, ergo auch keine Rauchverbote dort notwenig.
Es geht doch lediglich um die Selbstbestimmung: warum soll denn ein anwesender Raucher allen anderen die Freiheit nehmen? Der Raucher kann die Kippen draussen lassen, die Lungen kann man nicht draussen lassen.
Kurzum: ich bin dafür das Raucher und Nichtraucher GEMEINSAM in Kneipen hocken, wie in Italien oder Irland, ohne das NR rausgeekelt werden. Warum will man die Menschen auch immer so teilen? Macht doch mehr Spaß zusammen, und das es sowiso nur wenige Hardcoreraucher gibt, wird man sich demnächst halt rauchfrei amüsieren. Und wens so stark stört, der bleibt halt daheim.
ergo sollte man doch in einer freiheitlichen gesellschaft einem rauchenden barbesitzer das recht einräumen zu entscheiden, ob in seiner kneipe geraucht wird oder nicht.
Da die Kneipe nicht privat ist, hat er sich da rauszuhalten! Oder warum darf ein Alkoholiker in seinem “eigenen Auto” nicht besoffen Auto fahren? Eine Kneipe ist ein gastgewerbliches, lizensiertes Objekt, wo simple Hygienemaßnahmen einzuhalten sind, dazu gehört auch das Rauchverbot.
Warum darf z.B. ein Koch, der Eigentümer des Restaurants ist, nicht in seine eigene Küche pinkeln?
Diskussion ist doch mal wieder typisch deutsch. Wer rauchen will geht raus, wer drinnen rauchen will fragt nen Raucherzimmer nach oder raucht hause, da es dort sache jedes einzelnen ist.
Übrigens ist das Blue Note (http://www.jazzdepartment.com) von Montag bis Freitag auch rauchfrei. Es gibt also durchaus schon Alternativen für Nichtraucher.
Und soweit ich weiß, sind die meisten Nichtraucher-Kneipen bzw. Lokale sehr erfolgreich.
Warum gibt es dann davon nicht mehr?
Weil wahrscheinlich die meisten Menschen, die sich entscheiden, eine Gastwirtschaft bzw. Szene-Kneipe zu eröffnen selber Raucher sind.
Ach, und das Devils Kitchen http://www.devils-kitchen.eu
nicht zu vergessen, auch dort darf nicht geraucht werden.
Schwierige Situation für Nikotin- und Alkoholabhängige an Freitagen und Sonnabenden nach 22 Uhr.
Drinnen darf man nicht rauche, und nach draußen kein Bier mitnehmen.
Ach, wer das im Zug, Flugzeug und Kino schafft, schafft das auch im Lokal.
Ja, das stimmt, die meisten Kneipen sind Raucherkneipen weil die Wirte selber rauchen, und da ist denen der Gast dann wurscht.
gleiche Diskussion schon hier http://www.banq.de/mitreden.php?id=56601 mitgelesen und mir meinen Teil gedacht…
also deine vergleiche bei kommentar nr.5 find ich jetzt ein bißchen an den haaren herbeigezogen.
ich würde es begrüßen, wenn die entscheidung beim wirt bleibt. er sollte entscheiden, ob er es sich finanziell leisten kann, auf nichtraucher zu verzichten. wenn der zuspruch seiner lokalität trotz rauchens groß genug ist, gibt dies seinem konzept recht und es ist dem nichtraucher freigestellt an wilden feiern etc. teilzunehmen oder halt nicht.
feiern auf eigene gefahr quasi.
ich versteh nicht so richtig, warum du dir party, spass und freude zu deinen bedingungen erzwingen willst. das leben besteht halt aus kompromissen. abendliches rauchen fällt für mich in die rubrik “genuß” und schädlich sind auch tausend andere dinge, welche durch andere personen ausgelöst werden.
Ja, das stimmt, die meisten Kneipen sind Raucherkneipen weil die Wirte selber rauchen, und da ist denen der Gast dann wurscht.
ich behaupte mal, das ein wirt, dem die gäste „wurscht“ sind, mit seinem laden und dieser einstellung vielleicht 2-3 monate durchhält und dann zumachen kann, weil er dann auch niemanden mehr interessiert….
“abendliches rauchen fällt für mich in die rubrik “genuß” – Tja für andere nicht, und warum sollte nicht jeder selber entscheiden was für ihn Genuß ist und was nicht? Für andere ist atmen genuß, und warum will man diesen etwas aufzwingen was sie garnicht wollen?
Ein NR haut ja einem Raucher auch nicht in die Fresse, teilt mit dass das halt Spaß macht, und ja auch “soviele andere Dinge” schädlich sein. Oder zwingt ja auch kein NR einen Raucher ne Cola oder irgendwas anderes zu trinken wenn der gerade nen Bier oder ne Fanta will, nur weil der NR meint das Cola viel cooler wäre. Es geht lediglich um die Selbstbestimmung da die Lungen ja jedem einzelnen gehören und nicht einem anderen.
Passt dem Raucher eine rauchfreie Kneipe nicht, steht es ihm frei diese nicht aufzusuchen.
Das es bei der ganzen Diskussion den Rauchern garnicht ums rauchen geht zeigt ja der Blick nach Italien: dort wurden nur 4% Raucherbereiche nachgefragt. Es lohnte sich für die Wirte einfach nicht weil die Raucher eh mit den NR zusammen im Hauptraum sitzen wollen, und selber oft vom Rauch genervt sind.
Ne, mal im Ernst, ist doch ne faire Lösung, jetzt wo jeder Wirt der genug Platz hat nen (abgetrennten, unbedienten) Raucherraum einrichten kann. Kommen genug Raucher zusammen wird er den schon einrichten, und niemand wird geschädigt. Ich bezweifle aber das die Nachfrage danach hoch ist.
“ich behaupte mal, das ein wirt, dem die gäste „wurscht“ sind, mit seinem…”
D’accord, aber einem rauchenden Gastwirt der zu 100% Raucherlokal ist, dem sind 100% der NR ja auch egal.
“Passt dem Raucher eine rauchfreie Kneipe nicht, steht es ihm frei diese nicht aufzusuchen.”
dito. und zum glück gibt´s ja mehr als eine kneipe und deswegen könnte man das doch wunderbar aufteilen. wo ist das problem?
@erich:
Kneipen sind Kommunikationszentren, wo sich ALLE Menschen aufhalten können sollten, warum will man den R und NR trennen? Sollen gemischte Gruppen aus Freunden sich dann am Abend voneinander verabschieden? Ist doch blödsinn! Man sollte die Leute doch zusammenbringen und nicht trennen.
Und das mit dem aufteilen wurde darüber hinaus ja die letzten 3 Jahre probiert – hat ja nicht funktioniert.
http://images.zeit.de/text/2007/13/Verbotsmanie
Einfach mal durchlesen.
Naja, der Artikel vergisst das derzeitige Atemverbot – und der Tugendterror der Raucher ist ja schlimm genug.
Nochmal: es geht nicht um rauchen gut oder schlecht, es geht darum das jeder selber entscheiden kann was er für richtig hält und was nicht. Soll doch jeder selber machen was er will, rauchen, koksen, vom Dach springen oder sonstwas, aber eben doch bitte ohne andere damit reinzuziehn. Solche Tabakapostel braucht man wirklich nicht.
http://momoersch.blogspot.com/2007/02/rauchverbot-unliberal_14.html
na seht ihr. alles wird gut :
http://www.aplusa-online.de/cipp/md_aplusa/custom/pub/content,lang,1/oid,5888/ticket,g_u_e_s_t/local_lang,1/~/SmokeCorner_-_die_Raucherecke_ohne_Rauch_.html
da können wir schön beieinander sitzen und alle fühlen sich wohl.
Also ich war auch lange Raucher und mich stoert Rauch in der Regel nicht. Ich war jetzt allerdings lange in den USA un muss sagen in einer Kneipe und einer Disco ohne Qualm ist es einfach schoener. Man kann Athmen und vor allem die Klamotten stinken nicht ohne ende am naechsten Tag!
Am kommenden Freitag gehts los. Ich hab keinen Plan, wie das dann wohl werden wird.
Ich denke mal, das wird in den ersten Wochen halb so wild. Die Kneiper werden sicher Schilder aufstellen und darauf hinweisen, aber abwarten, bis die erste Kontrolle dagewesen ist – ich denke, das Ordnungsamt wird die ersten Wochen noch relativ kulant sein
Ich bin (Genuss-)Raucher.
Ich liebe NR-Lokale, als Beispiel fällt mir grad nur der Louisenhof ein, schon vor dem Rauchberbot NR-Lokal. Hat mich nicht gestört, sondern im Gegenteil. Beim schönen Essen mag ich keinen Rauch.
Abends zum Rotwein oder Bier liebe ich ein Zigarillo. Dauert ungefähr 20 Minuten. Will ich mir nicht in die Lunge pfeifen, um meine vermeintliche Sucht zu befriedigen. Will ab und an mal ziehen – gleichzeitig zum Rotwein/BIer. Das ist mein Genuß. Dann gehe ich in eine Kneipe. Sonst nicht.
Habe anfangs [vor dem Rauchverbot] schon erlebt, dass ich 20 min draußen stand und mich trefflich mit anderen Rauchern unterhalten hab und drinnen saß mein nichtrauchender Gesprächspartner allein am Tisch. Hab ich nur 1x gemacht. Ist kein Miteinander.
Seit dem Rauchverbot gehe ich nur noch in der Sommersaison in Kneipen – in den Biergärten. In NR-Kneipen gehe ich nicht. In NR-Gaststätten zum Essen schon. Und gern.
Diesen Boykott auf zwangsweise NR-Kneipen halte ich gut aus. Die Gastwirte tun mir leid. Warum keine liberale Lösung? Der Louisenhof hat auch ohne Gesetze als NR-Gaststätte überlebt. Ich als Raucher habe aktiv entschieden, sie zu besuchen.
Genauso aktiv entscheide ich, NR-Kneipen nicht mehr zu besuchen. Ich vermisse zwar etwas, aber es ist nicht lebensbedrohlich. Also kann ich drauf verzichten. Und verzichte.
Erst wenn es ein paar 100.000 Arbeitsplätze kostet, wird man verstehn. Dann muss es eben sein. Ich werde meinen Teil dazu beitragen.
HMD
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